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18. März 2017

Varel

13

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Es wächst mehr Holz nach als geerntet wird

Forstamtsleiter informiert im Fachausschuss: Umbau von Nadel- zu Laubwald – Holzbestand legt zu

Varel.

So mancher Spazier-

gänger, der im Winter argwöh-

nisch die Fällarbeiten im Vare-

ler Wald beobachtet hat, mag

daran zweifeln, doch der Leiter

des Forstamtes Neuenburg, Dr.

Martin Dippel, versicherte kürz-

lich bei einer Präsentation im

Ausschuss für Umweltschutz in

Varel: „Es wächst in unserem

Wald mehr zu als entnommen

wird.“ Das gelte sowohl für den

Vareler Wald als auch für das

Gebiet Herrenneuen, und das

obwohl dort nach wie vor eine

umfassende Umstrukturierung

vom dort noch vorherrschenden

Kieferbestand zu mehr Laub-

holz im Gange ist. Das Bild vom

skrupellosen Kahlschlag, das in

der Öffentlichkeit in jeder Sai-

son skizziert werde, stimme mit

der Realität der Bestandspflege

nicht überein, betonte Dr. Dippel.

Der Forstamtsleiter hatte eine

umfangreiche Darstellung für

den Ausschuss mitgebracht,

die deutlich machte, dass in al-

len Altersstufen mehr „Holzbe-

stand“ nachwachse als entfernt

werde. Es gebe für die Vareler

Waldgebiete Herrenneuen, Seg-

horn und Stadtwald klar formu-

lierte Ernte- und Zuwachspläne,

und das Forstamt bleibt bei der

Entnahme sogar noch unter die-

sen Zielvorgaben: „Wir müssten

eigentlich viel mehr machen“,

sagte Dr. Dippel, auch, weil der

Pflegezustand in weiten Teilen

des Waldes schlecht sei.

Der aus ökologischen Ge-

sichtspunkten verfolgte Umbau

des Waldes sieht die Reduzie-

rung insbesondere von gering-

wertiger Kiefer vor, während

Buche und die vergleichsweise

anspruchslose Douglasie hinzu-

gewinnen. Letztere ist vor allem

von Bedeutung im Gebiet Her-

renneuen, wo recht karge Sand-

böden vorherrschen.

Auch die Eiche verliert Anteile,

was aber in der Natur der Sache

liege, so Dr. Dippel: Eine Natur-

verjüngung unter Bestand, also

das Nachwachsen junger Pflan-

zen unter großen Bäumen, fin-

det bei der Eiche praktisch nicht

statt, da sie viel Licht benötigt.“

Um Eiche nachzuziehen, wäre

also zuvor ein Kahlschlag nötig.

Zudem sei die Eiche im Grun-

de kein hier heimischer Baum:

„Alle Eichen in unseren Breiten

sind einst gepflanzt worden, aus

wirtschaftlichen Erwägungen,

weil man das Vieh darunter hat

laufen lassen.“ Buchen hinge-

gen seien zur Naturverjüngung

geeignet, da sie auch mit Schat-

ten gut zurecht kommen.

Der Forstamtsleiter ging auch

auf die Fällarbeiten ein, die zu-

letzt aus Gründen der Verkehrs-

sicherung erfolgt sind, etwa

die jüngste Entnahme großer

Buchen direkt am Waldeingang

hinter dem weißen Tor. Gera-

de an Wegen, auf denen reger

Fußgängerverkehr herrsche, sei

eine vorausschauende Siche-

rung unumgänglich. Das Tot-

holz war auch in diesem Fall vor

Ort liegen geblieben, um neuen

Lebensraum für Vögel, Insek-

ten und Gliederfüßer zu bieten.

Dass dies teils einen „unordent-

lichen Eindruck“ mache, wie

im Ausschuss geäußert wurde,

konnte Dr. Martin Dippel nicht

nachvollziehen: „Das ist eine

Naturschutzmaßnahme.“

So war man sich im Aus-

schuss letztlich einig, dass der

Charakter der Vareler Wald-

gebiete sich verändern werde,

Sorgen um ihren Fortbestand

aber unbegründet sind. Ange-

sprochen wurde auch der be-

klagenswerte Zustand der In-

fotafeln am sogenannten Wald-

lehrpfad. Diese jedoch unter-

stünden nicht der Unterhaltung

durch das Forstamt, betonte Dr.

Dippel, das sei auch gar nicht zu

leisten. Er regte vielmehr, nicht

zum ersten Mal, wie er betonte,

den Aufbau eines Freizeitweges

durch den Wald an, dessen

Unterhaltung dann freilich die

Stadt übernehmen müsse. Da-

bei könnten dann Schautafeln

und Sitzbänke geschaffen wer-

den. Dieser Vorschlag stieß im

Ausschuss durchaus auf Inte-

resse, während Bürgermeister

Gerd-Christian Wagner vor

einer Übernahme zusätzlicher

freiwilliger Aufgaben im Wald

warnte. Der Stadtbetrieb habe

dafür nicht die erforderlichen

Kapazitäten.

(tz)

Buchenholz im Vareler Wald:

Es gilt zu unterscheiden zwi-

schen Fällmaßnahmen, die

aus Gründen der Verkehrs-

sicherung erfolgen müssen

und der gezielten Holzernte.

Insgesamt, so versicherte

der Forstamtsleiter kürzlich

im städtischen Ausschuss für

Planung und Umweltschutz,

wachsen im Waldgebiet mehr

Bäume nach als entnommen

werden.

Varel.

Imker aus Varel haben

jetzt eindringlich darauf hinge-

wiesen, dass gerade jetzt die

ausfliegenden Bienen auf frühe

Pollen und Blüten angewiesen

sind, um ihre Brut in den Bie-

nenstöcken mit Eiweiß zu ver-

sorgen. Mit Sorge nehme man

deshalb zur Kenntnis, dass viele

Pollen tragenden Bäume und

Büsche wie Weiden am Rand

der Stadt bereits weggeschnit-

ten würden, konkret beispiels-

weise in Büppel, am Flachsweg

und an der Leke.

„Die Imker und ihre Bienen

haben ohnehin viele Probleme“,

berichtet Amir Hajikhodaverdi-

khan stellvertretend für die Bie-

nenzüchter: „Varoa-Milben, Pe-

stizide, Faulbrut und so weiter.“

Deshalb wolle man die Öffent-

lichkeit, aber auch die verant-

wortlichen Behörden auf den

Missstand fehlender Blüten-

pollen aufmerksam machen. Es

gebe etwa 40 Bienenvölker im

südlichen Stadtgebiet, deshalb

ergeht die eindringliche Bitte

der Bienenzüchter: „Schneiden

Sie Ihre Weiden erst nach der

Blüte zurück.“

Appell der Imker: Bienen

brauchen jetzt Weiden-Pollen