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Neuenburg

Friebo 7/2017

Ein gemütlicher Abend – und ein glückliches Land!

Neuenburg.

Zu dem im Frie-

bo 5/17 angekündigten Informa-

tionsabend am 9. Februar im ev.

Gemeindehaus über den Welt-

gebetstag 2017 mit dem Thema

„Philippinen –Was ist denn fair?“

(der Weltgebetstag ist weltweit

die größte ökumenische Basis-

bewegung der Frauen) schreibt

Roland Hanewald

:

„Schon im Vorfeld hatten

die Stichworte ‚Fairness‘ und

‚Gerechtigkeit‘ unter den phi-

lippinischen Frauen in der Frie-

sischen Wehde Unmut und

Befremden ausgelöst, denn sie

waren sich keiner diesbezüg-

lichen Defizite bewusst. Drei von

ihnen kamen trotzdem, mehrere

verzichteten.

Hauptthema des Abends war

die Frau auf den Philippinen. Um

eine Vorstellung dieser armse-

ligen Kreatur zu geben, wurden

eine Wäscherin und eine Nähe-

rin gezeigt. Keine Frau im Büro.

Dabei gehören die Philippinen

mit fast 50 Prozent Frauenanteil

im Management (Deutschland:

28 Prozent) weltweit insofern

zur Avantgarde. Die Eigentüme-

rinnen von wirtschaftlichen Un-

ternehmen stehen mit 69 Pro-

zent (Deutschland: 20 Prozent)

noch besser da.

Eine „Frauenquote“ gibt es

nicht, da diese der Gleichstel-

lung ja diametral widerspricht;

anders als in Deutschland zäh-

len nur Bildung und Tüchtigkeit.

Per Gesetz sind Mann und Frau

gleich, auch in der Bezahlung.

Beim Informationsabend in

Neuenburg war keine der zahl-

reichen Ärztinnen in Sicht, die in

einer der vielen über das gan-

ze Land verteilten Kliniken tätig

sind. Die medizinische Versor-

gung auf den Philippinen ist

kostenlos. Keine Lehrerin, ob-

wohl ganze Scharen von ihnen

an den ebenfalls kostenlosen

Schulen tätig sind, die noch

auf den kleinsten Inseln stehen.

Keine Verwaltungsangestellte,

obwohl gerade das Rentensy-

stem sehr personalintensiv ist.

Keine Polizistin. Keine Soldatin.

Keine Pilotin.

Stattdessen imMüll kratzende

Kinder (ein immer wieder hoch-

beliebtes Motiv ausländischer

Reporter), Einblicke in triste

Großstadtslums, Verkehrscha-

os. Als ob so etwas das Wesen

dieses liebenswerten Landes

mit seinen über 100 Millionen

Einwohnern ausmachte. Die

übrigens im Matriarchat leben,

in dem der Ehemann brav sei-

ne Lohntüte abliefert und die

Großmutter diktatorische Kom-

petenzen genießt.

Wirtschaftliche Projizierungen

für die Zukunft der Philippinen

zeigen steil nach oben. Ein Indiz

dafür ist das rasante Anwach-

sen der Mittelschicht. Damit

bezeichnet man Individuen mit

einem jährlichen Einkommen

von mindestens 5.000 Dollar.

Und die Wäscherinnen und Nä-

herinnen? Nun, sie müssen sich

damit abfinden, dass nicht jede

Frau

Aufsichtsratvorsitzende

werden kann. Auch nicht auf

den Philippinen. Und das gilt

doppelt für die Landarbeit. Auf

dem Acker und in der Fische-

rei sind 70 Prozent der Filipinos

tätig, zumeist als selbständige

Kleinunternehmer. Aber kein

Mann würde einer Frau dort

schwere Knochenarbeit zumu-

ten. Das ginge allein schon ge-

gen die Macho-Ehre.

Der deutsche Gelehrte Fedor

Jagor nannte die Philippinen im

19. Jahrhundert ein „Schla-

raffenland“. Das sind sie nicht

mehr, aber so unendlich weit

von diesem Status entfernt, wie

sie häufig dargestellt werden,

sind sie auch wieder nicht.

Welcher Teufel reitet hiesige

Reporter, dieses lebensfrohe

Land als stinkige Müllkippe mit

einer diktatorisch geknechte-

ten, bitterarmen Einwohner-

schaft darzustellen? 14 Millio-

nen Touristen besuchen jähr-

lich die Philippinen, eines der

schönsten Länder der Erde.

