Table of Contents Table of Contents
Previous Page  17 / 48 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 17 / 48 Next Page
Page Background

22. April 2017

Varel

17

Stephan Weil möchte nicht Bundeskanzler werden

Unsere jungen Kollegen der Vareler Zeitung von Kindern für Kinder berichten exklusiv im Friebo

Varel. Der Schülerfloh ist eine Zeitung von Kindern für Kinder. Junge Reporter können hier ganz selbstständig mit der Un-

terstützung von Medienpädagogen und Journalisten erste praktische Erfahrungen mit dem Journalismus sammeln. Dabei

schreiben sie über Themen, die sie interessieren.

Die Kinder von der Schülerfloh-AG der Grundschule Obenstrohe konnten am Mittwoch an einer „echten“ Pressekonferenz

teilnehmen. Unser Ministerpräsident Stephan Weil war nach Varel gekommen, um die Papier- und Kartonfabrik zu besu-

chen und anschließend im Vareler Waisenhaus die Fragen der Journalisten zu beantworten. Mit dabei waren Vertreter

der SPD Varel, Landrat Sven Ambrosy, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und die SPD-Bundestagskandidatin Siemtje

Möller. Die Fragen der Schülerflöhe fand er besonders spannend, wie er im Anschluss an die Pressekonferenz bestätigte.

Lest selbst, was Fleur, Paula, Leni und Nico herausgefunden haben:

Fleur: Wieviel Urlaub haben

Sie?

Weil:

„Ich mache nicht so

viel Urlaub, weil ich an meiner

Arbeit viel Freude habe, aber

im Sommer gehe ich jetzt mit

meinem Sohn wandern und

ich fahre dann mit meiner Frau

auch nochmal zwei Wochen

zum Wandern in die Berge. Viel-

leicht klappt es auch, dass ich

mit meinen Freunden verreisen

kann.“

Fleur: Haben Sie ein Hobby?

Weil:

„Ich habe viele Hob-

bys. Ich habe allerdings mehr

Hobbys als ich Zeit dafür habe.

Zum Beispiel bin ich Fußballer.

Ich spiele jetzt leider nicht mehr

selbst, aber ihr wisst vielleicht,

dass ich aus Hannover komme.

Gerade bin ich ganz gespannt,

ob Hannover 96 den Aufstieg

in die erste Liga schafft – das

würde mich sehr freuen. Als ich

etwa so alt war wie ihr, da war

ich (vor 50 Jahren) zum ersten

Mal im Fußballstadion und es

gibt keinen Ort auf der Welt, wo

ich mich schon mehr geärgert

habe als dort. Ich lese auch

sehr viel, außerdem laufe ich

sehr gerne und treffe mich mit

Freunden.“

Paula: Möchten Sie gerne

Bundeskanzler werden?

Weil:

„Ich möchte gerne der

niedersächsische Ministerprä-

sident bleiben. Martin Schulz

war letzte Woche zu Besuch in

Hannover und da der ja schon

Bundeskanzler werden soll,

muss ich das ja nicht machen.“

Paula: Wollten Sie schon

als Kind Politiker werden?

Weil:

„Nein, das hat sich erst

viel später herausgestellt, also

erst so etwa vor zehn Jahren. Als

ich so alt war wie ihr, da wollte

ich Fußballprofi werden. Das hat

aber nicht geklappt – dann ka-

men viele andere Ideen.“

Leni: Sind Sie gerne zur

Schule gegangen?

Weil:

„Es hört ja keiner hin,

oder? Also bis zur 11. Klasse

war ich keine Leuchte in der

Schule und die Noten waren

eher mittelprächtig und einmal

im Jahr haben meine Eltern

Post von der Schule bekom-

men. Kennt ihr noch den Be-

griff ‚blauer Brief‘? Aber in der

11. Klasse ist bei mir auf einmal

der Groschen gefallen und dann

habe ich ein ganz gutes Abitur

gemacht, aber ehrlich gesagt,

nach der Schule ging es dann

noch besser weiter.“

Leni: Was macht Ihnen an

Ihrer Arbeit ammeisten Spaß?

Weil:

„Ich habe ganz viel

Abwechslung. Ich lerne jeden

Tag etwas dazu und lerne die

unterschiedlichsten Menschen

kennen – zum Beispiel euch –

und das ist jeden Tag so. Bei

mir wird es nie langweilig und

weil ich sehr neugierig bin, ist

das etwas, was mir viel Spaß

macht.“

Nico: Was essen Sie am

liebsten?

Weil:

„Curry-Pommes und ein

schönes Bier vom Fass.“

Nico: Das war es.

Weil:

„Vielen Dank für das

Gespräch.“