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21. Januar 2017

Varel

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„Unsere Gäste erwarten Qualität“

Kurdirektor Taddigs gibt einen Ausblick auf die Saison 2017 – Schöner September sorgt für gute Zahlen

Varel.

Zum Abschluss des

Jahres 2016 zog Kurdirektor Jo-

hann Taddigs eine Bilanz für die

abgelaufene Saison in Dangast.

Sah es zur Jahresmitte ange-

sichts des schlechten Som-

mers nicht so gut aus, hat der

schöne Herbst positive Zahlen

ermöglicht: „Wir erwarten nun-

mehr ein Ergebnis im Bereich

von etwa 800.000 Euro Defizit –

ohne irgendwelche Sonderef-

fekte aus Verkäufen. Geplant

war ein Minus von rund 760.000

Euro, allerdings einschließlich

der Effekte aus den neuen Woh-

nungen. Diese werden ja wegen

der Einwändungen und Klagen

erst ein Jahr später als geplant

Einfluss auf die Erträge haben

können. Die Differenz daraus

beträgt nach meinen Berech-

nungen 140.000 Euro. Damit lie-

gen wir mit den aktuellen Zahlen

besser als erwartet.“

Zur Jahresmitte hatten alle

Kurverwaltungen an der Küste

noch erhebliche Einbußen be-

fürchtet: „Bis zum 31. August

sah es überhaupt nicht danach

aus, dass wir unsere Ziele errei-

chen, doch die Septemberum-

sätze lagen deutlich über dem

Vorjahr und damit fast auf dem

gleichen Niveau wie ein norma-

ler August.“

Strandkörbe spät gefragt

Laut den Vermietungsbe-

trieben sei bei den Übernach-

tungen auf jeden Fall das Vor-

jahresniveau erreicht worden.

Bei den Kurbeiträgen gab es

eine Steigerung um 5,5 Prozent,

obwohl die neuen Wohnungen

im NordseePark noch nicht für

Vermietungen zur Verfügung

standen. Mit Beginn der Saison

2017 werden fünf Häuser fer-

tiggestellt sein und erste Gäste

beherbergen.

Noch im Sommer hatten die

Erlöse aus der Strandkorbver-

mietung Sorgen bereitet, konn-

ten bis Juni nur 2.500 Euro

eingenommen werden, verbes-

serten sich die Zahlen übers

Jahr gesehen mehr als deutlich.

Insgesamt 56.240 Euro wurden

verbucht, im Vorjahr waren es

39.362 Euro gewesen.

Auch die Erträge aus der

Sauna zeigen sich deutlich

verbessert, so Taddigs: Insge-

samt wurden bis Ende Novem-

ber 61.711 Euro (Vorjahr 44.687

Euro) verbucht.„Das ist eine

gute Steigerung gegenüber dem

ersten Jahr. Weitere Programme

und Pauschalen mit den Vermie-

tungsbetrieben sind in den Vor-

bereitungen und sollen 2017 ge-

meinsam mit den zusätzlichen

neuen Betten für weitere Stei-

gerungen sorgen“, sagt Johann

Taddigs zuversichtlich.

Seekurpark

Auch in 2017 stehen Verän-

derungen an: „Geplant ist den

neuen Seekurpark zu bauen,

so dass er zum Herbst diesen

Jahres bereits für das Publikum

geöffnet werden kann. Zur Zeit

ist der Zuschussantrag mit gu-

ten Erfolgsaussichten bei der

NBank und beim Landkreis ge-

stellt.“ Erwartet werde eine För-

derung von rund 60 Prozent bei

einer Investitionssumme von ca.

550.000 Euro. „Aufgrund sei-

ner besonderen Lage direkt am

Seedeich in der Deichschutz-

zone sind die Anforderungen

an den neuen Kurpark extrem

hoch, aber dies führt mittler-

weile zu einer sehr qualifizierten

Planung, die dem Seekurpark

Dangast einen Alleinstellungs-

charakter an der Küste geben

wird.“

Neue Promenade

Schon in Kürze sollen die

Promenade und der Schnup-

perstrand neu gestaltet werden:

„Die Planungen der Dorfer-

neuerung sind abgeschlossen

und die Neugestaltung soll im

Frühjahr/Sommer 2017 umge-

setzt werden. Leider wird es da-

durch in der Saison kurzfristige

Belastungen geben, aber der

besondere Standort ‚Außen-

deich‘ lässt eine Umsetzung nur

zwischen April und Oktober zu.

