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28. Januar 2017

Zetel

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Viel weniger Wind beschert Ertragseinbußen

2016 war „historisch schlechtes Windjahr“ auch für Windenergieanlagen in Zetel

Zetel.

„2016 war ein ärger-

liches Jahr, die Einbußen brin-

gen uns aber nicht an den Rand

des Ruins“, erklärte Bernd

Hoinke als Geschäftsführer der

gemeindeeigenen

Ökostrom

GmbH jüngst im Wirtschafts-,

Finanz- und Feuerschutzaus-

schuss. Die Erträge aus den

Windenergieanlagen, an denen

die Gemeinde Beteiligungen

hält, lagen insgesamt 20 Prozent

unter den Prognosen. „2015 war

dagegen ordentlich, da lagen

wir deutlich über den prognosti-

zierten Werten. Der Wind wehte

2016 deutlich schwächer als er-

wartet.“

Im Januar 2016 gab es auch

noch gute Zahlen, dann aber

setzte schon die Flaute ein, von

Juni bis Dezember sehr dra-

stisch. Im September lagen die

Erträge gar 53 Prozent unter

dem Sollwert.

Die Gemeinde Zetel ist an drei

Windparks/Anlagen

beteiligt;

an Spolsen mit 30 Prozent, an

Driefel II mit 100 Prozent und an

Driefel IV mit 66,66 Prozent.

Spolsen

brachte

2016

320.000 Euro weniger Um-

satzerlöse als 2015 und einen

Jahresüberschuss von 196.000

Euro (Auskehrung an Gemein-

deökostrom 60.000), Driefel II

123.800 Euro weniger und einen

Überschuss von 130.000 Euro

(keine Auskehrung, weil eine

Liquiditätsreserve

verbleiben

muss), Driefel IV 93.540 Euro

weniger und einen Überschuss

von 102.700 Euro. Hier ist eine

Auskehrung von 130.000 Euro

möglich, weil Überschüsse aus

den Vorjahren vorhanden sind.

Die

Fotovoltaik-Anlagen

der Gemeinde brachten 2016

36.000 Euro ein – das sind 1.000

Euro mehr als geplant.

Aus den Einnahmen der Öko-

strom-Gesellschaft wird das

Mehrfamilienhaus mit 14 Woh-

nungen in der Straße Am Wall

finanziert, das die Gemeinde

derzeit errichten lässt, um mehr

günstigen Wohnraum zu schaf-

fen: „Die Arbeiten sind in vollem

Gange, und mit der Ausgabe

von 1,8 Millionen Euro liegen

wir unter den kalkulierten Ko-

sten“, informierte Bernd Hoinke

und zerstreute die Sorgen, dass

das Projekt durch das schlechte

Windjahr gefährdet sein könnte:

„Es kann gar nichts passieren,

wir stehen insgesamt gut da.“

(jf)

„Niedersachsen ist Energieland Nummer eins“

Zetel.

Zur Gesprächsrunde

im neuen Jahr hatte die Zeteler

SPD vergangenen Freitag zum

Thema „Energiewende – wohin

geht die Reise?“ geladen. Als

Gäste in der Gesprächsrunde

waren Olaf Lies, Minister für

Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

und Matthias Brückmann, Vor-

standsvorsitzender der EWE im

Wehdehof in Zetel. Moderiert

wurde der Abend durch die freie

Journalistin Carola Schede.

Für die Zukunft sind sich die

Gesprächsteilnehmer einig: die

Energiewende wird kommen.

Windenergie ist die effizienteste

Art der erneuerbaren Energien.

Am Anfang gab es viele kleine

Anlagen, nun große Anlagen in

Parkstruktur mit großer Ener-

gieeffizienz. Die Gemeinde Zetel

hat sich schon sehr früh für den

Einsatz erneuerbarer Energien

entschieden und das Potenzi-

al der Windkraft erkannt. Doch

es gibt auch einige Menschen,

die der Bau der Windkraftanla-

gen stört. Oftmals gelten Wind-

kraftanlagen als „Verspargelung

der Landschaft“. So kamen am

Freitagabend auch einige kri-

tische Stimmen, unter anderem

der Bürgerinitiative gegen die

Windparkanlage im Herren-

moor, zu Wort.

