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14. Januar 2017

Varel

17

Karl Schiller

Varel, Lange Straße 5

Telefon 0 44 51 / 58 07

Bestattungen

Sarglager

Überführungen

seit 1969

„Platz als Treffpunkt

SPD Ortsverein Varel ist gegen die Parkerlaubnis

Varel.

Zur Diskussion um den

Neumarktplatz erreichte uns

folgende Stellungnahme des

SPD-Ortsverein Varel:

„Wir sind strikt gegen die Um-

widmung des Neumarktplatzes

in einen Parkplatz. Aus unserer

Sicht ist dieser städtische Ort

zu einem Treffpunkt für Bürger

und Gäste fortzuentwickeln.

Der Neumarktplatz mit seinem

Ensemble an Häusern stellt ein

stilles und verträumtes Kleinod

unserer Stadt dar; dieser ver-

mittelt innere Ruhe. Ein Park-

platz entwertet und zerstört

diesen Lebensraum.“

Stadtentwicklung, Verwal-

tung und Wirtschaftsförderung

hätten vielmehr die (touri-

stische) Entwicklung des Ortes

zu fördern und zu unterstützen.

Privates Engagement von Bür-

gern sowie Geschäftsleuten

zur Aufwertung des Neumarkt-

platzes verdiene Unterstützung:

„Sitzgelegenheiten sind nötig.

Die Förderung und Realisie-

rung von Konzerten und ande-

ren kulturellen Veranstaltungen

belebt den Ort und ermöglicht

die Stärkung der Vareler City.

Am Neumarktplatz gebe es zu-

dem fünf Restaurants; dies sei

für Varel einzigartig: „Dieses

gastronomische Angebot ist

auszubauen. Außenbereiche

der Restaurants auf dem Neu-

marktplatz müssen ermöglicht

oder ausgebaut werden.“

Bei allem Engagement und

allen Entwicklungen seien die

Belange des Vareler Heimatmu-

seums zu berücksichtigen.

„Der SPD-Ortsverein Varel

steht für die Entwicklung des

Neumarktplatzes als Teil ei-

ner modernen Entwicklung der

Vareler Innenstadt. In diesem

Rahmen ist diese Fläche als Ort

der Begegnung für Bürger und

Gäste zu erhalten, auszubauen

und attraktiver zu gestalten.

Der SPD-Ortsverein Varel

fordert den Stadtrat Varel auf,

gegen die Umwidmung des

Neumarktplatzes zum Dauer-

parkplatz zu votieren.“

Thomas Suckow (Presse-

sprecher des SPD-Ortsvereins

Varel). (eb)

Zu unserem Beitrag „Neu-

marktplatz als Parkplatz nut-

zen?“ im Friebo 1/2017 erreichte

uns folgender Leserbrief:

„Verschiedenen

Pressebe-

richten war zu entnehmen, dass

die zeitlich begrenzte kosten-

freie Parkplatznutzung auf dem

Neumarktplatz in eine Dauer-

nutzung umgewandelt werden

soll. Der Platz wurde als Ersatz

für den durch Umbaumaßnah-

men blockierten Markant-Park-

platz vorübergehend als Park-

platz freigegeben.

Aus gutem Grund wurde der

Neumarktplatz 1993 als Fuß-

gängerzone ausgewiesen. In

seinem Erlass vom 23. Februar

1677 bestimmte Graf Anton I.

von Aldenburg, dass der Platz

mit entsprechender Bebau-

ung als Handelsplatz dienen

solle. Seit 340 Jahren ist der

Neumarktplatz der einzige hi-

storische Platz in Varel, der mit

seiner Freifläche und mit der als

Ensemble unter Denkmalschutz

stehenden Bebauung an die

Gründerzeit erinnert. Seit 1801

findet dort ohne Unterbrechung

auch der Wochenmarkt statt.

Während der vorüberge-

henden Beparkung des Neu-

marktplatzes wurde deutlich,

wie sehr die Sicht auf Platz und

Gebäude durch geparkte PKW,

Wohn- und Lastwagen einge-

schränkt war. Auch wurde er-

kennbar, wie viel freier Parkraum

an den Parkplätzen Nebbsallee/

Neumühlenstraße und Hafer-

kampstraße während der In-

tensiv-Nutzung des Neumarkt-

platzes plötzlich vorhanden war.

Varel verfügt über ausrei-

chend innerstädtische Parkflä-

chen. Nur um vielleicht 30 Meter

Fußweg zu sparen, muss man

einen historisch wertvollen und

von Einheimischen wie Tou-

risten geschätzten Platz nicht

entwidmen.

Es ist zu hoffen und zu wün-

schen, dass die Damen und

Herren Ratsvertreter, wie bereits

1993 geschehen, eine Entschei-

dung zu Gunsten einer park-

freien Zone treffen.“

Hans-Georg Buchtmann, Varel

Im Dialog: Leserbriefe

Parkfreie Zone Neumarktplatz

Leserbriefe geben ausschließ-

lich die Meinung des Verfassers

wieder. Die Veröffentlichung so-

wie die sinnwahrende Kürzung

von Leserbriefen behält sich die

Redaktion vor. Bei allen Zuschrif-

ten, auch via E-Mail, bitte stets

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