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Varel

Friebo 14/2017

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Wir helfen sofort!

Am Vareler Hafen die neue Promenade genießen

Sanierungsarbeiten werden kurzfristrig abgeschlossen – Bis Ostern ist das Wasser zurück

Varel.

Der Vareler Hafen be-

kommt eine neue Promenade,

zunächst 210 Meter lang, aber

wie Bürgermeister Gerd-Chris-

tian Wagner sagte: „Wir planen

schon weiter.“ Insgesamt wurde

bisher netto rund eine Million

Euro investiert.

Dieser Betrag hätte deutlich

höher ausfallen können, wenn es

nicht den Sanierungsvorschlag

von Hans Wilken von der Inte-

ressengemeinschaft Vareler Ha-

fen (IVH) gegeben hätte. Dessen

Idee überzeugt und es wurde

ganz schnell gehandelt: „Land-

kreis und Stadt brachten in Re-

kordtempo die Maßnahmen auf

den Weg und stellten im Rahmen

des Zweckverbandes Vareler

Hafen je zur Hälfte die nötigen

Mittel zur Verfügung“, erklärte

der

Verbandsgeschäftsführer

des Zweckverbands Vareler Ha-

fen, Rainer Rädicker.

Grünes Licht für die Sanie-

rungsmaßnahme der 1953 ge-

bauten und 1961 ertüchtigten

Stahlspundwand hatte es Mitte

August auf der Verbandsver-

sammlung des Zweckverbandes

Vareler Hafen gegeben. Seit vier

Monaten wird nun intensiv gear-

beitet – und das für die Bauar-

beiter unter schwierigsten Bedin-

gungen, Kälte und Schlick ver-

langten ihnen vieles ab. Beteiligt

waren die Unternehmen E. u. H.

Brunken und Metallbau Bureck,

als Statiker fungierte Hartmut

Fangmann. „Das war eine aus-

gezeichnete Zusammenarbeit,

natürlich hat es auch immer wie-

der Überraschungen gegeben,

aber in einem guten Klima haben

wir auch Probleme gemeinsam

gelöst“, freut sich Wilken.

Nötig geworden waren die

Seewasserbeständige Halbfertigteil-Filigranbetonplatten sind

eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zu einer neu-

en Stahlspundwand.

Fotos: Anke Kück

Noch fehlt die Gestaltung mit Bänken und Beleuchtung, aber

schon bald kann die Kaje am Hafen von Besuchern zum Spa-

ziergang genutzt werden

Fotos: Anke Kück

Was ist los in Dangast?

Am

Dienstag, 11. April,

beginnt um

15.30 Uhr „Basteln

für Kinder“ im Weltnaturerbe-

portal. Zusammen mit Monika

Metz werden dekorative Os-

terkörbchen gebastelt, denen

der Osterhase garantiert nicht

widerstehen kann. Eine Anmel-

dung ist erforderlich unter

04451/91140.

Eine Führung mit Lars

Klein unter dem Motto „Das

Watt im Wandel des Jahres“

findet am

Mittwoch, 12. April

,

statt. Lars Klein führt die Teil-

nehmer auf dem Strandweg

entlang der Nationalparkgren-

ze bis zur Verlandungszone der

Salzwiesen. Unterwegs werden

anschaulich und unterhaltsam

direkt am Weg die typischen

Aspekte des Wattenmeeres zur

jeweiligen Jahreszeit gezeigt,

aktuell das Erwachen der Salz-

wiesen und die Brutvögel im

Frühjahr.

Treffpunkt ist um 11 Uhr am

Weltnaturerbeportal im Dan-

gast.

Unter Anleitung von Frau

Timpf entstehen am

Donners-

tag, 13. April,

um 15 Uhr im

Weltnaturerbeportal Dangast

bei einem Speckstein-Kreativ-

Kurs für Kinder und Erwachse-

ne dekorative Kettenanhänger

und/oder

Handschmeichler.

In diesem etwa zweistün-

digen Kurs werden vorgefer-

tigte Speckstein-Rohlinge mit

Schleifschwamm und Feile/

Raspel bearbeitet. Mit einem

Lederband versehen wird

der Anhänger schnell zum

Lieblings-Schmuckstück. Die

Anmeldung erfolgt über die

Tourist-Information unter

04451/91140.

Veranstaltungshinweise auf einen Blick

Arbeiten, weil die Verkehrssi-

cherheit der Uferwand des Ha-

fens nicht mehr gegeben war,

erläuterte Rainer Rädicker. Hans

Wilken hatte schließlich eine

kreative, technisch hochwertige

Idee, die die Kosten stark redu-

zierte. Er entwickelte mit vorge-

hängten und seewasserbestän-

digen Halbfertigteil-Filigranbe-

tonplatten eine nachhaltige und

kostengünstigere Lösung als

Alternative zu einer neuen Stahl-

spundwand: „Dieses Bauwerk

ist besser als eine gerammte

Spundwand und die Unterhal-

tungskosten sind gering. Eine

Sanierung in dieser Form hat bis-

her noch niemand durchgeführt“,

erklärt er.

Direkt im Anschluss an die

Spundwandsanierung und noch

bis zum Saisonbeginn wird die

Fläche vor der neuen Hafenka-

je in Zusammenarbeit mit der

Interessengemeinschaft gestal-

tet. Neben einer ansprechenden

Beleuchtung soll es unter ande-

rem Sitzgelegenheiten geben.

Der alte Kran wird in das Kon-

zept mit einbezogen.

Bis Ostern soll außerdem das

Wasser wieder in das Hafenbe-

cken gelassen werden. Vareler

und Gäste können dann bereits

einen Spaziergang auf der neu-

en Kaje genießen. Die Sanierung

kommt im Übrigen nicht nur Be-

suchern und Wassersportlern zu

Gute, wie Rädicker erläuterte:

„Der neue Verladebereich kann

für den Güterumschlag genutzt

werden. Es hat schon Anfragen

von Betrieben gegeben.“

Auch das Unternehmen De-

harde Maschinenbau will ab

dem Frühjahr acht mal acht Me-

ter große Rumpfschalen für das

neue Airbus-Transportflugzeug

„Beluga XL“ über den Vareler

Hafen nach Nordenham trans-

portieren. Landrat Sven Ambro-

sy merkte beim Pressetermin

an: „Hätten wir vor fünf oder

zehn Jahren gesagt, dass über

den Vareler Hafen bald Güter

verschifft werden, hätte man

uns wohl sehr ungläubig ange-

schaut.“

Überhaupt sei am Vareler

Hafen ein echtes Kleinod ent-

standen, wie Karl-Heinz Funke

betonte, aber er erinnerte sich

auch: „Vor etwa 40 Jahren gab

es einmal Pläne, den Hafen mit

Bauschutt zu verfüllen. Gott sei

Dank ist das damals abgewen-

det worden.“

(ak)