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1. April 2017

Varel

17

Der Tee mit Herz: „Friesenherz“

Varel.

In dem Lernfeld „Pro-

jekte planen, durchführen und

bewerten“ wurden die Schüler

der BBS vor die Aufgabe ge-

stellt, ein eigenes Projekt zu

führen. Nachdem sie die ver-

schiedensten Projektideen ge-

sammelt haben, waren sie so-

fort Feuer und Flamme, als ihr

Lehrer Werner Lorek vorschlug,

eine eigene Teesorte zu kreieren

und zu vermarkten. Sie nahmen

Kontakt zu den Bremer Unter-

nehmen Cha Dô und MyCu-

pOfTea GmbH auf, die sie von

ihrer Idee überzeugen konnten.

Diese erklärten sich bereit, sie

zu unterstützen.

Voller Motivation fuhren sie

nach Bremen, um sich das Un-

ternehmen anzusehen. Mirco

Sprecher, einer der Geschäfts-

führer, erklärte ihnen den Vor-

gang einer Teeverkostung und

sie verkosteten verschiedene

Tees unterschiedlicher Marken

in Hinblick auf Konsistenz, Far-

be und Geschmack. Anschlie-

ßend waren sie dann an der

Reihe ihre eigenen Mischungen

zu kreieren. Hierfür standen ih-

nen Teeblätter aus mehreren

Ländern zur Verfügung. Alle

Produkte mit denen sie arbei-

ten sind zu 100 Prozent Bio und

Fairtrade. Die Unternehmen Cha

Dô und MayCupOfTea GmbH

legen großen Wert auf fair ge-

handelte Produkte und gute Le-

bens- und Arbeitsbedingungen

aller Beteiligten.

Die verwendeten Teeblätter

stammen nicht von Plantagen,

sondern wachsen auf frei wach-

senden Teebäumen, in denen

die Einheimischen bis zu zwölf

Meter hoch klettern, um die

wertvollen Teeblätter zu ernten.

Nachdem sie drei Mischun-

gen kreiert hatten, erfolgte

eine weitere Verkostung, bei

der dann eine Mischung bei

allen geschmacklich beson-

ders überzeugte. Diese Teemi-

schung überzeugte nicht nur

sie, sondern bis jetzt auch alle

Abnehmer, was sie den vielen

positiven Rückmeldungen ent-

nehmen. Um den Tee erfolg-

reich vermarkten zu können,

benötigten sie eine Verpackung

und ein ansprechendes De-

sign. Ihre kreative Mitschülerin

Friederike Hilbers entwarf die

Etiketten der Teeverpackungen

mit Hilfe von Herrn Tönnis, dem

Geschäftsführer des Unterneh-

mens Cha Dô. Dazu nutzte sie

eigens fotografierte Bilder und

die Plattdeutschkenntnisse ih-

rer Großeltern. So konnte auf

der Rückseite der Verpackung

sogar noch ein Plattdeutsches

Gedicht abgedruckt werden.

Wieder in der Heimat ange-

kommen, gründeten sie ihre

eigene Schülermarke „Friesen-

herz“, unter der sie „De swarte

Tee“ und „De schöne Wintertiet“

für einen guten Zweck verkau-

fen. Der Gewinn fließt über die

Hans-Joachim Hoffmann-Stif-

tung, die sich dem Hospizge-

danken und der Palliativmedizin

verpflichtet fühlt, zu 100 Prozent

an regionale Hospize.

Über die Weihnachtszeit ha-

ben sie sich nachmittags zu-

sammen bei ihrem Lehrer an die

Arbeit gemacht, Präsent-Pakete

zusammenzustellen.

Diese

konnten bei ihnen bestellt wer-

den und eigneten sich perfekt

als Weihnachtsgeschenk mit

einem regionalen Bezug.

