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22. April 2017

Varel

11

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Auf den Spuren der regionalen Geschichte

Am 23. April findet der 4. „Erlebnis-Tag der Gästeführung im Oldenburger Land“ 2017 statt

Varel

. Am

23. April

ist es wie-

der soweit: „Beim Erlebnis-Tag

der Gästeführung“ gibt es viel

Interessantes und Spannendes

zu entdecken – nicht nur für

die Besucher des Oldenbur-

ger Landes, sondern auch für

Einheimische! Im diesjährigen

Programm gibt es ganz neue

Angebote in der Region. Gäste-

führerin Helga von Eßen nimmt

alle Interessierten mit auf eine

historische

Entdeckungsrei-

se, beginnend im 16. und 17.

Jahrhundert. Alte Grabsteine

auf dem Vareler Friedhof, die

1924 vom damaligen Friedhof

in der Innenstadt zur Olden-

burger Straße gebracht wur-

den, erzählen als „Verwitterte

Zeitzeugen“ Geschichte bzw.

Geschichten bemerkenswerter

Menschen, die hier einmal ge-

lebt haben – aber auch der

Ehrenfriedhof und die Reihen-

gräber der Zwangsarbeiter sind

Themenschwerpunkte dieser

besonderen Zeitreise. (Treff-

punkt Friedhof Varel, Eingang

Friedhofskapelle, Oldenburger

Straße).

„Den Dangaster Hafen entde-

cken“, mit dem Siel, dem Pegel-

häuschen und dem Sielwärter-

haus kann man am Erlebnis-Tag

mit Gästebetreuer Karl-Heinz

Martinß, der die 60-jährige Ge-

schichte des Hafens und die

historische Bedeutung der Ar-

chitektur erläutert sowie die ak-

tuelle Situation der Dangaster

Fischer in Augenschein nimmt.

(Treffpunkt Siel).

„Vom Muschelkalk zum Flug-

zeugbau“ heißt es bei dem Ha-

fenbuttjer Gerold Lühken. Er

zeigt die Geschichte des Vareler

Hafens auf. Früher wurden dort

Muschelschalen verarbeitet –

heute baut die Firma Deharde-

Maschinenbau hier am Hafen

„technische Schalen“, die XL-

Rumpfteile für das Frachtflug-

zeug Beluga. (Treffpunkt: Ha-

fenkontor, Am Hafen 8).

Die Entdeckertouren am 4.

„Erlebnistag der Gästeführung

im Oldenburger Land“ 2017

sind kostenlos und finden je-

weils um 14 Uhr und um 16 Uhr

statt. Eine Anmeldung ist nicht

erforderlich.

Alle Veranstaltungen an die-

sem besonderen Erlebnis-Tag

werden von den Gästeführern

des Oldenburger Landes aus-

gerichtet, in Kooperation mit

der Ländlichen Erwachsenen-

bildung (LEB), die sich seit etwa

20 Jahren für die Qualifizierung

von Gästebetreuern engagiert.

Qualitätsgütesiegel

Für die Marke „Gästeführen

mit Stern“ müssen Absolventen

135 Unterrichtsstunden ab-

leisten, in denen nicht nur viel

Fachwissen gelehrt wird: „Uns

ist sehr wichtig, dass auch die

Form der Vermittlung der Sach-

kenntnisse stimmt und man, je

nach Zielgruppe, entsprechend

auf die Bedürfnisse der Gäste

eingeht, in unterhaltsamer und

niveauvoller Art und Weise“,

sagt Kunsthistorikerin Dr. Nata-

lie Geerlings von der LEB, die

den jüngst teilnehmenden Gä-

stebetreuern Helga von Eßen,

Karl-Heinz Martinß und Gerold

Lühken nach erfolgreicher Qua-

lifikation nun die offiziellen Aus-

weise überreichte. „Wir sind sehr

stolz auf unsere engagierten Gä-

steführer, die mit Leib und Seele

dabei sind. Das macht einfach

Spaß mit ihnen und das spürt

auch der Gast“, bedankten sich

Ingrid Funke und Kirsten Jaeger

von der Kurverwaltung bei den

erfolgreichen Absolventen der

Ausbildung, die die Fortbildung

als Bereicherung empfunden ha-

ben: „Es waren immer sehr gute

Referenten bei den Schulungen“,

betonte Helga von Eßen und Ge-

rold Lühken gefiel insbesondere

die Anleitung zur genauen Struk-

turierung von Abläufen. Dabei

lag der Schwerpunkt auf der Ver-

mittlung von Kommunikations-

strategien. „Ich habe gelernt, die

Teilnehmer auch in die Gästefüh-

rung einzubeziehen, in dem man

Fragen stellt oder Rollen ver-

teilt“, beschrieb Karl-Heinz Mar-

tinß das Konzept. „Damit dringt

auch Kreativität in den Ablauf“,

ergänzte Helga von Eßen.

Die mit dem Qualitätsgütesi-

egel einhergehende Vernetzung

der Gästebetreuer, die sich ein-

mal jährlich treffen und regelmä-

ßig austauschen können, gibt

ihnen als Feedbackmöglichkeit

zusätzliche Sicherheit.

(cr)

Gerold Lühken, Helga von Eßen und Karl-Heinz Martinß (vor-

ne v.l.) haben sich für die Marke „Gästeführen mit Stern“ qua-

lifiziert und erhielten nun ihre offiziellen Ausweise. Auf der

Entdeckertour beim Erlebnis-Tag bieten sie spezielle The-

menführungen an.

Foto: Cosima Rieker

Vielfalt der Bestattungsformen

Rundgang über den Vareler Friedhof

Varel.

Der aktuelle Wandel

in der Begräbniskultur führt

auch in Varel zu neuen Formen

der Bestattung. Immer stärker

nachgefragt sind pflegeleichte

Gräber am Stelenfeld oder im

neuen Urnenhain. Auf einer

Baumgräberlichtung

können

neben Urnenbeisetzungen auch

Sargbestattungen vorgenom-

men werden. Hinter einer mäch-

tigen Lindenallee werden in den

nächsten Jahren Aufforstungen

vorgenommen. Hier entsteht das

„Friedhofswäldchen“, ein pfle-

gefreies Bestattungsangebot für

Urnenbeisetzungen.

Am

Donnerstag, 27. April,

stellt Heidrun Bleß, die Vorsit-

zende des Friedhofausschusses

Varel bei einem Rundgang über

den Friedhof die verschiedenen

Bestattungsmöglichkeiten vor.

Treffpunkt ist um 16 Uhr der

Haupteingang am Parkplatz hin-

ter der Auferstehungskirche am

Friedhof in der Oldenburger Stra-

ße in Varel. Information und An-

meldung bei der Ev. Familien-Bil-

dungsstätte Friesland-Wilhelms-

haven unter

04421/32016 oder

unter

www.efb-friwhv.de

.