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9. April 2017

Zum Schluss

55

Eine der Vorgaben dieser

Kolumne, nonsensuale Verwer-

fungen aufzupicken, um sie in

ein plausibles Deutungsmuster

zu betten, fokussiert sich dem-

gemäß auf das Menschelnde an

sich. Mitunter aber versagt jede

Erklärung, und es verbleibt ein

offener Mund, dem das Staunen

wölkchenweise entweicht. Neh-

men wir den Fall der unzufrie-

denen Professoren. Sie bemä-

keln Defizite bei ihren Neostu-

denten resp. Erstsemestern. De-

ren Sprachvermögen übersteige

oft nicht das Niveau pubertärer

Wortbrocken. Sie verursachen

Fehlzündungen bei ihren Mittei-

lungsversuchen. Texte gelten ih-

nen als sinnfreie Zeichenfolgen,

sofern sie ohne Icons oder Smi-

leys daherkommen.

Andererseits: Die Quote der

Abiturienten steigt Jahr für Jahr.

Ebenso wie die durchschnitt-

lichen Abiturnoten. Diese stei-

gen natürlich qualitativ, sprich,

sie sinken. Mit der langfristigen

Tendenz zur Eins vor dem Kom-

ma. Der Leser, der dem Zeige-

finger des Heinzi nicht abgeneigt

ist – vielleicht aus mitleidiger

Versonnenheit – mag mit mir rät-

seln: Wenn die Abiturienten so

klug sind (laut Zeugnis), wieso

scheitern sie an Deutschtexten

(laut Professorenschelte)? Er-

teilen die Lehrer gute Noten für

grenzwertiges Sprachgerum-

pel? Sind die Zeugnisse dem-

nach nicht mehr wert als ein

feuchter Fussel?

Ich erlaube mir einen privaten

Blick zurück: Meine Deutschzen-

sur unterschritt bis zum Abitur

nicht die Note Vier, dabei stets

mit einem Bein auf der Klippe zur

Fünf jonglierend. Na bitte, ging

doch. Und zu recht (der schräge

Klippenvergleich sagt ja wohl al-

les). Die miese Note hat mich vor

dem Los bewahrt, Germanistik

zu studieren. Meinen Lehrern sei

Dank.

Noch‘n Punkt: Das Kultus-

ministerium schlug neulich vor,

die Zensuren bis zur 7. Klasse

abzuschaffen. Will heißen, mit

der ersten Schulstunde hat der

Frühschüler den glatten Durch-

marsch bis zur 7. Klasse in der

Tasche. Auch wenn er bis da-

hin nix tut als in der Nase po-

peln. Wie passt das zusammen:

Defizitäre

Deutschkenntnisse

– glanzvolle Abiturzeugnisse –

Abschaffung der Zensuren? Ei-

nen sinnhaften Zusammenhang

kann ich nicht herauslesen. Na

gut, ich hatte auch nur eine Vier

in Deutsch. Wenigstens das

passt zusammen.

Tschüs!

Heinzis Zeigefinger

Heinzi, überfordert

„Die Kleine“ im Friesländer Boten

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Friesländer Bote

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Kommanditgesellschaft

Elisabethstraße 13, 26316 Varel

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Brigitte Meyer-Radicke (†)

Geschäftsführer: Robert Allmers

Redaktion: Michael Tietz (Ltg.),

Jutta Fink, Anke Kück, Susanne

Grill, Jaqueline Guthardt

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Verantwortlich für Anzeigen:

Friesländer Bote

Tel. gewerbliche Anzeigen:

04451/911950

Geertje Krause, Nadine Sennecke,

Heike Kleinschmidt, Gesa Siefjediers

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und Bilder wird keine Gewähr übernom-

men. Anzeigen, die vom Friesländer Bo-

ten gesetzt und gestaltet wurden, dürfen

nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlages nachgedruckt werden.

Druck:

Brune-Mettcker Druck- und

Verlagsgesellschaft mbH

TV-Tipp der Woche

„Tchibo – Made in Nord-

deutschland“

Mittwoch, 12. April, 21 Uhr, NDR

Varel.

Bereits am Montag, 3.

April, ereignete sich in der Zeit

von 19 bis 23 Uhr im Innen-

stadtgebiet ein Verkehrsunfall

mit anschließender Flucht. Eine

67-jährige Wilhelmshavenerin

parkte ihren Pkw Toyota Yaris

in der Neue Straße, Höhe Haus-

nummer 2, auf dem dortigen

Parkstreifen. Bei Rückkehr zum

Fahrzeug gegen 23 Uhr stellte

sie einen frischen Unfallscha-

den am hinteren linken Kotflü-

gel fest. Zu einem weiteren

Verkehrsunfall mit Fahrerflucht

kam es am Mittwochnachmittag

in der Zeit von 15 bis 18.20 Uhr.

Ein bislang unbekannter Fahr-

zeugführer beschädigte offen-

bar mit seinem Fahrzeug einen

am Fahrbahnrand der Jürgens-

straße 23 abgestellten Audi Q 3.

Anschließend entfernte er sich

von der Unfallstelle, ohne seinen

Pflichten als Unfallverursacher

nachgekommen zu sein. Die

Ermittlungen wurden durch die

Polizei in Varel aufgenommen.

In beiden Fällen werden Zeu-

gen gebeten, die sachdienliche

Hinweise geben können, sich

mit der Polizei in Varel unter

v

04451/9230 in Verbindung zu

setzen.

Tchibo ist eine der bekann-

testen deutschen Marken. Der

Konzern hat 12.500 Mitarbeiter

im In- und Ausland.

Der Film erzählt den Aufstieg

vom Kaffeeversand 1949, zum

führenden deutschen Kaffee-

röster und Handelsunterneh-

men. Die Unternehmensge-

schichte ist eng verknüpft mit

der deutschen Nachkriegsge-

schichte, dem wirtschaftlichen

Aufschwung der Bundesrepu-

blik Deutschland und schließ-

lich der deutschen Einheit.

Dauer: 45 Minuten

Fahrerflucht – Zeugen gesucht