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Sport

Friebo 4/2017

SG VTB-Altjührden unter Zugzwang

Varel.

Die Heimpleite aus

dem Spiel vor zwei Wochen, als

ein zumindest in der 1. Spiel-

hälfte völlig indisponiertes Team

der SG VTB/Altjührden gegen

die U23 des SC Magdeburg im

Abstiegskampf zwei Big-Points

abgab, hat die unglaubliche

Euphorie, die sich nach dem

Super-Auftritt gegen den HSV

Hamburg im Dunstkreis der

Mannschaft breitmachte, mit

einem Schlag wieder weggepu-

stet. Was blieb, ist die Erinne-

rung an insgesamt drei Auftritte

dieser Art (Aurich, Flensburg

und Hamburg), verbunden mit

dem Wissen „Wir können mit-

halten“, – aber auch mit der

Erkenntnis „leider nicht dauer-

haft!“

An diesem Samstag kommt

es zum nächsten Abstiegs-

Kracher mit richtungsweisender

Bedeutung. Und bevor es dann

am 18. Februar zum Nordwest-

Derby mit dem OHV Aurich

kommt, wartet am nächsten

Wochenende noch das 3. di-

rekte Abstiegsendspiel beim

Tabellenvorletzten GW Werder.

Die SG-Mannschaft ist, wie es

derzeit so schön im Sprach-

gebrauch des Sportes heißt,

aufgefordert „zu liefern“. Aber

keine Erklärungsversuche oder

gar Ausreden für erneute Mi-

nusleistungen, sondern schlicht

und ergreifend Punkte. „Gegen

Beckdorf muss ein deutliches

Zeichen mit Nachhaltigkeit her!“

Darüber gibt es in Kreisen der

Anhänger des Drittligisten SG

VTB/Altjührden keine zwei Mei-

nungen. Nur Punkte nähren die

Hoffnungen der Anhänger, de-

ren Einsatz auf der Tribüne von

SG-Seite bei jeder Gelegenheit

beschworen wird, zumindest

ansatzweise und sorgen für

entsprechende Zuschauerzah-

len in der Manfred-Schmidt-

Sporthalle. Die Vision, dass die

Halle beim Derby gegen Aurich

zum letzten Mal gut gefüllt ist,

dass die Kulisse ihre Aufgabe

im Abstiegskampf übernehmen

kann, ist nicht von der Hand zu

weisen. Wer wissen will, wie

bedrückend und ungemütlich

die Stimmung in einer schlecht

besetzten Altjührdener „Pfei-

lerhalle“ ist, der sollte mal Arek

Blacha oder Maik Radig fragen,

die nach dem Zweitligaabstieg

1995 in der folgenden Spielzeit

vor Minuskulissen zwischen 200

und 300 Zuschauern gespielt

haben. Gegner Beckdorf

lieferte am vergangenen

Spieltag eine passable

Leistung ab und verlor

gegen die Stiere aus

Schwerin nur knapp mit

24:25. Vielleicht lässt

sich diese vermeindliche

Steigerung nach dem

Debakel gegen Potsdam

in der Woche davor auf

die Rückkehr des Routi-

niers Stefan Völkers zu-

rückführen, der sich vor

zwei Jahren vom Drittli-

gateam zurückzog, sich

jetzt aber wieder bereit-

fand, Hand anzulegen

bei dem Versuch, dem

SV Beckdorf die Klasse

zu halten. Zwar gab es

bei seinem Debut noch

Abstimmungsschwierigkeiten,

die jedoch in der 2. Trainingswo-

che nach seinem überraschen-

den Comeback zumindest redu-

ziert worden sind. Die SG VTB/

Altjührden klagt aktuell über den

Verlust von Kreisläufer Fabian

Hartwich, der sich im Freund-

schaftsspiel gegen WHV offen-

sichtlich schwerer an der Schul-

ter verletzte. Irgendwie wird

man das Gefühl nicht los, dass

die Zittersaison der SG VTB/Alt-

jührden bereits in vollem Gang

ist. Anpfiff Samstag, 19.30 Uhr

in der Manfred-Schmidt-Sport-

halle Altjührden.

