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04. Februar 2017

Varel

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Radweg an Neuwangerooger Straße für 2019 geplant

Kreis will Nebenanlage bauen lassen – Voraussichtlich keine Nutzungspflicht – Kosten bei ca. 450.000

E

Varel.

Seit Jahren wird er ge-

fordert, unter anderem Stadt-

ratsmitglied Rudi Böcker hatte

sich immer wieder dafür stark

gemacht – nun wird die Pla-

nung für einen Radweg entlang

der Neuwangerooger Straße

konkret. Mit einem Baubeginn

ist allerdings frühestens in gut

zwei Jahren zu rechnen, denn

zunächst muss ein Planfeststel-

lungsverfahren auf den Weg ge-

bracht werden.

Da es sich um eine Kreisstraße

handelt, ist für Planung und Bau

der Landkreis Friesland zustän-

dig, der dafür die Landesbehör-

de für Straßenbau und Verkehr in

Aurich beauftragt. Thorsten Hin-

richs, Leiter des Fachbereichs

Straßenverkehr beim Landkreis,

und Erwin Fritscher von der Lan-

desbehörde stellten Grundzüge

der Planung am Mittwoch im

städtischen Straßen- und Ver-

kehrsausschuss vor. Knapp tau-

send Meter lang wird der neue

Weg werden, er soll von der B

437 bis zum Ortseingang Varel,

also etwa bis an das gelbe Orts-

schild reichen. Der innerörtliche

Teil der Straße muss auch künf-

tig ohne Radweg auskommen.

Man habe ausführlich auch mit

der Unteren Naturschutzbehör-

de erörtert, auf welcher Seite

der Radweg verlaufen soll, so

Fritscher. Schließlich habe man

sich für einen Verlauf östlich

der Straße, auf Seiten der alten

Deponie entschieden. „Das hat

auch den Vorteil, dass die Nut-

zer nicht erst wieder die Kreis-

straße überqueren müssen,

wenn sie die Querungshilfe über

die B 437 nutzen wollen.“

Der neue, asphaltierte Weg

wird eine Breite von zwei Metern

haben und im Abstand von min-

destens 1,50 Metern zur Fahr-

bahn verlaufen. Im Ausschuss

flammte prompt die Diskussion

auf, ob es sich denn tatsächlich

„de jure“ um einen Radweg oder

vielmehr um einen Gehweg, der

auch für Radfahrer zur Nutzung

freigegeben wird, handeln wer-

de. „Der Landkreis plant und

baut Radwege“, betonte da-

raufhin Thorsten Hinrichs, „wie

damit im Anschluss verkehrsbe-

hördlich umgegangen wird, ist

eine zweite Frage.“ Tatsächlich

wird es wohl auch auf diesem

neuen Radweg keine Benut-

zungspflicht für Radfahrer ge-

ben können, da eine „beson-

dere Gefahrenlage“, die eine

solche Anordnung rechtfertigen

würde, nicht besteht und zudem

die heute vorgegebenen Breiten

nicht eingehalten werden.

Planung und Bau des Rad-

weges entlang der K 113 wer-

den nach ersten Schätzungen

mit rund 450.000 Euro zu Buche

schlagen, man gehe davon aus,

Fördermittel von Land und Bund

in Anspruch nehmen zu können,

so Thorsten Hinrichs.

Etwa 40.000 Euro muss die

Stadt Varel aufbringen, um für

Fußgänger und radfahrende

Kinder den Anschluss an den

im nördlichen Bereich vorhan-

denen Fußweg zu gestalten.

Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner äußerte Bedenken hin-

sichtlich der Planung: „Wir kön-

nen die Fahrradfahrer nicht auf

diesen Weg zwingen, zudem

muss die Stadt auch investie-

ren. Das ist schon mit Blick auf

die Haushaltslage schwierig.“ Er

sehe aber das Dilemma, dass

ein lange geforderter Radweg

durch die Gremien kaum ab-

zulehnen sei. Doch Wagner er-

innerte auch an die im Raume

stehenden Überlegungen für

eine nordöstliche Ortsumge-

hung, die unmittelbar in diesem

Bereich verlaufen würde. „Das

ist meines Erachtens derzeit

nicht ganz ausgegoren“, so der

Bürgermeister.

