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Varel

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Zukunft Varel will Lastwagen nach Jade schicken

Statt Umgehung für Varel wird Ertüchtigung der L 862 vorgeschlagen – Ausbau B 437 „historischer Fehler“

Varel/Jade.

Die Wählerge-

meinschaft „Zukunft Varel“ be-

trachtet den Vorschlag zu einer

Umgehungsstraße für Varel

skeptisch und hat in einem

Schreiben an die Landesbehör-

de für Straßenbau und Verkehr

nun vorgeschlagen, als Alterna-

tive die Ertüchtigung der L 820

und L 862 von Spohle über Ja-

derberg und Jade zur B 437 in

Erwägung zu ziehen. Somit kön-

ne die derzeit bestehende Last-

beschränkung ab Jaderberg

aufgehoben werden – sprich,

die schweren Lastwagen, die

sich bislang über die B 437 aus

und in Richtung Wesermarsch

bewegen, könnten dann durch

Jade und Jaderberg fahren.

Zukunft Varel hatte sich nach

eigenen Angaben in mehreren

öffentlichen

Veranstaltungen

mit der Problematik der Vareler

Ortsdurchfahrt B 437, Bürger-

meister-Heidenreich-Straße be-

fasst. Dabei wurde festgestellt,

dass es sich beim seinerzeit

vom Rat gewollten Ausbau der B

437 mitten durch Varel um einen

„historischen Fehler“ handele:

„Für städtische Planungen wur-

de die für eine Kleinstadt gigan-

tische Straße immer mehr zum

Problem. Das Verkehrsaufkom-

men nahm von Jahr zu Jahr zu

und die B 437 wurde neben der

B 212 eine der Hauptzufahrten

zur Wesermarsch und zum We-

sertunnel“, heißt es bei Zukunft

Varel.

Nunmehr hätten Überle-

gungen für eine Umgehungs-

straße eine gewisse Dynamik

erfahren, doch hierbei sei Skep-

sis angezeigt: „Wir möchten auf

jeden Fall verhindern, dass der

vor etwa einem halben Jahrhun-

dert begangenen Fehlplanung

eine weitere hinzugefügt wird“,

so der ZV-Vorsitzende Karl-

Heinz Funke.

Während einer lebhaften Aus-

sprache unter Betrachtung der

Ergebnisse der sogenannten

Verkehrswirtschaftlichen Un-

tersuchung für Varel seien die

Überlegungen für eine südliche

Umfahrung der Stadt als un-

realistisch verworfen worden.

Die Nordumgehung werde aber

ebenfalls sehr skeptisch be r-

teilt. „Eine solche Trasse würd

umfangreiche Baugebiete be-

lasten. Außerdem bieten sich

die Bodenverhältnisse für ei-

nen Straßenbau nicht gerade

an. Befürchtet wird eine weitere

Lärmschneise.“

„Mit einer von uns vorge-

schlagenen Ertüchtigung der

Landstraße von Spohle über Ja-

derberg und Jade bis zur B 437

bei Diekmannshausen ntlasten

wir nicht nur die B 437 in Varel,

sondern auch die Wiefelsteder

und die Oldenburger Straße

deutlich. Der von der A 28 über

Westerstede und Spohle kom-

mende Verkehr zum Wesertun-

nel kann so direkt durchfahren“,

heißt es in der Mitteilung von

Zukunft Varel. Ergänzt wird der

Vorschlag um den Hinweis, dass

die in Jaderberg angesiedelten

Betriebe „ihren“ Schwerlastver-

kehr dann nicht mehr den Um-

weg über Varel nehmen lassen

müssten.

Eine Umgehung auf Vareler

Gebiet bedeute einen schwer-

wiegenden Eingriff, ohne dass

gegenwärtig nennenswerte ver-

kehrliche Vorteile zu erkennen

sind. Darum seien Alternativen,

die über das Vareler Stadtgebiet

hinaus gehen, zu prüfen.

Nicht nachvollziehen könne

man ferner den nunmehr ent-

standenen Zeitdruck: Vielmehr

gelte es doch, die in der Lan-

desuntersuchung prophezeite

Entlastung durch die geplante

Autobahn A 20 abzuwarten. Ob

und wann diese realisiert wird,

ist allerdings nach wie vor unklar.

Nach Bekanntwerden der

Vorschläge aus Varel kam die

empörte Reaktion aus Jade

prompt: von einer „absurden

Idee“, die „offenbar ohne Orts-

kenntnis“ geäußert worden sei,

sprach etwa UWG-Gemeinde-

ratsmitglied Klaus Decker. Auch

Bürgermeister Henning Kaars

wies das Ansinnen entschieden

zurück, der Vorschlag von Zu-

kunft Varel sei fern jeder Reali-

tät. Die Variantendiskussion in

den Gremien der Stadt Varel

dürfe nicht auf dem Rücken der

Nachbarn ausgetragen werden

und keinesfalls dazu führen, die

eigenen Verkehrsprobleme ab-

zuschieben, so Kaars.

(tz)

Kreuzung L 862 in Jaderberg: Hier soll nach Vorschlag aus

Varel künftig ein Teil des Schwerlastverkehrs passieren, der

bislang die B 437 nutzen muss. Derzeit ist die Landesstraße

für Fahrzeuge mit mehr als 12 Tonnen Gewicht gesperrt, den-

noch klagt man in Jade und Jaderberg schon jetzt über zuviel

(Lkw-)Verkehr.

Archivfoto: Tietz