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Varel

Friebo 9/2017

Busreise nach Kiel und zurück, Seereise

mit der Color Line von Kiel nach Oslo und

zurück, 2 x Übernachtung an Bord in der

gebuchten Kabinenkategorie, 2 x Früh-

stücksbuffet an Bord, 2 x Übernachtung

im 4****Hotel, 2 x Frühstück im Hotel,

Transfers in Oslo, geführte Spaziergän-

ge durch die Innenstadt von Oslo, quali-

fizierte Reiseleitung

Preis pro Person

Kreuzfahrt in das sommerliche oslo

05.08. - 09.08.2017

ab 559,- €

Friesländer Bote

Elisabethstr. 13 · 26316 Varel

Telefon 0 44 51 / 91 19 24

E-Mail:

jeannettegalda@friebo.de

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„Kinder müssen Zeit haben, sich zu beschnuppern“

Wenn ein Geschwisterchen in die Familie kommt, ist das für die „Großen“ nicht immer leicht

Friesland.

Wie wird es wohl,

wenn der Bruder oder die

Schwester auf der Welt ist? Wa-

rum kümmert sich keiner mehr

um mich, sobald das neue Baby

schreit? Und: Wann kann es

endlich mit mir spielen? Die Ge-

burt eines Geschwisterkindes

bringt nicht nur für die Eltern,

sondern auch für die „wer-

denden“ Brüder und Schwe-

stern Fragen, Ängste und Unsi-

cherheiten mit sich.

Kinder reagieren sehr unter-

schiedlich auf die Ankunft eines

Babys. Manche schließen es von

vornherein in ihr Herz und freuen

sich auf das Baby, andere haben

gemischte, widerstreitende Ge-

fühle, zeigen sich eifersüchtig

oder sogar aggressiv.

„Erzählen Sie Ihrem Kind von

der Schwangerschaft und der

Geburt des Babys, sobald Sie

sicher sind“, meint Bernd Kon-

czalla, Mitarbeiter der SOS-Be-

ratungsstelle für Eltern, Kinder,

Jugendliche und junge Erwach-

sene in Friesland. Eine Möglich-

keit ist, gemeinsam Bilderbü-

cher anzusehen, in denen erklärt

wird, wie ein Baby in die Familie

kommt. Hier bekommt das Kind

Gelegenheit, sich gedanklich

damit auseinander zu setzen und

seine Fragen zu stellen. Wenn

das Kind den Bauch seiner Mut-

ter streicheln darf oder es ande-

re Babys beobachtet, wird sein

Stolz geweckt. So erfährt das

Kind auch, was es schon alles

kann und was das Baby erst ler-

nen muss. Andernfalls kann die

Enttäuschung groß sein, wenn

der große Bruder oder die große

Schwester nicht sofort mit dem

kleinen Baby spielen können.

Genauso können die Erstgebo-

renen einbezogen werden, wenn

es um die Gestaltung des Zim-

mers geht oder das Bett herge-

richtet werden soll. Wichtig ist

auch, das Kind zum Beispiel auf

den Klinikaufenthalt der Mutter

vorzubereiten, wo das Baby auf

die Welt kommen wird.

Ältere Kinder einbeziehen

„Wenn das Baby da ist, er-

muntern Sie Ihr Kind, Kontakt

aufzunehmen. Beziehen Sie es

ein, wenn Sie das Baby wickeln,

wenn es gebadet und gefüttert

wird. Loben Sie das ältere Kind,

wenn es etwas gut gemacht

hat“, rät der Kindertherapeut

Konczalla.

Doch auch Zurückhaltung

gegenüber dem Neugeborenen

sollte akzeptiert werden. „Kin-

der müssen Zeit haben, einan-

der kennen zu lernen, einander

zu beschnuppern, zumal sie

sehr unterschiedliche Tempera-

mente haben können.“

Auch Eifersucht oder sogar

Aggression sind zunächst ganz

normale Reaktionen, schließlich

muss jetzt die Aufmerksamkeit

der Eltern geteilt werden. „Zei-

gen Sie nun Ihrem Erstgebore-

nen, dass Sie ihn immer noch

genau so lieb haben. Bestimmt

findet sich im Laufe des Tages

eine Zeit der ungeteilten Auf-

merksamkeit.“ Hier kann auch

die Unterstützung durch eine

andere Bezugsperson für alle

sehr entlastend sein. Ebenso

kann es helfen, dafür zu sorgen,

dass das ältere Kind ungestört

spielen kann und der gerade

gebaute Turm eben nicht vom

kleinen Baby umgestoßen wird.

