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Varel

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Bürger sollen über Umgehungsstraße abstimmen

CDU-Antrag an Stadtrat: Einschätzung zu „Alternative Tunnelbau“ einholen – Bürgerentscheid vorbereiten

Varel.

Die Vareler CDU möch-

te prüfen lassen, ob ein Tunnel

entlang der Ortsdurchfahrt B

437 eine Alternative zu einer

Ortsumgehung im Nordwesten

der Stadt sein kann. Der Stadt-

rat und seine Gremien sollen ei-

nen Fachmann dazu hören und

schließlich die Frage nach der

technischen und finanziellen

Machbarkeit einer solchen Tun-

nellösung grundsätzlich klären.

Zur Begründung dieses An-

trags heißt es bei der CDU-

Fraktion: „Die Verkehrssituation

wird seit einigen Jahren von vie-

len Bürgern als unerträglich be-

wertet. In diesem Zusammen-

hang wird sehr häufig der Bau

einer Nordumgehung als einzig

verbliebene Möglichkeit zur

Problemlösung erachtet. Alter-

nativ hierzu regen einige Bürger

den Bau eines Tunnels an, um

die Verkehrsprobleme, den da-

mit einhergehenden Zeitverlust

sowie Lärm- und Abgasemissi-

onen zu lindern.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzen-

de Hergen Eilers hatte schon

beim Neujahrsempfang des

Ortsverbandes keinen Hehl da-

raus gemacht, dass er einen

solchen Tunnel, wenngleich in

offener Bauweise, für kaum re-

alisierbar hält. Schon baulich-

technische Gründe stünden

dem vermutlich entgegen, von

Fragen des Grunderwerbs und

der kaum zu ermessenden Ko-

sten ganz zu schweigen.

Die (vermeintlich) enorme

Verkehrsbelastung auf der Orts-

durchfahrt der B 437 wird seit

Jahren nicht nur von Anwoh-

nern beklagt. Insbesondere die

„gefühlte“ Situation entlang der

Bürgermeister-Heidenreich-

Straße ist immer wieder Anlass

für hitzige Debatten. Sie steht

dabei nicht immer in Einklang

mit den tatsächlich gemessenen

Zahlen. So hatte der Verkehrs-

planer Dr. Rainer Schwerd-

helm in der Vergangenheit wie-

derholt im Fachausschuss des

Stadtrats darauf hingewiesen,

dass der Anteil des tatsäch-

lichen Durchgangsverkehrs auf

der B 437 „traditionell arg über-

schätzt“ werde. Nach einem

von Schwerdhelms Ingenieur-

büro erstellten Verkehrsmodell

wird die Ortsdurchfahrt zwi-

schen Windallee und Olden-

burger Straße täglich von etwa

17.000 Fahrzeugen genutzt –

nur rund ein Viertel davon, etwa

4.100 Fahrten, entfällt auf ech-

ten Durchgangsverkehr. Alles

andere ist Ziel- und Quellver-

kehr oder Binnenverkehr –

Fahrten also, die erst innerhalb

des Betrachtungsraumes (hier

das engere Stadtgebiet) begin-

nen, dort enden oder beides.

Vor diesem Hintergrund wird

auch der Bau einer Umgehung

nicht einstimmig als sinnvoll

erachtet. Insbesondere im von

einem solchen Neubau betrof-

fenen Wohnquartier im Nord-

westen der Stadt gibt es auch

Widerstand gegen die Umge-

hungspläne.

Mit Blick auf den Vorschlag

„Tunnel“ schlägt die CDU-Frak-

tion vor, eine Expertenmeinung

einzuholen, ein „dezidiertes

Gutachten“ halte man hingegen

nicht für erforderlich.

Darüber hinaus beantragt die

CDU, die rechtlichen und pla-

nerischen Voraussetzungen für

einen Bürgerentscheid zum Bau

einer möglichen Umgehungs-

straße im Norden der Stadt

zu schaffen.“ Mit Blick auf die

kommenden Wahlen zum Bun-

destag und zum Landtag könne

ein solcher Bürgerentscheid

auf einen dieser Termine gelegt

werden, um eine entsprechend

gute Wahlbeteiligung zu ge-

währleisten, schreibt der Frak-

tionsvorsitzende Hergen Eilers.

