Table of Contents Table of Contents
Previous Page  17 / 64 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 17 / 64 Next Page
Page Background

28. Januar 2017

Varel

17

Gerhard Rieken ∙ Tischlermeister

Wiefelsteder Straße 188 ∙ 26316 Varel

Tel.: 0 44 56 / 94 83 20 ∙ Mobil: 01 72 / 1 80 86 05

Möbel- und Innenausbau

Haustüren und Fenster

Neu- und Reparaturverglasung

Energieberatung

Umgehung: Will Varel diese Straße?

Finanzen: Gewerbesteuer stark rückläufig – Kreisumlage senken

Varel.

Ein Thema beim Neu-

jahrsempfang der CDU war

eine mögliche Umgehungs-

straße für Varel. Durch die Auf-

nahme in den Bundesverkehrs-

wegeplan ist es jetzt möglich

geworden, dass das Land die

Planung für eine Nordumge-

hung aufnimmt. Den Bau der

Straße würde schließlich der

Bund bezahlen.

Hergen Eilers dazu ganz

konkret: „Wir als CDU fragen:

Will Varel diese Straße? Zum

einen wird beklagt, dass der

Verkehr deutlich zu hoch ist,

auf der anderen Seite werden

der Eingriff in die Natur und

der Trassenverlauf sehr kritisch

gesehen. Wenn man die Straße

will, hat man jetzt die vielleicht

einmalige Chance zur Verwirk-

lichung. Die Diskussion hierzu

muss man kurzfristig aufneh-

men und an deren Ende kann

ein Bürgerentscheid sehr sinn-

voll sein.“ Dem stimmte auch

Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner in seinem anschlie-

ßenden Grußwort zu.

MdB Hans-Werner Kam-

mer betonte in seinen Ausfüh-

rungen: „Es könnte hier auch

eine schnelle Entscheidung

geben, die keine 15 Jahre dau-

ert. Wer das Planungsrecht

hat, darf auch bauen. Es gibt

durchaus auch die Chance,

dass diese Straße noch in die-

ser Wahlperiode verwirklicht

werden könnte.“ Auch wenn

Hergen Eilers es selbst für un-

durchführbar hielt, ließ dieser

sogar eine Vision offen: „Eine

Variante könnte auch sein, ei-

nen Tunnel zu bauen.“

Ein ereignisreiches 2016

Bürgermeister Wagner blickte

auf ein sehr positives 2016 zu-

rück: „Das Jahr war erfolgreich

und ereignisreich. Es wurde viel

geschaffen und geschafft – hier

in Varel wird ein großartiges

ehrenamtliches

Engagement

gelebt. Gerade in der Flücht-

lingssituation haben die Integra-

tionshelfer und die Mitarbeiter

der Stadt unendlich viel Gutes

getan. Dafür mein herzliches

Dankeschön.“

Hospiz: Durch viele Bau-

steine getragen

Ein weiteres herausragendes

Engagement sei das Hospiz

für Varel und die ganze Region:

„Hier werden alle Hilfsangebote

unter einem Dach integriert. Es

wird getragen durch die sprich-

wörtlichen und auch tatsäch-

lichen vielen Bausteine, die die

Menschen dafür zusammen-

getragen haben. Das Projekt

spricht allen aus dem Herzen.

Es ist nicht mehr aufzuhalten.“

Auch die Entwicklung des Ka-

sernengeländes sei inzwischen

eine Erfolgsgeschichte, die zei-

ge, dass es manchmal doch

richtig sein könne, abzuwarten

und den richtigen Augenblick

dann aber auch zu nutzen.

Gewerbesteuer bricht ein

Zum Thema Finanzen der

Stadt musste Gerd-Christian

Wagner in seinem Statement

die Aussichten allerdings trü-

ben: „Leider brechen uns die

Gewerbesteuereinnahmen in

2017 dramatisch weg.“ Habe es

noch im vergangenen Jahr sehr

gute Zahlen gegeben, seien die

Meldungen nun negativ. Das

Gute daran aber: „Wir haben

mit den Unternehmen gespro-

chen, es ist nur ein temporärer

Effekt, die wirtschaftliche Situ-

ation ist weiter gut und wir hof-

fen, dass es bald wieder bes-

sere Zahlen zu vermelden gibt.“

Bis dahin aber sei sparen an-

gesagt und Wünsche müssten

ganz hinten angestellt werden.

„Das ist einer der Gründe, wa-

rum die Bürgermeister der Kom-

munen einen gemeinsamen An-

trag an den Kreistag formuliert

haben. Dieser Antrag auf Sen-

kung der Kreisumlage wird hof-

fentlich Gehör finden“, appelliert

Bürgermeister Wagner.

(ak)

Zahlreiche Vertreter von Vereinen, Institutionen und aus der Politik waren am vergangenen

Samstag ins Waisenstift zum CDU-Neujahrsempfang gekommen.

Foto: Anke Kück

Hergen Eilers spricht sich für

einen Bürgerentscheid zur

möglichen Umgehungsstraße

aus.

Foto: Anke Kück

Eiche soll Naturdenkmal werden

Rudi Böcker (BBV) stellt Antrag an den Landkreis

Varel.

Zur Diskussion über

eine 300 Jahre alte Eiche in der

Friedrich-August-Straße,

die

vom Forstamt gefällt werden

sollte, erreichte uns eine Stel-

lungnahme von Rudi Böcker

(BBV):

„Durch den Widerstand der

Öffentlichkeit und durch das

einschalten unseres Bürger-

meisters ist das Forstamt ‚erst

einmal‘ von seinem Vorhaben

abgerückt. Ich unterstütze die

Proteste aller, die sich gegen

die Fällung ausgesprochen ha-

ben und bin froh, dass die Eiche

erstmal ‚gerettet‘ ist. Bäume,

besonders aber so große Bäu-

me, haben für unsere Natur ei-

nen unschätzbaren Wert. Man

kann nicht begreifen, warum

dieses gesunde Schmuckstück

gefällt werden sollte. Mir reicht

es nicht, dass die Eiche ‚erst-

mal‘ nicht gefällt wird. Unsere

Vareler

Baumschutzsatzung

gibt es leider nicht her, dass wir

die Eiche unter Schutz stellen

können.“

Er stelle daher einen entspre-

chenden Antrag an den Land-

kreis Friesland, dass die drei-

hundert Jahre alte Eiche aus

der Friedrich-August-Straße in

Varel, vom Landkreis Friesland

zum Naturdenkmal erklärt und

so gegen eine Fällung geschützt

werde.

(ak)