Eine Grenze im Verständnis

problematischer Gefühle ist er-

reicht, wenn das ältere Kind dem

Baby absichtlich weh tut: Dieses

Verhalten darf nicht toleriert

werden, hier sollte dem Kind un-

missverständlich klar gemacht,

dass das nicht okay ist.

Manche Kinder beginnen

nach der Geburt eines Geschwi-

sterkindes, erneut ein kleinkind-

haftes Verhalten zu zeigen: Sie

lutschen beispielsweise wieder

am Daumen oder wollen gewi-

ckelt werden. „In diesem Fall

empfiehlt es sich“, so Konczal-

la, „diesem Verhalten möglichst

wenig Beachtung zu schenken.

Stattdessen loben Sie das ältere

Kind für seine Eigenständigkeit

und Hilfsbereitschaft, damit es

so seine neue Position in der

Familie finden kann“.

Eltern und Familien, die

Fragen zur Erziehung oder zu

anderen Familienthemen ha-

ben, können sich kostenfrei

an die SOS-Beratungsstelle

für Eltern, Kinder, Jugendliche

und junge Erwachsene in Jever

(

04461/3050) oder in Varel (

04451/5117) wenden.

(eb)

Die Bedürfnisse von Neugeborenem und älterem Geschwi-

sterkind gleichermaßen zu erfüllen, ist nicht immer einfach.

Foto: SOS-Kinderdorf e.V.

„Als Flüchtling in Varel“

Vortrag beim Heimatverein

Varel.

Am

Donnerstag, 9.

März,

findet um 20 Uhr in der

Aula des Lothar-Meyer-Gym-

nasiums in Varel ein Vortrag

mit dem Titel „Als Flüchtling

in Varel“ statt. Als Referenten

konnte der Heimatverein Herrn

Edwin Witt aus Schweiburg, der

sich ehrenamtlich für Flüchtlinge

in der Baptistengemeinde Varel

engagiert, und Herrn Omid Ho-

mayouni, der selbst aus dem

Iran geflüchtet ist und 2016 zum

Vareler „Menschen des Jahres“

gewählt wurde, gewinnen.

Zum Inhalt:

Wellen von

Flüchtlingen haben uns in den

letzten Jahren überrollt. Die

meisten versuchen, Asyl zu be-

kommen. Ein Teil davon ist aus

religiösen Gründen geflohen.

Dies sind vorwiegend Christen

aus dem Iran und Afghanistan.

Viele haben in Varel in der Frie-

denskirche eine neue Heimat

gefunden. Zusammen mit den

Deutschen bilden sie eine bunte

Gemeinde. Gottesdienste, Glau-

benskurse, Freizeiten, Bibelge-

spräche wurden durch die neu-

en Teilnehmer verändert. Unter-

stützung und Integration wird

gelebt. Über seine Erfahrungen

mit dieser Integration berichtet

Edwin Witt.

Für Iraner ist der Islam Staats-

religion. Doch für die meisten

ist es eine ungeliebte Religion.

Mehr als die Hälfte der Bevölke-

rung kümmert sich nicht um das

Leben in Moscheen. Doch in

Schulen, Universitäten und allen

staatlichen Betrieben werden

religiöse Riten wie Gebetszeiten

durchgeführt und durch eine

„Religionspolizei“ überwacht.

Wenn Menschen sich entfernen,

um sich heimlich als Christen zu

treffen, sind Verhöre und Ver-

haftungen die Folge. Anführer

landen auf Dauer im Gefängnis

und Mitglieder müssen fliehen.

Omid Homayouni, der als Ma-

nager mit Frau und zwei Kindern

seine Heimat verlassen muss-

te, berichtet über die Flucht

aus dem Iran und sein Leben in

Varel.