„Die CDU-Fraktion sowie der

Vorstand des CDU-Stadtver-

bandes sind der Ansicht, dass

das Thema Umgehungsstraße

wegen der durchgängig un-

terschiedlichen Haltung hier-

zu in der Bevölkerung von den

Bürgern entschieden werden

sollte.“ Ein positives Votum kön-

ne dann der Startschuss für die

Landesregierung sein, die Pla-

nung für den Bau aufzunehmen.

„Aufgrund des nur schleppend

verlaufenden Abrufs von bereit-

gestellten Mitteln für Maßnah-

men des Bundesverkehrswege-

plans erscheint es derzeit mög-

lich, dass auf die Umsetzung

dieser – dann von den Bürgern

akzeptierten – Entlastungs-

straße kein Jahrzehnt gewartet

werden muss“, argumentiert

die CDU Varel. Die Entschei-

dung für oder gegen eine Entla-

stungsstraße sei von nur gerin-

ger Komplexität, allerdings mit

möglicherweise weitreichenden

Folgen für die Entwicklung von

Varel. „Die CDU wünscht sich

hierzu eine offene und fair ge-

führte Diskussion, die sämtliche

Argumente und Interessenlage

offenlegt und schließlich eine

demokratische, von allen ak-

zeptierte Entscheidung herbei-

führt“, heißt es abschließend in

dem Antrag an den Stadtrat.

(tz)

Kreuzung B 437/Windallee: Ist der Verkehr auf der Orts-

durchfahrt so enorm, dass eine Umgehung oder gar eine

Unterführung gebaut werden muss? Auf Vorschlag der CDU

sollen das die Vareler Bürger entscheiden.

Foto: M. Tietz

Kirchentags-Sonntag: Gottesdienst will neugierig machen

Varel.

Im Blick auf den im Mai

stattfindenden Deutschen Evan-

gelischen Kirchentag in Berlin

und Wittenberg wird am

Sonn-

tag, 12. Februar

, deutschland-

weit der sogenannte Kirchen-

tags-Sonntag gefeiert. Für die

oldenburgische Kirche findet

dieser

Kirchentags-Sonntag

in der Vareler Schlosskirche

statt. Der Vorsitzende des Kir-

chentags-Landesausschusses

für die oldenburgische Kirche,

Pfarrer Christian Lühder, feiert

zusammen mit der Vareler Kir-

chengemeinde und Pfarrer Tom

O. Brok den Gottesdienst zur

Losung des Kirchentags „Du

siehst mich“.

Unter dem Motto „Du siehst

mich“ aus dem ersten Buch

Mose stehen dann auch vom 24.

bis zum 28. Mai die über 2.500

kulturellen, geistlichen und ge-

sellschaftspolitischen

Veran-

staltungen des Kirchentags.

Unter den Veranstaltungen sind

viele prominent besetzte Podien

zu aktuellen gesellschaftlichen

Themen wie Flucht und Migrati-

on, Frieden, Zusammenhalt und

Klimaschutz sowie eine große

Zahl von Kultur-Programmpunk-

ten, darunter Konzerte der Wise

Guys und der Berliner Sympho-

niker. Höhepunkt des Kirchen-

tags ist der Festgottesdienst vor

den Toren Wittenbergs am 28.

Mai, anlässlich des 500. Jubilä-

ums der Reformation.

Auf all das will der Gottes-

dienst am 12. Februar in Varel

neugierig machen. Darin sollen

bereits die neuen Lieder des Kir-

chentags gesungen werden. Mit

seiner Predigt möchte Pfarrer

Christian Lühder den Menschen

die Losung des Kirchentags „Du

siehst mich“ nahe bringen. Mu-

sikalisch begleiten den Gottes-

dienst in der Vareler Schlosskir-

che Kantor Thomas Meyer-Bau-

er und Kantorin Dorothee Bauer.

Um 9.45 Uhr startet das Einsin-

gen der Lieder. Beginn des Got-

tesdienstes ist um 10 Uhr.