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25. März 2017

Neuenburg

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„Wir gehören noch nicht zum alten Eisen!“

Premiere des Stückes „Champagner to’n Fröhstück“ im Niederdeutschen Theater Neuenburg

Neuenburg.

Auch im Al-

ter möchte man seine eigenen

Entscheidungen treffen, doch

sehen das nicht alle ein. Wenn

zwei Rentner beschließen zu-

sammen eine WG zu gründen,

sorgt das für Aufsehen. So auch

im neuen Stück der Niederdeut-

schen Bühne Neuenburg unter

der Regie von Rolf Renken. Hier

feierte am Freitagabend vergan-

gener Woche das Theaterstück

„Champagner to’n Fröhstück“

von Michael Wempner im Ver-

eenshuus Premiere.

In dem Stück setzen sich die

beiden Rentner Valentin Müller

und Marie Stratmann, gespielt

mit viel Energie von Alfons Wo-

jakilowski und Christa Ligthart,

über ihre Kinder hinweg. Ein

Ausbruch aus dem Haus der

eigenen Tochter und dem Seni-

orenheim machen das Dilemma

perfekt. Auf der Suche nach ei-

ner Wohnung treffen die beiden

aufeinander und beschließen

eine

Rentner-Wohngemein-

schaft zu gründen.

Mit Charme und Witz, aber

gleichermaßen Ernsthaftigkeit

ziehen die beiden Hauptcha-

raktere die Zuschauer in ihren

Bann. Die Kinder der beiden

finden die Pläne ihrer Eltern gar

nicht witzig. So sind Silke Bru-

ins (spielt Sophie Stratmann)

und Christian Kroll (spielt Lukas

Müller) dem Publikum zunächst

überhaupt nicht sympathisch.

Sie finden, dass ihre Eltern zu

alt dafür sind, eigene Entschei-

dungen zu treffen.

Das immer aktuelle Thema

trifft den Nerv aller Generati-

onen, sowohl die, die sich um

ihre Eltern kümmern, wie auch

die Senioren, die noch voll im

Leben stehen.

Für viele Lacher im fast aus-

verkauften Saal sorgen die wei-

teren Figuren des Stückes. Der

von Dieter Trey gespielte Kuddl

Knoop ist der beste, etwas tü-

delige Freund von Valentin. Er

versucht ebenfalls aus dem Al-

tenheim abzuhauen, hat aber

Angst vor der Schwester des Al-

tenheims. Außerdem ist da noch

die Kommissarin, gespielt von

Andrea Thomas, denn die bei-

den Rentner werden des Dieb-

stahls verdächtigt. Der Haus-

meister Heiner Koslowski (ge-

spielt von Erich Koch) und die

nervige Nachbarin Leni Boisen

(gespielt von Anne Lüken) geben

dem Stück die nötige Leichtig-

keit, sodass das Stück trotz des

schweren, sozialkritischen The-

mas unterhaltsam ist.

Mit ausdrucksstarken Mienen

und Gesten begeistern alle Dar-

steller das Publikum und zeigen,

dass ihnen die Aufregung einer

Premiere nicht viel anhaben

kann. Schließlich regt das Stück

trotz lustiger Szenen zum Nach-

denken über die eigene Einstel-

lung und den Respekt vor dem

Alter an.

Weitere kommende Auffüh-

rungen des Stücks sind am

Freitag, 24. März

,

Sonntag,

26. März

,

Mittwoch, 29. März,

Freitag, 31. März, Samstag, 1.

April,

und

Dienstag, 4. April

.

Der Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Am 2. April findet eine Nachmit-

tagsvorstellung um 16 Uhr statt.

Eintrittskarten können mon-

tags, dienstags, donnerstags

und freitags von 9 bis 11 Uhr

und 15.30 bis 17 Uhr im The-

aterbüro im Vereenshuus be-

stellt werden, sowie unter

v

04452/918073.

