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Varel

Friebo 4/2017

Wie aus Sternen Bausteine werden

Patchworkgruppe Büppel spendet 836,50 Euro für die Hospizbewegung Varel e.V. – Teebeutel gesucht

Varel.

Mitten im Sommer, bei

einem gemeinsamen Ausflug

auf Harriersand, entstand die

Idee: Aus alten Teebeuteltüt-

chen können Weihnachtssterne

gebastelt werden.

DieMitglieder derPatschwork-

gruppe der Dorfgemeinschaft

Büppel haben viel Arbeit – die

wie sie betonen aber auch viel

Freude bereitet hat – einge-

setzt und fleißig gebastelt. Jetzt

konnten stolze 836,50 Euro als

Spende an die Hospizbewegung

Varel übergeben werden – Geld

das einen weiteren großen Bau-

stein für das geplante Haus auf

dem Kasernengelände bedeu-

tet. Dieser Baustein wird im Ein-

gangsbereich verbaut werden

und noch in vielen Jahren an die

tolle Aktion der Patchworkgrup-

pe Büppel erinnern.

Bei der Übergabe im Hospiz-

büro informierten die Vereins-

vorsitzende Anke Kück, Koordi-

natorin Annemarie Büppelmann

und die ehrenamtlich aktive Re-

nate Gleba über die Arbeit des

Vereins und das geplant neue

stationäre Hospiz. Sie dankten

von Herzen für dieses große En-

gagement.

Wie Annerose Eilers und Rosi

Neumann betonten geht die Ak-

tion weiter: „Wie bitten herzlich

darum, für unsere Idee weiter

Teebeuteltütchen zu sammeln,

damit wir weitere Sterne er-

stellen können.“ Diese kön-

nen zum Beispiel im Büro der

Hospizbewegung Varel, Wind-

allee 15 abgegeben werden –

schließlich kommt das nächste

Weihnachtsfest bestimmt.

Inzwischen werden Sterne

aber auch aus alten Büchern,

Geschenkpapier oder Land-

karten erstellt. „Wir verwenden

bereits benutztes Papier und

so kann aus ‚Müll‘ etwas Neues

entstehen. Das ist sinnvolles

Recycling“, erklärte Renate Vor-

tanz.

Für einen Stern werden acht

Teebeutel benötigt, die Hand-

arbeit dauert mindestens eine

halbe Stunde pro Stern und

so kann man sich selbst leicht

ausrechnen, wie viele Stun-

den die fleißigen Damen inve-

stiert haben. Verkauft wurden

die kleinen Schmuckstücke für

zwei Euro bei verschiedenen

Ausstellungen oder Veranstal-

tungen sowie auf dem Vare-

ler Adventsmarkt. Sie wurden

gerne als Geschenkdekoration

oder Weihnachtsbaumschmuck

verwendet.

Die Idee, das Geld der Hos-

pizbewegung zu spenden, ent-

stand ebenfalls gemeinsam,

wie Nelly Neumann betonte:

„Das Thema Hospiz geht uns

alle an.“

(ak)

Renate Gleba, Rosi und Nelly Neumann, Renate Vortanz, An-

nemarie Büppelmann und Annerose Eilers (v.l.) bei der Spen-

denübergabe.

„Wir machen Euch satt“

Varel.

Die mediale und gesell-

schaftliche Auseinandersetzung

um die „richtige“ Landwirtschaft

ist zu einem ideologischen Dau-

erstreit geworden, in der die

Landwirtschaft in „böse“ und

„gut“ eingeteilt wird. Die Art und

Weise der Kritik an konventio-

neller Landwirtschaft ist dabei

streckenweise außer Kontrolle

geraten. Die Missachtung trifft

viele Familienbetriebe und die

Menschen in der Landwirtschaft

bis ins Herz. Betroffen sind hier-

von vor allem die tierhaltenden

Betriebe, unabhängig von ihrer

Wirtschaftsweise

(ökologisch

oder konventionell). Gleichzeitig

wissen die Verbraucher immer

weniger, wie heute Lebensmittel

erzeugt werden. Radikale Anti-

Agrar-Aktivisten nutzen dieses

Unwissen, um mit ihren Bildern

ihre Ideologien medial zu ver-

markten und Spendengelder für

ihre Organisationen einzuwer-

ben.

Die Veranstalter der Aktion

„Wir machen Euch satt“ fordern

eine vorurteilsfreie Betrachtung

der modernen Landwirtschaft

und eine sachliche Diskussion,

frei von Ideologien. „Redet mit

uns, nicht über uns!“ fordern die

beteiligten Landwirte auf vielen

Veranstaltungen, die regional

und zeitgleich zur Demonstrati-

on in Berlin am 21. Janaur 2017

ablaufen.

Auch der Kreislandvolkver-

band Friesland engagierte sich

zum Thema „Wir machen Euch

satt“ innerhalb der Kampagne

„Echt grün – Eure Landwirte“

und spendete in der Woche vom

16. Januar bis 21. Januar frische

Lebensmittel an die Tafeln in

Wilhelmshaven, Varel, Jever, Ho-

henkirchen und Schortens. Ins-

gesamt wurden 2.400 Kilogramm

Kartoffeln vom Hof Schild (Wan-

gerland) sowie 880 Liter Milch

und 1.700 Jogurts verteilt.

Die Kampagne „Echt grün

–Eure Landwirte“ will die Auf-

merksamkeit der Gesellschaft

auf die Bedeutung ihres Berufs-

standes lenken: „Wir Landwirte

sorgen jeden Tag dafür, dass

die Verbraucher mit gesunden

und wertvollen Lebensmitteln

versorgt werden. Darauf sind wir

stolz, denn wir leisten eine wert-

volle Arbeit für unsere Gesell-

schaft und für die Gemeinschaft.

Die Herstellung landwirtschaft-

licher Produkte erfolgt durch un-

sere Familienbetriebe mit groß-

em Aufwand. Bei uns packen alle

mit an und zwar 24 Stunden am

Tag, sieben Tage die Woche. Und

die tägliche Arbeit mit den Nutz-

tieren ist für uns nicht irgendein

Job, sondern wird mit großer

Verantwortung für das Wohler-

gehen der Tiere geleistet.“

V.re

.: Erhard Bauer, Hartmut Seetzen (beide Vorstand KLV)

und Kartoffelbauer Hinni Schild (li.), übergeben die Spende

an die Mitarbeiter der Vareler Tafel.

Foto: Privat

Die Tafel versorgt 800 Personen und freut sich auch über private Lebensmittelspenden

So attraktiv können Teebeutel

am Weihanchtsbaum ausse-

hen

Fotos: Anke Kück