Nach Fertigstellung erhält auch

dieser Bereich eine elegante

und attraktivere Qualität, lädt

zum Verweilen ein und bleibt

Mensch und Tier wie gewohnt

erhalten. Eine weitere Qualitäts-

steigerung für das Nordseebad

Dangast.“

Stelzengebäude

Weitere Planungen für die Re-

novierung des Stelzengebäudes

und die Sanierung der Sanitär-

gebäude auf dem Campingplatz

wurden ebenfalls bereits ange-

schoben, so Taddigs: „Für den

Campingplatz wird insgesamt

ein Qualifizierungskonzept ent-

wickelt, das wir im Jahr 2017

intensiv diskutieren wollen. Der

Campingplatz hat aufgrund sei-

ner besonderen Lage direkt am

Weltnaturerbe Wattenmeer ein

enormes Potential.“

Gäste mit Hund

Außerdem werde das Thema

„Gäste mit Hund“ die Kurver-

waltung intensiv beschäftigen.

Das Nordseebad Dangast sei

heute bereits sehr freundlich

für die Gästeschicht eingestellt:

„Wir möchten auch hier an un-

serer Qualität feilen, um diese

sich entwickelnde Gästeschicht

nachhaltig an das Nordseebad

zu binden, ohne unsere wich-

tigste Urlaubergruppe (Familien

mit Kindern) zu verprellen oder

einzuschränken. Da gilt es, sich

in der Zukunft aufzustellen.“

Weltnaturerbeportal und

Nationalparkhaus

Die bereits sehr erfolgreiche

Zusammenarbeit mit dem Na-

tionalparkhaus solle durch

eine noch intensivere Präsenz

des Angebotes des National-

parkhauses im Weltnaturerbe-

portal weiter gestärkt werden.

Das Nationalparkhaus sei ein

wichtiger Qualitätsfaktor im

Nordseebad Dangast und ma-

che eine hervorragende Arbeit:

„Seitdem die Wattexkursionen

am Weltnaturerbeportal starten

hat sich die Besucherfrequenz

enorm gesteigert und der ‚Hun-

ger‘ unserer Besucher nach In-

formationen zum Nationalpark

ist noch lange nicht gestillt“, ist

Johann Taddigs überzeugt und

weiter:

„Überall, wo unsere Gäste

sich bewegen, erwarten sie

Qualität. Seit Oktober sind nun

die neuen Servicestrandkörbe

angekommen und verbessern

auf dem Rondell das bisher

nur provisorische und trotzdem

schon erfolgreiche Angebot.

Für das Jahr 2017 ist geplant

mehr Veranstaltungen direkt auf

diesem schönen Platz und auch

im Portal zu installieren, weil

einfach festgestellt wurde, dass

unsere Gäste diesen Ort gerne

nutzen und auch dort Angebote

erwarten. In diesem Jahr hatten

wir erstmals eine Kinderanima-

tion für die Sommerferien mit

sehr guter Resonanz angebo-

ten.

Dies Angebot soll im Jahr

2017 weiter ausgebaut wer-

den und das Stelzengebäude

zu einer zentralen Anlaufstelle

besonders auch für Kinderpro-

gramme weiterentwickelt wer-

den. Auch hier wollen wir uns

den Anforderungen an ein mo-

dernes Familienurlaubsangebot

weiter stellen.“

(ak)

Das war im letzten Sommer Mangelware: richtig schönes Sommerwetter bei heißen Tem-

peraturen und das kombiniert mit Hochwasser – erst der September sorgte dafür, dass die

Saison 2016 doch noch positiv verbucht werden konnte.

Foto: Kira Jacobs