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Sport

Friebo 16/2017

SG VTB/Altjührden vor dem nächsten Endspiel

Varel.

Für die SG VTB/Alt-

jührden geht der Ritt auf der

Rasierklinge weiter! Diese ohne

Zweifel wenig überraschende

Aussage hätte allerdings auch

nach einem Punktgewinn im

Auswärtsspiel bei Mecklen-

burg Schwerin noch Gültigkeit

gehabt. Nach der deutlichen

32:17-Niederlage jedoch be-

kommt sie noch mehr Brisanz.

Zum einen, weil der direkte

Kontrahent Magdeburg II, der

aktuell den 1. Abstiegsplatz

besetzt, punktete und vor dem

Spieltag dieses Wochenendes

nur noch einen Zähler Rück-

stand auf die SG aufweist.

Zum anderen durch die Anset-

zungen des drittletzten Spiel-

tages: Magdeburg (16 Punkte)

empfängt den bereits länger

feststehenden Absteiger Beck-

dorf und wird wohl siegen. Fre-

denbeck (21 Punkte) erwartet

das bereits gerettete Anhalt

Bernburg und wird sich in ei-

gener Halle ebenfalls durch-

setzen. MTV Braunschweig (21

Punkte) verliert im Normalfall

sein Heimspiel gegen den Ta-

bellenzweiten HSG HU Nord.

Mit einem Vareler Sieg über den

Flensburger Bundesliganach-

wuchs bleibt die Konstellation

Magdeburg/Varel wie gehabt

erhalten und Braunschweig

verharrt in relativer Reichweite.

Ein Umstand, der wiederum für

den vorletzten Spieltag von Be-

deutung ist, an dem der MTV in

eigener Halle Magdeburg emp-

fängt und den eigenen Klas-

senerhalt durch einen Heimsieg

absichern kann.

Die SG VTB/Altjührden steht

in einer wenig beneidenswerten

Situation. Die erste Vorausset-

zung für den Klassenerhalt sind

zwei Siege in den aufeinander-

folgenden Heimspielen gegen

Flensburg und Fredenbeck.

Selbst in diesem Fall braucht

die Mannschaft von Trainer

Staszewski

Unterstützung

durch einen Braunschweiger

Sieg gegen Magdeburg, der

den Vareler Punktvorsprung

vor Magdeburg vor dem letzten

Spieltag der Saison auf unein-

holbare 3 Punkte setzen würde.

Neben diesem einfachsten und

klarsten Weg gibt es aber noch

eine Reihe von Szenarien, bei

denen, wenn es der „Handball-

Teufel“ will, selbst zwei Siege

nicht reichen würden. Doch

über die wird jetzt erst einmal

nicht geredet. An diesem Wo-

chenende muss der erste der

notwendigen Siege eingefahren

werden, und dafür bedarf es auf

jeden Fall einer gut gefüllten

Halle und der bedingungslosen

Unterstützung durch das eige-

ne Publikum.

(mp)

La Ola mit dem begeisterten Publikum nach dem Sieg über Flensburg/Handewitt – diesen

Abschluss eines Spieles, wie hier auf dem Archivfoto, wünscht sich die Vareler Handballsze-

ne an diesem Wochenende.

Platzierungsspiel gegen Frisia in Obenstrohe

Varel.

Es fällt schwer, diesem

Allerweltsspiel zweier Mann-

schaften aus der Zone zwischen

Gut und Böse einen Spannungs-

faktor zu verpassen. Dies gilt vor

allem für den Gastgeber, der ein-

fach eine enttäuschende Saison

spielt und ziemlich hinter den

Ansprüchen zurückbleibt. Die

Gründe dafür wurden und wer-

den in wöchentlichem Rhythmus

benannt, haben sich aber offen-

sichtlich irgendwie abgenutzt

und überzeugen nicht mehr

richtig, denn nach dem erneut

missratenen Auftritt in Bümmer-

stede wurden erstmalig auch

„Einstellungsprobleme

sowie

fehlendes Engagement und zu

geringer Ehrgeiz der Spieler“ als

zusätzliche Erklärung herange-

zogenen. Der TuS-Mannschaft

bleiben sechs Spiele, darunter

vier Heimspiele, um den zer-

kratzten Eindruck bis zum Sai-

sonschluss zumindest wieder

aufzupolieren. Als erstes steht

das „kleine Jadebusen-Derby“

gegen WSC Frisia WHV auf dem

Zettel. Legt man die Spiele bei-

der Teams nach der Winterpause

zugrunde, dann steht fest: Frisia

geht als Favorit in das Auswärts-

spiel beim TuS Obenstrohe. Seit

dem 1:4 auf eigenem Platz zum

Auftakt 2017 legten die WSCer

eine bemerkenswerte Erfolgs-

spur. Acht Spiele in Serie ohne

Niederlage – erst die 9. Partie

ging am vergangenen Mittwoch

in Rastede verloren – darunter

fünf Siege, drei Unentschieden

gegen Teams von der Tabel-

lenspitze, fünf Spiele ohne Ge-

gentor – das kann sich wahrlich

sehen lassen. Verstärkt wird der

Eindruck noch durch die Tat-

sache, dass Frisia vier der fünf

Siege auf fremden Plätzen ein-

fuhr. Die TuS-Mannschaft muss

also ein ziemlich dickes Brett

bohren und dürfte mit der Ein-

stellung aus den letzten beiden

Begegnungen in Rastede und

Bümmerstede große Schwie-

rigkeiten bekommen. Vielleicht

ist es Trainer und Mannschaft ja

in der vergangenen „normalen“

Trainingswoche ohne Wochen-

tagsspiel gelungen, die eine

oder andere Ungereimtheit so

weit zu bearbeiten, dass sie die-

ses Platzierungsspiel im Tabel-

lenmittelfeld für sich entschei-

den kann. Anstoß am Sonntag,

15 Uhr, Plaggenkrugstraße.

(mp)

Der Obenstroher Abwehrchef Nikki Schröder (rotes Trikot)

taugt auch als Angreifer und erzielte in den letzten Begeg-

nungen immerhin drei Treffer.