Nach der ausschließlichen

Betonung seiner weniger reiz-

vollen Aspekte werden die Teil-

nehmerinnen des Info-Abends

nicht dazugehören. Ob das der

Sinn der Sache ist?“

Der Autor dieser Zeilen lebte

25 Jahre auf den Philippinen;

seine Ehefrau stammt von der

Insel Catanduanes. Dank flüs-

siger Beherrschung der Lan-

dessprache sind ihm Einblicke

in die philippinische Psyche

eher gegeben als durch flüch-

tige Begegnungen, und er

kommt zu dem Fazit: Ein glück-

liches Land.

Im Dialog: Leserbriefe

Boßeln und Grünkohl

Die Grünen laden zur traditionellen Tour

Neuenburg

. Die Grünen aus

Zetel und Neuenburg veranstal-

ten am

Samstag, 25. Februar

,

ihre traditionelle Boßelkohltour

(Boßeln und Grünkohlessen) für

„Grüne und Umzu“.

Treffpunkt ist um 14.30 Uhr

bei der Gaststätte Vorburger

Hof in Neuenburg. Nach den

sportlichen Aktivitäten wird ab

18 Uhr in der Gaststätte in ge-

selliger Runde der Grünkohl ser-

viert, wobei Informationen und

Gespräche über verschiedene

aktuelle politische Themen aus

Gemeinde und Landkreis si-

cherlich nicht zu kurz kommen

werden.

Ein Alternativessen von der

Abendkarte ist auch möglich.

Freunde und interessierte Gäste

sind bei dieser Veranstaltung

herzlich willkommen.

Anmeldungen bitte bei Jür-

gen Konrad telefonisch unter

v

04452/948606 oder per E-Mail

jp.konrad@web.de.

Das Wandern ist des Friesen Lust

TV Neuenburg verleiht Abzeichen

Neuenburg

. Die Mitglieder

beider Wandergruppen des

TV Neuenburg treffen sich am

Samstag, 25. Februar

, um 14

Uhr beim „Senfpott“ auf dem

Marktplatz in Neuenburg.

Nach einer einstündigen Wan-

derung findet um 15 Uhr im Ver-

einslokal „Neuenburger Hof“

die Verleihung der Wanderab-

zeichen „Der Goldene Schuh“

statt.

Die Wanderwartinnen Ingrid

Indorf und Anneliese Wes-

sels bitten um Anmeldungen

unter

v

04452/7819 oder

v

04453/1239.

Boßelball ohne Alkohol

Guttempler wollen gemeinsam feiern

Neuenburg.

Die Guttempler

des Kreises Wilhelmshaven-

Ostfriesland veranstalten am

Samstag, 25. Februar,

ab 19

Uhr ihren traditionellen Boßel-

ball im „Neuenburger Hof“. Es

ist wieder ein leckeres Schnit-

zelessen vorgesehen und zum

Tanz bittet DJ Werner Specht,

dem es bisher immer gelungen

ist, beste Stimmung im Saal zu

verbreiten. Weiter ist mit humor-

vollen Einlagen zu rechnen.

Auch Gäste, die eine solche

Feier ohne Schnaps, Wein und

Bier einmal miterleben möch-

ten, sind herzlich willkommen.

Anmeldungen und Informa-

tionen zum Eintrittspreis (inkl.

Schnitzelbüfett) nehmen bis

spätestens 20. Februar Antje

Stührenberg,

04451/3427

und Andreas Hußmann,

04453/4641 entgegen.

Am Sonntag treffen sich um

9.15 Uhr dann die Teilnehmer

der Boßeltour am Vorburger

Hof. Im Anschluss gibt es ein

zünftiges Kohlessen mit Pokal-

übergabe und es werden Kohl-

könig und -königin gekürt.

JHV bei der Dorfgemeinschaft

Bohlenbergerfeld.

Für die

Mitglieder der Dorfgemein-

schaft Bohlenbergerfeld findet

am

Samstag, 25. Februar,

die diesjährige Jahreshaupt-

versammlung im Dorfcafé des

Schulmuseums statt.

Um 18 Uhr gibt es ein gemein-

sames Essen, danach beginnt

wie üblich die Versammlung. In

diesem Jahr finden Teilwahlen

statt.

Der Kostenbeitrag von 10

Euro beinhaltet das Menü mit

Dessert. Anmeldungen bitte bis

Montag, 20. Februar, bei Gün-

ther Kroll unter

04453/6277.

info@friebo.de