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Varel

Friebo 5/2017

„Sie können sich auch in Zukunft von uns getragen fühlen“

Eine willkommene Spende für das Hospiz in Varel: Klaus Blum (LzO), Anke Kück und Peter

Demmer (Vorstandsmitglieder der Hospizbewegung), Daniel de Vasconcelos, Irene Mül-

ler und Maria Renzmann (alle mission:lebenshaus), die ehrenamtliche Mitarbeiterin Berni

Thiele und Gabriele Mesch von der LzO Stiftung vor dem Büro des Vereins in der Windallee

15.

Foto: Jaqueline Guthardt

LzO Stiftung: 20.000 Euro Spende – Weitere Förderung aus dem Rosemarie Wöbbeking Stiftungsfonds

Teezeit im Trauertreff

Varel.

Trauernde erleben oft,

wie Freunde, Bekannte und Ver-

wandte sich zurückziehen. Im

Rahmen einer Teezeit am

Mitt-

woch, 8. Februar

, haben Trau-

ernde die Möglichkeit, andere

Betroffene kennen zu lernen,

die den eigenen Kummer ver-

stehen und nachfühlen können.

Hier können sich die Trauernden

über das Erleben ihrer Trauer

austauschen.

Unabhängig von Alter, Re-

ligion und Herkunft sind alle

herzlich willkommen. Begleitet

werden die Gespräche von ge-

schulten Ehrenamtlichen.

Am jedem 2. Mittwoch im Mo-

nat wird die Teezeit von 10 bis

11.30 Uhr in den Räumen der

Hospizbewegung Varel, Windal-

lee 15, angeboten. Eine Anmel-

dung ist nur erforderlich, wenn

eine Kinderbetreuung während

der Gesprächszeit übernom-

men werden soll.

Weitere Informationen zur Ar-

beit der Hospizbewegung auch

unter

04451/804733 oder

hospiz-varel.de

Ein Tag für Ausbildung & Arbeit

Wilhelmshaven.

Ausbil-

dungs- und Arbeitsplätze so-

wie schulische Ausbildungen

bieten Arbeitgeber und Berufs-

fachschulen auf zwei Börsen

am

Donnerstag, 9. Februar,

an. Die Stadt Wilhelmshaven

setzt im Gorch-Fock-Haus den

Schwerpunkt auf soziale Berufe.

In der Agentur für Arbeit reicht

das Berufe-Spektrum von der

Köchin über den Elektriker bis

zur Versicherungskauffrau. Hier

suchen Betriebe auch neue Mit-

arbeiter für offene Arbeitsstellen.

Die Messe „Sozial in die Zu-

kunft“ zeigt berufliche Perspek-

tiven im sozial-pädagogischen

Bereich auf. Es präsentieren sich

verschiedene

Einrichtungen,

Institute und Bildungseinrich-

tungen jeweils von 10 bis 14 Uhr

und von 16.30 bis 18.30 Uhr. Die

Messe findet statt im Gorch-

Fock-Haus, Viktoriastraße 15,

der Eintritt ist kostenlos. Im

Berufsinformationszentrum der

Arbeitsagentur Wilhelmshaven,

Schillerstraße 37, gibt es von 14

bis 17 Uhr Hilfe bei Berufswahl,

Bewerbung und Stellensuche.

Besucher können sich beraten

lassen und auch direkt bei Un-

ternehmen vorsprechen. Sechs

Arbeitgeber, die Auszubildende

für den Herbst suchen, haben

sich bereits angekündigt. Einige

suchen darüber hinaus Arbeits-

kräfte, unter anderem Reini-

gungspersonal, Erzieher/innen

und Verkäufer/innen. Sie be-

antworten gern Fragen zu ihren

Ausbildungs- und Arbeitsange-

boten. Zusätzlich stellen einige

Unternehmen ihr Ausbildungs-

angebot in einem Kurzvortrag

vor. Besucher sollten ihre Be-

werbungsunterlagen mitbringen.

Interessierte Arbeitgeber kön-

nen sich auch kurzfristig noch

anmelden unter

04421/298-

4509 bzw. -1201.

Varel.