(mp)

Ob sie’s wollen oder nicht: Die Mannschaft der SG VTB/Altjührden

und ihr Team drumherum (blaue Shirts) stehen mitten drin in einer

weiteren Zittersaison.

Abschluss der Klinker-Cup-Ausgabe 2017

Zetel.

Mit dem Turnier „Fries-

lands Beste“ findet die Klinker-

Cup-Ausgabe 2017 an diesem

Sonntag ihren sportlichen Hö-

hepunkt und Abschluss. Erneut

treten zehn friesische Mann-

schaft an und bewerben sich um

die Trophäen des Klinker-Cups

und die Hallenmeisterschaften

des NFV-Kreises Friesland, der

sich seit 2001 dem Zeteler Orga-

nisationsrahmen angeschlossen

hat. Seit 1987 steht dieses Hal-

lenturnier also im Sportkalender

der Region. In der Siegerliste

des Wettbewerbs, der jeweils am

letzten Januarwochenende aus-

gespielt wird, stehen 8 Vereins-

namen. Die meisten Erfolge fuhr

der FC Heidmühle ein, der 8mal

siegreich war und sich allein seit

2013 dreimal in die Gewinnerliste

einschrieb. Gastgeber FC Zetel

steht mit 7 Siegen gleich dahin-

ter, wartet allerdings schon seit

2006 auf einen weiteren Erfolg.

Noch länger, nämlich 16 Jahre,

wartet der TuS Varel 09, der mit

vier Siegen am Stück die läng-

ste Serie hält, auf einen Sieg. Es

folgen der TuS Obenstrohe mit 3

sowie der BV Bockhorn und der

TuS Dangastermoor mit jeweils

zwei Erfolgen. Jeweils einen

Sieg sicherten sich der TV Neu-

enburg, der FSV Jever und der

FC Hooksiel.

Das Turnier 2017 beginnt am

Sonntagmorgen um 10 Uhr mit

der Gruppe A und der Partie der

„Stadtrivalen“ TuS Büppel und

TuS Varel 09. Die Favoritenstel-

lung für den Turniersieg besetzt

auf jeden Fall der Herbstmeister

der Bezirksliga FC Heidmühle,

der bei verschiedenen Turnieren

in der Winterpause seine Hallen-

tauglichkeit bewiesen hat. Ob

Obenstrohe und Bockhorn ihre

durch die Ligazugehörigkeit zu-

gewiesene Rolle besetzen kön-

nen, ist nicht sicher, da beide

Mannschaften aufgrund verletz-

ter Akteure voraussichtlich nicht

die beste Hallenbesetzung auf-

bieten können. Dennoch wäre

ein Halbfinale (Beginn 15.30

Uhr) mit Heidmühle, Obenstro-

he, Bockhorn und Sande oder

Gödens ein Stück Normalität.

Die anderen Teams dürften wohl

nicht über eine Statistenrolle hi-

nauskommen. Es ist übrigens

ungeschriebenes Klinker-Cup-

Gesetz, dass jeweils bei einem

runden Geburtstag besondere

Ereignisse stattfinden. Nach

10 Jahren war es der TV Neu-

enburg (1997), nach 20 Jahren

der TuS Obenstrohe (2007), die

jeweils als Kreisligisten den Klin-

ker-Cup abräumten. Vielleicht

wird diese Tradition beim 30.

Geburtstag ja fortgesetzt!

(mp)

Titelverteidiger FC Heidmühle ist auch bei der Klinker-Cup-

Ausgabe 2017 der hohe Favorit. Es wäre der 3. Sieg in Folge

und der 9. in der nunmehr 30jährigen Klinker-Cup-Geschichte.