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Zetel

Friebo 8/2017

Engagierte Truppe betreibt Soziales Kaufhaus

Second Hand-Geschäft in der Bohlenberger Straße besteht seit einem Jahr

Zetel.

Ein Jahr nach der Eröff-

nung am 4. Februar engagieren

sich 21 Menschen mit Herzblut

ehrenamtlich im „Sozialen Kauf-

haus Friesland“ in Zetel – und

sie richteten jüngst anlässlich

des ersten Geburtstages der

Einrichtung einen kleinen Emp-

fang für geladene Gäste und

Kunden aus.

Der Vorsitzende Wolfgang

Rompa bedankte sich bei allen

Mitarbeitern für ihren Einsatz,

bei der Gemeindeverwaltung

für logistische Unterstützung

und bei allen Spendern für die

unzähligen Dinge, die das große

Sortiment für den täglichen Ge-

brauch in dem stark frequen-

tierten Second Hand-Geschäft

ausmachen.

Vom Geschirr bis zum Koffer,

vom Toaster über die Lampe bis

hin zu Kinderspielzeug ist jedes

einzelne Teil für sehr kleines

Geld zu haben – und dennoch

hat der gemeinnützige Verein

aus den Einnahmen schon Tau-

sende Euros spenden können.

Empfänger waren diverse Fami-

lien in Not sowie soziale Einrich-

Wolfgang Rompa, Petra Frers (v. li.) und Egon Damrau (2. v. re.) bilden den Vorstand des

gemeinnützigen Vereins. Bürgermeister Heiner Lauxtermann und Erster Gemeinderat Bernd

Hoinke kamen zum Gratulieren.

Foto: Jutta Fink

„Verschoben heißt nicht eingespart“

Zeteler Haushalt ist beschlossen – Lob und Kritik

Zetel.

Der Haushalt 2017 für

die Gemeinde Zetel ist vom

Tisch – mit einer Mehrheit von

18 Stimmen (SPD/FDP-Grup-

pe, UWG und Linke) hat der

Gemeinderat auf seiner jüngs-

ten Sitzung im Neuenburger

Schloss das Zahlenwerk verab-

schiedet. Die Mehrheitsgruppe

kommentierte den Etat bereits

öffentlich im Vorfeld (nachzule-

sen im Friebo 7/2017).

Heiner Haesihus als Sprecher

der UWG zeigte sich zwar nicht

vollends zufrieden, aber: „Das

Positive überwiegt, und wir se-

hen mit Freude, dass es in die-

sem Jahr keine Steuererhöhung

gibt. Für die Bürgerbeiträge zum

Straßenausbau muss in diesem

Jahr dringend eine Regelung

gefunden werden..“

Uwe Koopmann (Die Linke)

befand, dass die Gemeinde

Zetel mit ihrem Haushalt 2017

gut dastehe. Zetel habe auch

ohne Prestige-Objekte, dafür

aber mit Landschaft, Natur und

Kultur viel zu bieten: „In den ver-

gangenen Jahren verstanden es

die Verantwortlichen geschickt,

Eigeninitiative, ehrenamtliches

Engagement, Mut zum Risiko

und Drittmittel zu verbinden.

Darauf kann man stolz sein.“

Auch das Engagement im Bau

günstigen Wohnraumes sei zu

begrüßen.

Das Thema Mobilität findet

nach Ansicht von Uwe Koop-

mann im Haushalt zu wenig Be-

achtung: „Zetel darf durch die

fehlenden Bahnhöfe nicht vom

öffentlichen Netz abgehängt

sein. Die Unterstützung der Um-

frage zu einem besseren ÖPNV

ist ein guter Schritt.“

Für die CDU begründete Jörg

Mondorf die Ablehnung des

Etats 2017: „Für uns bedeuten

die nach 2018 verschobenen

großen Projekte – und damit die

Schulden – keine Einsparung,

wir sehen das mit gemischten

Gefühlen.“ Kritik übte er auch

an Projekten, die klein ange-

schoben und dann angewach-

sen seien: „Erst ging es um eine

Überdachung beim Jugendzen-

trum für 10.000 Euro, die wuchs

dann zum Wintergarten für

100.000 Euro mit 50.000 Euro

Zuschuss an. Beim verscho-

benen Ausbau der Danziger

Straße sind uns 360.000 Euro

an Zuschüssen verloren gegan-

gen, für eine Akustikdecke in der

Sport- und Begegnungsstätte

des TuS legen wir noch 12.000

Euro nach“, führte er einige Bei-

spiele an.

Wilhelm Wilken machte für

Bündnis 90/Die Grünen deutlich,

dass zwar einige der von den

Grünen eingebrachten Aspekte

im Haushalt ihren Widerhall

fänden, wie die Verbesserung

des Jugendzentrums, die Fort-

setzung der Alleenbepflanzung

oder die Fortschreibung und

Verbesserung der Zuschuss-

Situation für die Fördervereine

der kommunalen Kindergärten.

Für Unmut sorgt bei den Grü-

nen aber die Tatsache, dass die

Erträge der Ökostrom-GmbH

nicht in den Haushalt fließen:

„So war es ursprünglich ange-

dacht, und das haben wir mehr-

fach angemahnt. Hier entsteht

aus unserer Sicht ein intrans-

parenter Bereich, das haben wir

immer angesprochen.“

Und was das Fass zum Über-

laufen bringe, sei die aus nicht

nachvollziehbaren Gründen ver-

weigerte Bezuschussung der

Arbeitsloseninitiative: „Das be-

schert der Initiative gegenüber

anderen Vereinen eine schwere

Benachteiligung.“

(jf)

Soziales Kaufhaus Friesland e.V.

26340 Zetel, Bohlenberger Str. 13

Telefon 01 57 / 84 30 95 65

(nur während der Öffnungzeiten)

Öffnungszeiten:

Mi.–Fr. von 09:00–12:00 Uhr und 14:00–18:00 Uhr

Warenannahme:

Mittwoch bis Freitag von 09:00–12:00 Uhr

Soziales Ka f

ri l

.

26340 Zetel, B l

Öffnungszeiten:

Mi.-Fr. von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr - Sa. von 9 bis 12 Uhr

Warenannahme:

Mittwoch bis Freitag von 9:00 - 12:00 Uhr

tungen wie die Vareler Tafel, die

Hospizbewegung, Förderver-

eine, die Jugendfeuerwehr oder

der Rettungsdienst.

„Bereits im Mai konnten wir

die erste Spende übergeben“,

erinnert sich Wolfgang Rompa,

„und ein Darlehen, das uns die

Gemeinde gewährt hat, konnten

wir auch schon zurückzahlen.

Wir können bestätigen: Klein-

vieh macht auch Mist!“

Die Leistungen der „guten

Truppe“ vom Sozialen Kaufhaus

würdigte auch Bürgermeister

Heiner Lauxtermann: „Vielen

Dank für euren Mut, ihr habt

allen Grund zum Feiern – das

Kaufhaus hat sich sehr gut ent-

wickelt, und ich hoffe, dass ihr

alle weitermacht!“

Gläser und Bücher werden

übrigens derzeit im sozialen

Kaufhaus nicht angenommen,

weil in diesem Bereich ein Über-

angebot besteht.

Aktuelle Infos gibt es unter

www.soziales-kaufhaus-fries-

land.de

im Internet.

(jf)