Im Ausschuss aber war man

sich überwiegend einig, dass

der Radweg – bzw. die „Ne-

benanlage“ – gebaut werden

müsse. Rudi Böcker etwa er-

klärte sich zufrieden, dass nun

„endlich Bewegung in die Sache

kommt, das war überfällig“. Und

Sabine Kundy (Zukunft Varel)

betonte, die Verbesserung der

Anbindung sei wichtig mit Blick

auf die touristische Bedeutung

des Vareler Hafens.

Im Sommer soll laut Erwin

Fritscher das Planfeststellungs-

verfahren eingeleitet werden.

Dabei wird es zu Beginn auch

eine Information für Anlieger

und

Grundstückseigentümer

geben.

(tz)

Neuwangerooger Straße in Richtung Hafen: Vorn rechts im

Bild wird der geplante Radweg enden. Für Fußgänger soll

eine Weiterführung bis an den vorhandenen Gehweg vor der

Wohnbebauung geschaffen werden.

Foto: Tietz

Jetzt anmelden zum Frühjahrsputz in der Natur

Aktionswochenende am 24. und 25. März – Schulen und Vereine sind aufgerufen

Varel.

Für mehr Sauberkeit in

Wald und Flur wird es auch in

diesem Jahr in Friesland einen

groß angelegten Frühjahrsputz

geben. Die kommunenüber-

greifende Aktion wird von den

Gemeinden und dem Landkreis

Friesland organisiert und un-

terstützt. Zum 20. Mal werden

anno 2017 engagierte Helfer

aus ganz Friesland während der

Aktion „Frühjahrsputz“

am 24.

und 25. März

öffentliche Wege

und Grünflächen vom Unrat be-

freien.

So werden Schulklassen,

Kindergartengruppen, Vereine,

Verbände und engagierte Bür-

gerinnen und Bürger aus den

Landkreisen Fries-

land und Wittmund

in Sachen Umwelt-

schutz auf Straßen

und Wegen der

Region unterwegs

sein. Auch für die

Stadt Varel ist der

Frühjahrsputz zu

einem festen Be-

standteil in der

S t a d t b i l dp f l e g e

geworden. Verbände, Vereine,

Institutionen, Dorfgemeinschaf-

ten und Schulen beteiligen sich

jährlich an dieser Aktion und

räumen gemeinsam die Stadt

auf.

Zur gleichen Zeit beginnen die

Vareler Schulen und

Kindergärten der

beteiligten Städte

und

Gemeinden

mit der Müllsam-

melaktion. Aus den

bisherigen Erfah-

rungen kann ge-

sagt werden, dass

das Aufräumen den

meisten

Kindern

richtig Spaß macht.

Für die Aktion am Samstag

sind Bürger, Vereine und Schu-

len herzlich aufgefordert, sich

zu beteiligen. Ausgestattet mit

Handschuhen und Abfallsä-

cken, die vom städtischen Bau-

hof ausgegeben werden, wird

gesammelt, was nicht in die

Landschaft gehört. Der Unrat

wird dann von Mitarbeitern des

Stadtbetriebes an vorher abge-

stimmten Stellen nach der Putz-

aktion eingesammelt.

Im vergangenen Jahr haben

sich mehr als 1.300 Helfer an

der Aktion beteiligt, darunter

fast 1.100 Kinder aus Schulen

und Kindergärten.

Anmeldungen zur Beteili-

gung werden bei der Stadt Varel

unter

04451/1260 entgegen-

genommen, eröffnet wird die

Frühjahrsputzaktion 2017

am

Freitag, 24. März,

mit einem

Startsignal für die Klassen und

Kindergartengruppen.