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Kultur & Szene

Friebo 7/2017

10. Newtimer-Abend im Zeteler „Tivoli“

Timer-Gänger treffen sich bei Fidi – Uwe Mannsbarth und Jens Völkel legen die alten Scheiben auf

Zetel.

Wer heute so um die 60

ist und seine Jugend in der Re-

gion verbracht hat, dem ist der

„Timer“ im ehemaligen Kurhaus

am Urwald (heute Wohnhanlage

WiKi) ein Begriff.

Die Discothek „Newtimer“,

betrieben von Familie Renken,

war zehn Jahre lang – von 1974

bis 1984 – aus verschiedenen

Gründen Kult in ganz Friesland.

Hier lief zum Beispiel viel Mu-

sik, die sich etwas außerhalb

des Mainstreams bewegte – von

Jazz bis hin zu so genanntem

progressive Rock.

Es war schummerig, es gab

Sofa-Ecken und die Betreiber-

Familie Renken hatte etwas lie-

benswert-skurriles. Zum Timer

schlurfte man in Birkenstocks

und Jesuslatschen, gewandet

in Batikhosen oder wallenden

Kleidern.

Ja, das hatte schon was da in

dem ehemaligen Tanzlokal am

Urwald, wo schon die Eltern-

Generation der Timer-Gänger

ihre Wochenenden verbrachte.

Während es den Timer nun

schon seit über 30 Jahren nicht

mehr gibt, treffen sich inzwi-

schen bereits seit 2008 jeden

letzten Sonnabend im Februar

die alten Freaks und Freunde

der Diskotehk in der Zeteler

Kneipe „Tivoli“ bei Fidi, um die

alte Mucke zu hören und Leute

von damals wiederzutreffen.

Es soll Menschen geben, die

für diesen Abend extra von weit

her in die alte Heimat zurück-

kehren.

Am

Samstag, 25. Feburar

,

hat diese Veranstaltung also

ihrerseits Jubiläum – es gibt sie

dann schon genauso lange wie

damals die Discothek.

Um20Uhr beginntdie10.New-

timer-Party mit der 70er-Jahre

Jazz-Rock-Mucke von Santana

bis Zappa, aufgelegt von Uwe

Mannsbarth und Jens Völkel.

(jf)

Markenzeichen weiße Schürze – das war Anni. Sie hatte vor-

ne an der Theke für die Sorgen der jungen Gäste stets ein

offenes Ohr. Wer allerdings aus dem Ruder lief, musste mit

einem Rausschmiss rechnen...

Foto: Familie Renken

Sven Ratzke erster „Knurrhahn“-Doppelpreisträger

Entertainer erhält den 30. Wilhelmshavener Knurrhahn

Wilhelmshaven

. Mit den

Worten „Ich komme wieder!“

hatte sich Anfang Novem-

ber vergangenen Jahres Sven

Ratzke von einem begeister-

ten Publikum im Kulturzentrum

Pumpwerk verabschiedet. Dass

er dies als erster Doppelpreis-

träger in der 30jährigen Ge-

schichte des Wilhelmshavener

Knurrhahns tun würde, ahnte

der Entertainer da noch nicht.

„Wie, wie? Das ist ja unglaub-

lich, Wahnsinn, ich bin gerührt!“

reagierte Ratzke jetzt, als er von

der Entscheidung der Jury er-

fuhr.

Der an der deutsch-nieder-

ländischen Grenze in Kranen-

burg geborene Künstler, der be-

reits 2014 die mit 2500 Euro und

der von Dr. Hartmut Wiesner

gestalteten gewichtigen Bron-

zeplastik ausgestattete Aus-

zeichnung in Empfang nehmen

konnte, erhält in diesem Jahr

den Preis für den Auftritt mit sei-

nem aktuellen Programm „Star-

man“. Die Jury würdigt damit

die Leistung des 40-Jährigen,

die er beim Festival der Klein-

kunst mit einer ganz speziellen

David-Bowie-Interpretation auf

die Bühne brachte, unterstützt

von seiner hochkarätigen Band

(Pianist Charly Zastrau, Schlag-

zeuger Haye Jelelma und Flori-

an Friedrich, Bass).

In einer Reihe qualitätsvoller

Wilhelmshavener Kleinkunst-

veranstaltungen in 2016 – un-

ter anderem mit Eva Mattes,

Joachim Krol mit Etta Scollo,

René Sydow, Christian Ehring,

Robert Kreis, Stefan Waghubin-

ger u.v.m. – habe Sven Ratzke

einen ganz außergewöhnlichen

Glanzpunkt gesetzt, der eine

außergewöhnliche

Entschei-

dung rechtfertige. Nach der Ver-

leihung des Knurrhahns für das

Programm „NachtSpiele“ und

dem folgenden Soloprogramm

„Diva Diva“ habe der „Starman“

einen neuerlichen Beweis für

seine Wandlungsfähigkeit und

Innovationskraft geliefert. Als

ein „Magier der Showbühne“

präge er einen eigenen Stil von

Glamour-Cabaret. Dabei zeich-

net Ratzke, der 2001 nach Ber-

lin zog, ein beeindruckender,

beinahe rastloser Schaffensan-

trieb aus: Bereits in diesem Jahr

wird ein weiteres Programm

Premiere haben.

Dem Pumpwerk will Ratzke,

der weltweit wie z.B. in New

York und Melbourne Erfolge fei-

erte, nach seinem ersten Gast-

spiel in der Jadestadt 2010 wei-

terhin treu bleiben. Das nächste

Mal erwartet man wieder ein

volles Haus, wenn er am

Sonn-

tagabend, 21. Mai

, den Preis

aus den Händen von Sparkas-

sendirektor Rolf Brandstrup

und Oberbürgermeister Andre-

as Wagner, der die Laudatio

halten wird, entgegennimmt.

Eintrittskarten gibt es schon

jetzt im Vorverkauf in allen Vor-

verkaufsstellen und online über

www.pumpwerk.de

.

Sven Ratzke

Foto: Privat

Jimmy Eat World – Integrity

Blues

Sie entfernen sich immer wei-

ter von ihren (Pop-)Punk Wur-

zeln und entwickeln ihr Sound-

spektrum weiter, ohne sich in

Platitüden zu verlieren. Und mit

einer Hitsingle, wie „You are

free“ könnten sie an vergangene

Rob Thomas / Matchbox 20-Er-

folge anknüpfen!

(RCA)

Jud – Generation Vulture

David Judson Clemmons ist

zurück im Schoße seiner Band

– und acht Jahre nach ihrem

letzten Album mit einem groß-

artigen Statement zwischen

Alternative, Grunge und Retro-

Rock, zwischen Bush, Amplifier

und Led Zeppelin.

(Supermusic/

Village Slut)

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