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Zetel

Friebo 16/2017

Schüler fordert: „Ampeln am Ohrbült“

Unterschriftenaktion: René Ubben aus Zetel setzt sich dafür ein, den Ohrbült sicherer zu machen

Zetel.

Er ist unübersichtlich

für sämtliche Verkehrsteilneh-

mer – ob im Auto, auf dem Fahr-

rad oder zu Fuß. Am Ohrbült in

Zetel grenzen die Hauptstraße,

Bahnhofstraße und die Bohlen-

berger Straße an die Hauptver-

kehrsstraße (Jakob-Borchers-

Straße / Neuenburger Straße)

an. Hier gibt es viele Geschäfte

und Banken, Supermärkte und

Gastronomie, eine Apotheke

sowie das Rathaus – es ist also

immer etwas los. So geschäftig

der Ohrbült ist, so gefährlich ist

er auch.

René Ubben hat jetzt die In-

itiative ergriffen, den Ohrbült

sicherer zu machen: Mit einer

Unterschriftenaktion will er er-

reichen, dass Ampeln an der

Bohlenberger Straße, der Neu-

enburger Straße und der Bahn-

hofstraße aufgestellt werden.

„Ich habe hier schon einmal

einen Unfall mit einem Grund-

schulkind mitbekommen“, be-

richtet der 16-Jährige. Auch

er und seine Mutter hatten an

der Ecke beinahe einen Unfall

gebaut. Als dann Ende März

eine 65-jährige Radfahrerin so

schwer verletzt wurde, dass der

Notarzt per Helikopter eingeflo-

gen werden musste, war für den

Schüler der Punkt erreicht zu

handeln. „Ich konnte nicht weiter

zugucken“, erklärte er.

Gesagt, getan. Nachdem

die Mitarbeiter des Jugend-

zentrums eine kleine Starthilfe,

beispielsweise beim Formular-

druck gegeben hatten, zog er los

und sammelte die Unterschriften

der Zeteler Bürger. „Bisher wa-

ren alle, die ich befragt habe,

von der Idee begeistert“, so der

16-Jährige.

Nicht nur wegen der vielen

Grundschüler, die auf ihrem

Schulweg über den Ohrbült

müssen, auch der Umzug des

Ärztehauses – von der Bahnhof-

straße in die Hauptstraße – spre-

chen für die Ampeln. „Damit die

Eltern ihre Kinder mit einem gu-

ten Gefühl zur Schule schicken

können“, bekräftigt der Schüler.

Um das Ganze etwas zu be-

schleunigen und zu zentrie-

ren, beschloss René die Listen

im Getränkemarkt „Hol‘ Ab!“

auszulegen. Renés Vater, Ge-

schäftsinhaber des Getränke-

markts, unterstützt seinen Sohn

dabei.

Wer René also ebenfalls bei

der Aktion, den Ohrbült für alle

Verkehrsteilnehmer sicherer zu

machen, unterstützen will, kann

sich beim „Hol Ab!“ in der Neu-

enburger Straße 17 in Zetel in die

Liste eintragen.

(jg)

„Ich finde es gut, dass sich junge Menschen für so etwas Wichtiges einsetzen“, betont Karl-

Ludwig Christ (3. v. l.) und bestärkt Initiator René Ubben (r.) in seinem Vorhaben, Unterschrif-

ten für Ampeln am Ohrbült zu sammeln.

Foto: Jaqueline Guthardt

Vortragabend beim Heimatverein Zetel

Zetel.

„Die Ostfriesischen In-

seln – Aufbau, Alter und Entste-

hungstheorien“ lautet das The-

ma des ersten Vortragsabends

des Heimatvereins Zetel in die-

sem Jahr am

Donnerstag, 27.

April,

um 19.30 Uhr im Zeteler

Lichtspielhaus Zeli, Hauptstra-

ße. Der Heimatverein hat dazu

die Geologin Frau Dr. Friederike

Bungenstock vom Niedersäch-

sischen Institut für historische

Küstenforschung Wilhelmshaven

eingeladen. Das Thema wurde

im Hinblick auf die für den 8.

Juli 2017 geplante „Küstenfahrt

zu Lande und zu Wasser“, die

unter anderem eine Drei-Insel-

Rundfahrt vorbei an Oldeoog,

Wangerooge und Spiekeroog

vorsieht, gewählt. Der Eintritt für

die Mitglieder des Heimatver-

eins Zetel ist frei. Auch Nichtmit-

glieder sind an diesem Abend

willkommen. Sie zahlen einen

Kostenbeitrag von drei Euro.

Die Ostfriesischen Inseln sind

typische Düneninseln. Als Kette

angeordnet liegen sie vor der

ostfriesischen Halbinsel. Sie

bestehen aus Sand, der sich im

Zuge des nacheiszeitlichen Mee-

resspiegelanstiegs durch Strö-

mungen, Seegang und Wind an

der heutigen Küste anreicherte.

Charakteristisch sind die bis zu

20 Meter hohen Dünen.

So anschaulich die ostfrie-

sischen Inseln allen vor Augen

stehen, so geben sie aus geolo-

Mitspieler gesucht

Zetel.

Der Männerkreis sucht

noch Skat- oder Doppelkopf-

spieler zur Verstärkung. Ge-

spielt wird immer mittwochs in

der Zeit von 15 bis 17 Uhr in der

Alten Schule Marschstraße.

Nähere Einzelheiten erklärt

Alfred Balkow gerne unter

04453/484565.

gischer Sicht doch noch einige

Rätsel auf, denen mit dem Vor-

trag nachgegangen werden soll:

Wie sind die ostfriesischen In-

seln entstanden? Wann sind sie

entstanden? Und wie entwickeln

sie sich bei steigendem Meeres-

spiegel?

Die Referentin gibt einen

Überblick über die nacheiszeit-

liche Entwicklung unserer Küste

und geht dann auf verschiedene

Theorien zur Entstehung der In-

seln ein. Auch wenn heute sicher

noch nicht alle Wissenslücken

geschlossen werden können,

verspricht der Vortrag die Zuhö-

rer auf den derzeitigen Stand der

Erkenntnisse über die „Perlen

der Nordsee“ zu bringen.

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