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16

Varel

Friebo 12/2017

Karl Schiller

Varel, Lange Straße 5

Telefon 0 44 51 / 58 07

Bestattungen

Sarglager

Überführungen

seit 1969

Berufsorientierung und der Weg zu sich selbst

Wohin nach der Schule? Ein Freiwilliges Soziales Jahr hilft jungen Menschen auf dem Weg ins Berufsleben

Friesland.

Ein großes Pro-

blem vieler Schulabsolventen ist

die Berufswahl. Angesichts der

Vielzahl beruflicher Möglich-

keiten und Karrierewege sehen

sich viele junge Menschen, die

dem Ende ihrer Schulzeit oder

auch ihres Studiums entgegen-

blicken, oft mit einer gewissen

Orientierungslosigkeit konfron-

tiert.

Eine Hilfe für Absolventen,

die noch keinen klaren Berufs-

wunsch haben, können prak-

tische Erfahrungen im Rah-

men eines Freiwilligen Sozialen

Jahres sein. Neben den „klas-

sischen“ Einsatzfeldern in allen

sozialen Bereichen wie etwa in

Krankenhäusern, Pflegeeinrich-

tungen und Kindertagesstätten

wird das FSJ mittlerweile auch

in den Bereichen Umwelt, Sport,

Kultur, Denkmalpflege und Poli-

tik angeboten. Außerdem bieten

in Niedersachsen einige Träger

das FSJ auch im Ausland an.

Die Gründe, sich für ein Frei-

williges Soziales Jahr zu ent-

scheiden, sind so vielseitig, wie

die Freiwilligen selbst. Oftmals

gilt das freiwillige Engagement

für die Gesellschaft als Ansporn.

Nach der langen Schulzeit wol-

len viele endlich in der Praxis

arbeiten, bevor sie in die Ausbil-

dung oder ins Studium gehen.

Außerdem kann das FSJ als

(Vor-)Praktikum oder Anerken-

nungsjahr für bestimmte Aus-

bildungen oder Studiengänge

sowie als Wartesemester aner-

kannt werden. Doch auch die

persönliche Weiterentwicklung

ist oftmals ein Impuls für die

Freiwilligenarbeit.

Einige Einsatzfelder der ver-

schiedenen FSJ-Arten:

FSJ klassisch: Kindergärten,

Pflegeeinrichtungen, Behin-

dertenwerkstätten

FSJ Kultur: Theater, Museen,

Kunstschulen, Kultureinrich-

tungen

FSJ Politik: Gedenkstätten, Ver-

eine, Einrichtungen politischer

Bildung

FSJ im Sport: Schulen, Sport-

vereine

FÖJ:

Naturschutzverbände,

Schulen mit ökologischem

Schwerpunkt, Nationalpark-

häuser

Ein Freiwilliges Jahr geht min-

destens sechs und maximal 18

Monate, in der Regel aber ein

Jahr. Man arbeitet eine volle

Arbeitswoche von ca. 39 Stun-

den und erhält dafür zumeist ein

„Taschengeld“, welches in den

verschiedenen Tätigkeitsfeldern

unterschiedlich hoch ausfällt.

Außerdem gibt es mindestens

25 Urlaubstage und das Kinder-

geld wird weiterhin ausgezahlt.

Eine wichtige Säule des FSJ ist

die pädagogische Begleitung.

Diese umfasst nicht nur die An-

leitung durch Fachkräfte in den

Einsatzstellen, sondern auch die

Durchführung von Bildungsse-

minaren. Somit ist das FSJ als

Bildungs- und Orientierungsjahr

zu sehen. Bewerben können

sich junge Leute zwischen 16

und 27 Jahren.

Auch im südlichen Friesland

gibt es einige Einsatzstellen für

Freiwillige. So kann man bei-

spielsweise ein FÖJ im Natio-

nalpark-Haus Dangast, ein FSJ

Sport unter anderem bei der

HRS Zetel, ein FSJ bei den GPS-

Werkstätten in Seghorn oder ein

FSJ Kultur im Kulturzentrum

Seefelder Mühle machen.

Infos zu den Einsatzmöglich-

keiten beim Diakonischen Werk

gibt es unter www.freiwilligen-

dienste-niedersachsen.de.

(sb)

Die Möglichkeiten für ein Freiwilliges Soziales Jahr sind viel-

fältig. Die Mitarbeit ist beispielsweise in Kindergärten und

Schulen möglich.

Foto: Diakonie Niedersachsen/Jens Schulze

8. Weiterbildung bei FRIFIS beendet

Varel.

Für 13 Teilnehmer en-

dete kürzlich die Fachweiter-

bildung „Ambulante allgemein-

und

gerontopsychiatrische

Pflege und Betreuung“ beim

Friesischen Institut für Fort- und

Weiterbildung in sozialen Beru-

fen (FRIFIS) in Varel. In diesem

eineinhalbjährigen

berufsbe-

gleitenden Kurs qualifizierten

sich im nunmehr 8. Kurs bereits

examiniertes Krankenpflegeper-

sonal und Sozialpädagogen für

die spezielle ambulante Pflege

und Betreuung von psychisch

erkrankten Menschen in deren

häuslicher Umgebung. Zu den

Inhalten dieser Ausbildung zäh-

len zum Beipspiel: Verständnis

menschlicher Entwicklung und

psychischer Erkrankungen, Kri-

senbegleitung, psychosoziale,

pädagogische und sozialpsy-

chiatrische Handlungskonzepte,

Entwicklung der eigenen Person

als „einzigem psychiatrischen

Handwerkszeug“, Selbstsorge

und -pflege. Besonderes wich-

tig ist es, sich in die Menschen

mit ihren persönlichen Fähigkei-

ten und Schwierigkeiten einzu-

fühlen und sie zu unterstützen,

ihre Ziele hin zu mehr Gesun-

dung und Selbstständigkeit

zu verwirklichen. Neben der

Kursleiterin Hildegard Weigand

brachten neun weitere Dozenten

den Teilnehmern die Themen

und Inhalte nahe.

Über die zehn berufsbeglei-

tenden Weiterbildungswochen-

enden hinaus hospitierten alle

Absolventen 40 Stunden in

anderen psychiatrischen Ein-

richtungen, in Kliniken, Tages-

kliniken, Tagesstätten und bei

Sozialpsychiatrischen Diensten.

Über die dortigen persönlichen

Erfahrungen fertigten die Teil-

nehmer eine Hausarbeit an.

Diesen Erfahrungsschatz stell-

ten sie zum Abschluss in einem

Kolloquium vor.

Den Kurs bestanden neun

Beschäftigte der Freien Sozia-

len Dienste Friesland und vier

Teilnehmende aus umliegenden

ambulant psychiatrisch arbei-

tenden Einrichtungen.

Die erfolgreichen Absolventen sind: Marina Fürst, Thorsten

Gärner, Sabine Gerdes, Christa Glahn, Christin Hillers, Tho-

mas Klasen, Christine Liebetrau, Maic Mursinsky, Daniela

Neitzel, Renate Ritzel, Natascha Schult, Stefan Sosnowski,

Nicole Wilke.

Foto privat