„Ihr Vorhaben ist ein

Modellprojekt für die ganze

Region und wir unterstützen es

gerne, zumal es auch landkreis-

übergreifend ausgerichtet ist“,

betonte Gabriele Mesch von der

LzO Stiftung.

Gemeinsam mit LzO Regi-

onaldirektor Friesland, Klaus

Blum, überbrachte sie einen

eindrucksvollen Scheck in Höhe

von 20.000 Euro zur Unterstüt-

zung des Hospizes, das auf dem

ehemaligen Gelände der Fries-

land Kaserne entstehen soll.

Beide betonten, dass das

Thema viele Menschen sehr

persönlich beschäftige. Klaus

Blum: „Das ist eine sehr große

Aufgabe, die sie hier leisten und

ich bin fest überzeugt, dass das

neue Projekt gelingt und als

Leuchtturmprojekt über die Re-

gion hinausstrahlen wird.“

Insgesamt gehen aus Mitteln

der LzO Stiftung jährlich etwa

1,2 Millionen Euro als Förderung

in Projekte der Region. „Wir ha-

ben bis zu 800 Anfragen und

versuchen, alle fair und transpa-

rent zu berücksichtigen“, sagte

Gabriele Mesch. Der Betrag in

Höhe von 20.000 Euro sei da

einer der ganz großen Beträge,

„...aber in Verhältnis zu den Ge-

samtkosten ist es natürlich auch

nur ein kleiner Teilbetrag.“.

Die Geschäftsführerin der Re-

gionalen Stiftung der Landes-

sparkasse zu Oldenburg hatte

aber eine weitere gute Nach-

richt. „Unser Engagement hört

mit dieser Zuwendung nicht

auf. Aus Mitteln des Rosemarie

Wöbbeking Stiftungsfonds kann

auch in der Zukunft mit weiterer

Förderung gerechnet werden.“

Die ehemals in Varel sehr aktive

Geschäftsfrau ist im November

letzten Jahres verstorben und

war der Vareler Hospizbewe-

gung schon seit Jahren sehr

verbunden. So ist das heutige

Büro auch in Räumen ihres ehe-

maligen Geschäftssitzes in der

Windallee 15 untergebracht.

„Wir sind dem Engagement sehr

gewogen und werden diesem

Haus aus den jährlichen Erträ-

gen der Stiftung weitere Beträge

zuführen. Sie können sich also

auch in den nächsten Jahren

sehr getragen fühlen.“

Daniel de Vasconcelos, der

Geschäftsführer der „Haus der

Hospiz- und Palliativarbeit ‚Am

Jadebusen‘ gGmbH“, dank-

te herzlich: „Wir spüren die

große Unterstützung seitens

der Vareler und auch der hier

vor Ort schon aktiven Ehren-

amtlichen.“ Er machte deutlich,

dass weit mehr geplant sei als

eine stationäre Einrichtung:

„Hier finden alle Akteure ein ge-

meinsames Dach um schwerst-

kranken Menschen Hilfe zu ge-

ben.“ Dazu gehören neben der

mission:lebenshaus, die den

stationären Bereich betreuen

wird, auch die Vareler Hospiz-

bewegung und das Palliativnetz

am Jadebusen. Irene Müller von

der mission:lebenshaus machte

deutlich: „Ambulante und stati-

onäre Arbeit die Hand in Hand

geht, das ist uns wichtig und da-

für stehen wir auch mit diesem

Modellprojekt.“

Das zeige sich auch durch

die große einladende Tür, die in

das neue Haus führen werde,

wie Anke Kück, die Vorsitzende

der Vareler Hospizbewegung,

erläuterte: „Wir haben diese Tür

bewusst so geplant, damit sich

das Haus und die Hilfsangebote

ganz leicht für die Menschen öff-

nen, die diese Unterstützung so

dringend brauchen. Uns bewegt

immer wieder, wie sehr dieses

Projekt von den Menschen in

und um Varel getragen wird –

das macht uns sicher, dass wir

auf dem richtigen Weg sind.“

Und Irene Müller ergänzte:

„Dieses Haus, das noch gar

nicht steht, ist schon längst bei

den Menschen hier in der Regi-

on angekommen.“

(fb)