Die Mitwirkenden

Schauspieler:

Alfons Wojaki-

lowski (Valentin Müller), Chri-

sta Ligthart (Marie Stratmann),

Erich Koch (Heiner Koslowski),

Christian Kroll (Lukas Müller),

Silke Bruins (Sophie Stratmann),

Dieter Trey (Kuddl Knoop), Anne

Lüken (Leni Boisen) und Andrea

Thomas (Kommissarin).

Regis-

seur:

Rolf Renken,

Regieassi-

stenz:

Nina Cramer.

Souffleu-

se:

Gisela Diers.

Bühnenbild:

Ewald Meine (Entwurf), Gerd

Diers, Günther Diers, Har-

ry Heine, Fritz Höfers, Uwe

Jentsch, Karl-Heinz Klockge-

ther, Karl-Heinz Kraul und Hei-

ke Ralle (Umsetzung).

Hinter

der Bühne:

Bärbel Cramer und

Marlies Hibbeler.

Ausstattung:

Hannelore Habben und Petra

Weidhüner (Maske), Maice Ren-

ken, Marlies Hibbeler und Bär-

bel Cramer (Kostüm).

Licht und

Ton:

Stefan Nannen und Ewald

Meine.

(sb)

Romantisch wirds bei dem Stück „Champagner to‘n Fröh-

stück“.

Foto: Niederdeustche Bühne

Gemeinschaft Friesische Wehde hat gewählt

Kreativ-Markt in der Alten Schule Marschstraße nächste Veranstaltung

Friesische Wehde.

Die ehe-

maligen Gemeinschaften Zetel-

Neuenburg und Osterforde-

Bockhorn im Verband Wohnei-

gentum Niedersachsen e.V.

haben sich im vergangenen

Jahr

zusammengeschlossen

und tragen nun den Namen „Ge-

meinschaft Friesische Wehde“.

Darauf einigten sich jüngst die

Mitglieder auf der gut besuchten

Jahreshauptversammlung.

Sehr erfreut zeigte sich der

Vorstand darüber, dass zu der

ersten gemeinsamen Jahres-

hauptversammlung auch einige

Mitglieder der ehemaligen Ge-

meinschaft Osterforde-Bock-

horn gekommen waren und die

neue Gemeinschaftsbezeich-

nung mit beschlossen haben.

Im weiteren Verlauf der Ver-

sammlung wurden die Mitglie-

der Ilse Karnau (Zetel) für 25

Jahre und Hannelore und Gün-

ther Eilers (Osterforde) für 40

Jahre, Rainer Straten (Winkels-

heide) und Friedhelm Teichmann

(Bockhorn) für 50 Jahre Mit-

gliedschaft im Verband geehrt.

Die Geehrten wurden mit einer

Anstecknadel, einer Urkunde

und einem Präsent bedacht.

Auf der Tagesordnung stan-

den auch Teilneuwahlen, so

wurde Ingo Wehrmann in sei-

nem Amt als Kassenwart für

weitere zwei Jahre bestätigt,

Marcel Parzella wurde für die

ausgeschiedene Monika Stark

zum Kassenprüfer gewählt.

Der Festausschuss wird künf-

tig durch Mandy Laabsch ver-

stärkt.

Mit einem Rückblick auf das

vielseitige

Jahresprogramm

2016 und einer Vorschau auf

das Programm für 2017 klang

die harmonische Jahreshaupt-

versammlung 2017 aus. Eine

der nächsten anstehenden Ver-

anstaltung der Gemeinschaft ist

der Kreativ-Markt 2017 (früher

Osterbasar) am 18. und 19. März

in der Alten Schule Marschstra-

ße in Zetel.

(fb)

Die Geehrten und Gemeinschaftsleiter von links nach rechts:

Vorne: Ilse Karnau, Hannelore und Günther Eilers, Sabrina

Parzella. Hinten: Rainer Straten und Peter Töben.