„Das gesamte Thema En-

ergiegewinnung ist in unserer

Gesellschaft negativ besetzt“,

findet Minister Lies. Deshalb

zeigte Lies die positiven Sei-

ten auf. Die Energiewende sei

ein Jobmotor für die gesamte

Region. Der Nordwesten habe

wegen des Windes einen so

großen Standortvorteil, dass

die Region von der ganzen Welt

gesehen wird. Schon jetzt gelte

Niedersachsen als Energieland

Nummer 1. Brückmann be-

tonte, sogar die Japaner hätten

das Potenzial des Nordwestens

erkannt. „Es sollte uns stolz

machen, dass Niedersachsen

weltweit als Ort für Innovation

und modernste Technik, als

führend im Ausbau der erneuer-

baren Energien gilt“. So könnte

schon in naher Zukunft die „En-

ergie Coast“ Unternehmer aus

der ganzen Welt anziehen.

„Meine Kinder wachsen

in Sicht- und Hörweite eines

Windparks auf. Und das ist mir

x-Mal lieber als in Rodenkirchen

neben dem Kernkraftwerk Un-

terweser“, betont Lies, der mit

seiner Familie in der Gemeinde

Sande wohnt. Er verstehe auch

die Argumente der Gegenstim-

men. Aber es gäbe keine Wirt-

schaft und keine Arbeitsplät-

ze, wenn bei jedem Bau einer

Bahn- oder Autobahnstrecke

sowie neuer Windparks, jeder

negative Aspekt berücksichtigt

würde. „Ich schaue gerne auf

die Windräder, denn für mich

sind sie ein Zeichen von für Er-

neuerung und Zukunft“, meinte

Lies.

Für die Zukunft müsse es

nun aber neue Konzepte der

Finanzierung geben. Der Aus-

gleich der Vertragsentgelte

würde kommen und so die La-

sten der Energiewende über

alle Übertragungsnetzbereiche

gerecht verteilt werden. Außer-

dem müssten die Bürger mehr

an Windparks beteiligt und das

große Potenzial der Region

besser kommuniziert werden.

Denn schließlich steht eins fest:

über kurz oder lang werden die

erneuerbaren Energien die her-

kömmlichen Formen der Ener-

giegewinnung ablösen.

(sb)

Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies erklärt: „Dem

Nordwesten gehört die Zukunft!“

Foto: Svea Bücker

Laway mit „Winterleed 2017“ nun doch in Zetel

Zetel.

Wegen der großen

Nachfrage und weil auf Juist ein

geplantes Konzert nicht statt-

finden konnte, kommen

Laway

und La KeJoCa

nun doch noch

nach Zetel: Am

Freitag, 3. Fe-

bruar,

geben sie um 19.30 Uhr

ein Zusatzkonzert in der St.

Martins-Kirche.

Kopf des Trios La KeJoCa ist

Keno Brandt, der Sohn des La-

way-Bandleaders Gerd Brandt.

Gemeinsam mit Carmen Ban-

gert aus Dortmund und Jonas

Rölleke aus Landau in Nordhes-

sen spielen sie New-Country

aus Nashville und Folkmusik aus

Lateinamerika, Irland, Spanien

und Frankreich.

Handgemachte

Folkmusik,

tiefgehende Songtexte, Lieder,

die Hoffnung und Stärke bein-

halten, das ist das ganz Beson-

dere an Laway. Laways Liebe

zu irisch-schottischen Klängen

ist dabei nicht zu überhören,

Aufgrund der kurzen Vorlauf-

zeit gibt es keinen Vorverkauf

mehr. Die Karten können unter

04422/986001 oder online

unter

info@laway.de

vorbestellt

werden.