Mit dem Beginn des neuen

Jahres starteten sie motiviert

die Planungen ihres weiteren

Projektverlaufes. Die Idee eine

neue Teesorte zu kreieren über-

zeugte und die Pläne wurden

bereits im Januar in die Tat um-

gesetzt. Das Ergebnis ist „De

grööne Tee heet un kool“, der an

warmen Sommertagen auch als

Erfrischung dienen wird.

Auch die Planungen für Ge-

schenkpakete zu Ostern und

einigen Veranstaltungen, unter

anderem der Hospizlauf in Varel,

bei denen sie den Tee weiter für

den guten Zweck anbieten kön-

nen, laufen auf Hochtouren.

Der Tee kann weiterhin in

den Verkaufsstellen, an die die

Schüler mit diesem Artikel groß-

en Dank aussprechen möchten,

erworben werden.

Zu diesen zählen EDEKA Drie-

bolt, Das kleine Weinhaus, Sü-

ßer Treffpunkt, Cafe Bar Bistro

Victoria, Jade-Apotheke, Watt‘n

Blick, Bäckerei Kappen, Eeken-

hof, Ligthart Gesundheitshaus,

BBS Varel Schülershop, Hof-

laden Eilers und Schreibwaren

Lübben Zetel.

(eb)

Den Schülern des Lernfeldes „Projekte planen, durchführen und bewerten“ wurde die Aufga-

be gestellt, einen Tee zu entwickeln. Daraus sind zwei Teesorten geworden. „De swarte Tee“

und „De grööne Tee“ heißen die beiden, die man weiterhin kaufen kann.

Foto: privat

BBS-Schüler entwickeln eigene Teesorte für den guten Zweck: Jetzt auch als „grööner Tee heet un kool“

Reparatur-Café Varel

Länger nutzen statt öfter kaufen

Varel.

Die nächste Veranstal-

tung des Reparatur-Cafés Varel

findet am

Montag, 3. April

von

16 bis 19 Uhr statt. Veranstal-

tungsort ist wieder die Weberei

in der Oldenburger Straße 21.

Schon zweimal fand die Veran-

staltung dort statt. Die Nach-

frage ist groß und die Rückmel-

dungen sind durchweg positiv.

Radios, die nicht mehr spielen,

Uhren, deren Zeiger sich nicht

bewegen, Textilien mit offenen

Nähten, Computer, die nicht

mehr hochfahren, Fahrräder

ohne funktionierende Beleuch-

tung – vieles lässt sich noch

reparieren. Und selbst wenn

eine Reparatur nicht möglich ist,

bleibt die Stimmung gelassen.

Bei einer Tasse Kaffee wird ge-

plaudert oder gefachsimpelt.

Die Reparateure arbeiten eh-

renamtlich und freuen sich über

jede gelungene „Wiederbele-

bung“. Gerne können weitere

Freiwillige mitmachen.

Der Stadtjugendring informiert

Förderungen für Vareler Vereine

Varel.

Waldemar Janssen,

Mitglied des Kreisjugend-

ringes, informierte kürzlich über

Möglichkeiten von Vereinsför-

derungen. Die „Anschaffung

wertbeständiger Gegenstände“

wurde besonders hervorgeho-

ben. Hierbei werden die Kosten

zwischen Kommune, Landkreis

und Verein aufgeteilt, so dass

der Verein nur einen gerin-

gen Teil der Kosten aufbringen

muss. Es konnten neue Vergün-

stigungen der Jugendleiterkar-

te (JuLeiCa) in Varel etabliert

werden. So konnte Thomas

Foege, Besitzer der „Burger-

Stop“ Restaurants mit den Filia-

len in Varel und Wilhelmshaven

für Vergünstigungen begeistert

werden.

„Die Bereitschaft Vareler Un-

ternehmen die Ehrenamtlichkeit

zu honorieren ist groß“, so Mar-

cus Cronau vom SJR Varel, der

bereits mit weiteren regionalen

und überregionalen Firmen in

Kontakt steht.

(eb)