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15. April 2017

Varel

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„Wir müssen mehr soziale Gerechtigkeit einfordern“

SoVD Kreisverband Friesland feiert hundertjähriges Bestehen – Festakt in Varel

Varel.

Hundert Jahre SoVD –

hundert Jahre Einsatz für eine

sozialere Welt: Der Sozialver-

band Deutschland (SoVD) ist

damals wie heute das soziale

Gewissen.

Mit einem großen Festakt

beging der SoVD Kreisverband

Friesland seinen Geburtstag im

Vareler Tivoli. Der 1. Vorsitzen-

de Hans Varrelmann betonte:

„Gäbe es den SoVD nicht, dann

müsste man ihn erfinden. Heute

sind wir stolz darauf woher wir

kommen und auch sehr stolz

darauf, was aus uns geworden

ist.“ Der SoVD setze sich auf

allen Ebenen mit Nachdruck für

wichtige gesellschaftliche The-

men ein – und diese seien heute

so wichtig wie vor hundert Jah-

ren: „Wir wollen, dass Armut in

einem reichen Land wie dem

unseren beseitigt wird. Schlag-

worte wie kostenfreie Kinderbe-

treuung, kostenfreies Mittages-

sen in der Schule, Inklusion oder

Barrierefreiheit spiegeln die Ar-

beit des SoVD wider.“

Gerade in Zeiten, die durch

soziale Ungerechtigkeiten und

Verunsicherung geprägt seien,

werde eine Gemeinschaft vor

Ort gebraucht, wo Solidarität

und Gemeinschaft gelebt wür-

den: „Der SoVD bietet dies in

seinen Beratungsstellen, wie

zum Beispiel in Varel, in der

Bahnhofstraße 3. Allen Mitar-

beitern gilt mein großer Dank,

ebenso wie den Menschen, die

in den Ortsverbänden die Ver-

antwortung tragen.“

Die größte soziale Einrich-

tung im Landkreis

Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner unterstrich in seinem

Grußwort: „Wir müssen mehr

soziale Gerechtigkeit einfordern,

denn die ist oft ins Hintertreffen

geraten. Sie sorgen dafür, dass

die Menschen gehört werden,

die ihre Rechte selbst vielleicht

nicht so einfordern können. Seit

100 Jahren stehen sie für den

sozialen Frieden ein.“

Der SoVD Niedersachsen

habe inzwischen 270.000 Mit-

glieder und der Kreisverband

Friesland fast 3000: „Damit ist

der SoVD die größte soziale Ein-

richtung im Landkreis und auch

hier in Varel ein Schwergewicht

und soziales Sprachrohr. Die

soziale Gerechtigkeit wird mit

Euch gelebt.“

Die stellvertretende Bürger-

meisterin Anne Bödecker aus

Schortens stimmte dem in ihrer

Ansprache ebenfalls zu: „Prima,

dass sie diese Arbeit machen –

der Verein ist so alt und doch so

jung. Es ist gut, dass sie darauf

achten, dass die Mittel in einem

so reichen Land wie Deutsch-

land gerechter verteilt werden.“

Rechtsansprüche durh-

setzen

Auch SoVD Präsident Adolf

Bauer gratulierte herzlich und

ging kurz auf die Geschichte

des Verbandes ein. Gegründet

wurde dieser nach dem ersten

Weltkrieg um Kriegsbeschä-

digte und deren Angehörige

besser zu versorgen. 1933 lö-

ste sich der Verband auf, um

auch ein Zeichen gegen das

„Getöse der Nazis zu setzen“,

wie Bauer sagte.

In dem Chaos nach dem

zweiten Weltkrieg war der Ver-

band nötiger als je zuvor. Über

40 Millionen Menschen muss-

ten untergebracht werden und

der SoVD wurde 1947 wieder

gegründet: „Bei all unseren Auf-

gaben war stets wichtig, keine

öffentlichen Zuwendungen zu

bekommen. Deshalb können wir

unsere politischen Forderungen

auch sehr laut in die Öffentlich-

keit bringen.“

Heute liege der Schwerpunkt

der Arbeit in der Beratung der

Mitglieder – und auch hier gehe

es nicht um das Wahrnehmen

von Wohltätigkeit, sondern das

Wahrnehmen von Rechtsan-

sprüchen, wie Bauer deutlich

machte: „Immer wieder muss-

ten wir klagen, weil Gesetze un-

gerecht oder gar gegen unser

Grundgesetz gemacht wurden.

Leider haben Konzerne heute

oft mehr Gewicht als wir, des-

wegen ist es wichtig Netzwerke

zu knüpfen um die wachsen-

de Schere zwischen Arm und

Reich zu verringern.“ Wichtig

sei auch dass der Arbeitsmarkt

so gestaltet werde, dass Men-

schen gesund das 65. Lebens-

jahr erreichen und angemessen

bezahlt würden. Neue Aufga-

ben warten, so Bauer, auf den

SoVD: „Die anstehenden Verän-

derungen zum Beispiel im Be-

reich der Digitalisierung dürfen

nicht auf dem Rücken der Ar-

beitnehmer ausgetragen werde

– wenn wir nicht aufpassen geht

das alles zu Lasten der Arbeit-

nehmer.“

Am Geburtstag wurde aber

schließlich in erster Linie gefei-

ert. Für Unterhaltung sorgten

das Duo Leuchtfeuer und Uwe

Sieckmann bis in den späteren

Abend. Demnächst wird in Varel

übrigens wieder gefeiert: Der

SoVD hier vor Ort wird 70 Jahre

alt.

(ak)

Etwa 150 Gäste feierten am vergangenen Samstag im Vareler Tivoli den hundertsten Ge-

burtstag des Sozialverband Deutschland.

Foto: Anke Kück

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