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12

Varel

Friebo 8/2017

Karl Schiller

Varel, Lange Straße 5

Telefon 0 44 51 / 58 07

Bestattungen

Sarglager

Überführungen

seit 1969

Dangast: Auch Kursaal-Komplex wird abgerissen

Zustand des Gebäudes schlechter als angenommen – Neubau mit Bistro soll Gebäudeensemble ergänzen

Dangast.

Im Rahmen der

Vorbereitung für den 2. Ab­

schnitt des Bauprojektes „Nord­

seepark“ auf dem Gelände der

einstigen Kuranlage Deich­

hörn wird nun entgegen der

ursprünglichen Planung auch

der westlich gelegene Gebäu­

dekomplex abgerissen, in dem

sich bislang der Kursaal und

die Gastronomie befanden. Das

teilte Stadtplaner Olaf Freitag

am Dienstag im Planungsaus­

schuss des Stadtrats mit.

Das einstige sogenannte

Kurmittelhaus ist bereits voll­

ständig abgebrochen, hier sol­

len demnächst weitere Appar­

tementhäuser entstehen. Das

Kursaalgebäude hingegen sollte

eigentlich im Kern erhalten und

grundlegend saniert werden.

Doch das komme angesichts

des baulichen Zustandes nicht

mehr in Frage, wie Unterneh­

mer Lothar Peters dem

Frie-

bo

erklärte: Eine umfassende

Bestandsaufnahme habe eine

Vielzahl von Mängeln, etwa

Feuchtigkeitsschäden, zutage

gebracht, deren Beseitigung

einen unverhältnismäßigen Auf­

wand mit sich bringen würden.

Mindestens 60 Prozent der vor­

handenen Bausubstand seien

nicht mehr zu retten, da sei ein

Komplettabriss die effizientere

Lösung, erklärte Peters.

Die Frage nach Abriss oder

Erhalt des Gebäudes war im

Rahmen der Diskussion um den

Verkauf der einst städtischen

Grundstücke kontrovers öffent­

lich erörtert worden: Im Wertgut­

achten der Katasterbehörde, das

eine wesentliche Grundlage für

die Ermittlung des Grundstücks­

preises darstellte, war der Wert

der vorhandenen Deichhörn-Ge­

bäude mit Null angesetzt wor­

den, sie galten als abrissreif. In

der Tatsache, dass der Investor

ein Gebäude aber erhalten und

sanieren wollte, sahen Kritiker

des Verkaufs einen Beleg für eine

falsche Berechnung, sie vermu­

teten einen bewusst „kleinge­

rechneten“ Immobilienwert zu

Gunsten des Käufers.

Der alte Kursaal wie auch das

Obergeschoss im Gastronomie­

teil durften schon seit geraumer

Zeit nicht mehr als Versamm­

lungsstätte genutzt werden,

weil Brandschutzanforderungen

nicht erfüllt werden konnten.

Die Substanz im Inneren des

Hauses sei überwiegend in

einem schlechten Zustand,

ebenso wie die Holzfassade und

das Dach des etwa 40 Jahre al­

ten Gebäudes, erklärte Lothar

Peters. „Das wir nun doch das

Gebäude aufgeben, war eine

kurzfristig getroffene Entschei­

dung“, so Peters, „wir wollen

den Abriss nun in einem Zuge

erledigen, da wir im Anschluss

die gepflasterte Zuwegung wie­

der herstellen.“ Der Abbruch

des Komplexes soll in der kom­

menden Woche beginnen und

noch vor Beginn der Osterferien

abgeschlossen sein.

Im Herbst könne dann mit

einem Neubau begonnen wer­

den, in dessen südlichem Teil

wieder eine Bistro-Gastronomie

eingeplant werden soll, wie Pe­

ters berichtete. Eine variable In­

nengestaltung soll die Möglich­

keit für Familienfeiern und son­

stige Veranstaltungen bieten.

Ein künftiger Betreiber, der vor­

her feststehen soll, werde in die

Planung einbezogen. Der – nun

noch neu zu planende – Neu­

bau als Ersatz für den Kursaal­

komplex ergänzt somit die fünf

geplanten Appartementhäuser

gegenüber, die ganz ähnlich

wie die inzwischen weitestge­

hend fertiggestellten Gebäude

im ersten Bauabschnitt gestal­

tet werden. Das 1993 errichtete

„DanGastHaus“ wird mit Gewer­

beeinheiten und einer Rezeption

für den Nordseepark erhalten

bleiben, ebenso wie der Brun­

nen auf dem Platz davor.

(tz)

Das einstige Kurmittelhaus ist bereits verschwunden, nun soll auch der Kursaalkomplex

(Bildmitte) abgerissen werden. Es sind Neubauten geplant mit gestalterischer Anlehnung an

die bereits fertiggestellten Appartementhäuser.

Foto: Sven Pieper

Das Blutspende-Mobil kommt!

Varel.

Am

Dienstag, 28. Fe-

bruar,

in der Zeit von 15 bis 20

Uhr lädt der DRK Kreisverband

Varel-Friesische Wehde zur Blut­

spende im Blutspende-Mobil

auf dem McDonald´s-Parkplatz,

Gertrud-Barthel-Straße 5, in

Varel ein. Alle gesunden Men­

schen ab dem 18. Lebensjahr

können Blut spenden, alle Spen­

der bringen bitte ihren Perso­

nalausweis mit. Jeder sollte

daran denken, dass man selber

einmal auf eine Blutübertragung

angewiesen sein kann. Für viele

Menschen ist es selbstverständ­

lich, dass einem im Krankenhaus

geholfen wird und Blut zur Ver­

fügung steht. Das ist aber nur

durch die Blutspende möglich –

daher ist sie so wichtig! Weitere

Informationen bietet die neue

Blutspende-App unter: drk-Blut­

spende.de/app.

Nach der Blutspende bekom­

men die Spender bei McDonalds

ein Menü zur Stärkung.

Führung in Dangast

Dangast.

Ein besonderer

Rundgang auf den Spuren be­

deutender historischer Frauen

führt am

Sonntag, 5. März

, in

etwa 90 Minuten rund um das

Alte Kurhaus. Hier wird Karl-

Heinz Martinß

(Foto)

an Bei­

spielen von Frauen, die in Dan­

gast im 19. und 20. Jahrhundert

gelebt oder zu Gast waren,

deutlich, dass die Geschichte

des Nordseebades und Künst­

lerortes nicht nur von Männern

bestimmt wurde. Vorgestellt

werden sowohl Künstlerinnen

als auch Pionierinnen und so­

genannte Originale, die in Dan­

gast einen bleibenden Eindruck

hinterlassen haben.

Treffpunkt: 15 Uhr Kurhaus

Dangast.