Table of Contents Table of Contents
Previous Page  13 / 48 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 13 / 48 Next Page
Page Background

29. April 2017

Varel

13

OBERNSTR. 1-3 | 26316 VAREL | Tel. 04451 959595

E n t d e c k e n S i e b e i u n s d e n S omme r !

E n t d e c k e n S i e b e i u n s d e n S omme r !

wir empfehlen:

vom 02.05. - 06.05.17

Obenstrohe 04451 / 9184330

Bockhorn 04453/ 71532

Varel

04451 / 9611207

Zetel 04453 / 64 54

Friedeburg 04465 / 97 92 92

Neuenburg

04452 / 84 00

Partyservice Angebot Mai

Leckeres aus der Feinkostküche

Schinkengulasch

Lachsschnitzel

Saganaki Röllchen

hausgemachter

mit Spießbraten (als zweite Fleischbeilage),

Fleischsalat

Wiener Würstchen

Kg

Kg

Stück

100 g

100g

bratfertig

geschnitten

ohne Silberhaut -

bratfertig geschnitten

mit

Hirtenkäse

gefüllt

mit & ohne

Kräuter

täglich frisch

aus dem

Heißrauch

6.99

7.99

0.80

0,99

0,69

pro Person:

Rinderrouladen

11,-

00

Salzkartoffeln, Rotkohl, Soße & Bohnensalat

Bauantrag für Geflügelstall bei Dangast liegt vor

Hähnchenmast an der Wehgaster Straße: Anlage mit Kapazität für bis zu 30.000 Tiere vorgesehen

Varel.

Der Stadt Varel liegt ein

Bauantrag zur Errichtung eines

Geflügelmaststalls nahe Dan-

gast vor. Das bestätigte Bürger-

meister Gerd-Christian Wagner

auf Nachfrage. Den Ratsmit-

gliedern war das Schreiben im

nichtöffentlichen Teil der jüngs-

ten Sitzung des Planungsaus-

schusses zur Kenntnis gegeben

worden.

DerAntragstellerbeabsichtigt,

an der Wehgaster Straße eine

Stallanlage mit Platz für bis zu

30.000 Masthähnchen zu er-

richten, nunmehr aber weiter

östlich als bei den ersten Über-

legungen vorgesehen, mit de-

nen sich die Stadt bereits vor

gut zwei Jahren konfrontiert

sah.

Im Herbst 2014 hatte es be-

reits eine Voranfrage zum Bau

eines Geflügelstalls gegeben,

die hatte der Vorhabenträger

dann aber zunächst wieder zu-

rückgezogen. Dabei hatte der

Investor ausdrücklich darauf

hingewiesen, dass die Planung

keineswegs gescheitert wäre

und das grundsätzlich an der

Absicht zum Bau eines Geflü-

gelstalls festgehalten werde. In

der Zwischenzeit habe es nun

zahlreiche Abstimmungsge-

spräche mit der Stadt gege-

ben, die nunmehr auch zu der

Verlegung des Standortes wei-

ter nach Osten geführt hätten.

Wie der Unternehmer be-

reits im Herbst 2014 erklärte,

sei ferner nicht geplant, tat-

sächlich die maximal mögliche

Zahl von knapp 30.000 Tieren

zu halten, vielmehr sei ein Be-

satz mit einer vergleichsweise

langsam wachsenden Rasse

vorgesehen. Die Aufzucht der

Hähne solle sich so weit wie

möglich am Tierwohl orien-

tieren und über die ohnehin

geltenden Standards deutlich

hinausgehen, teilte der Antrag-

steller damals mit. Vorgesehen

sei „ein Nischenprodukt“, eine

Mischung aus dem, was einer-

seits landläufig – meist negativ

konnotiert – als „konventionelle

Geflügelmast“ und anderer-

seits als Bio-Haltung verstan-

den wird. Schließlich werde

auch der Markt entscheiden,

was wirtschaftlich darstellbar

ist. Ein geschlossener Stall

aber müsse sein, der Freilauf

der Tiere komme schon aus

Gründen der Seuchenpräventi-

on nicht in Frage.

Ob und inwieweit die Gremien

der Stadt Einfluss nehmen kön-

nen auf ein solches Vorhaben,

darüber war im Planungsaus-

schuss bereits im Herbst 2014

ausführlich diskutiert worden.

Sollte die Politik den Bau zu ver-

hindern suchen, wäre das sehr

schwierig – wenn überhaupt

möglich, wie Stadtplaner Olaf

Freitag damals dargelegt hatte.

Nicht zuletzt muss bei der Be-

trachtung unterschieden wer-

den zwischen landwirtschaftlich

und gewerblich betriebener Ge-

flügelmast: Um erstere handelt

es sich dann, wenn mindestens

die Hälfte des für die Aufzucht

der Tiere benötigten Futters

auf eigenen oder dauerhaft ge-

pachteten landwirtschaftlichen

Flächen angebaut werden kann.

Ist diese Bedingung erfüllt, han-

delt es sich um ein privilegiertes

landwirtschaftliches Vorhaben

nach § 35 Baugesetzbuch, das

grundsätzlich Anspruch auf Ge-

nehmigung hat, sofern diesem,

wie es im Gesetzbuch heißt,

„öffentliche Belange nicht ent-

gegenstehen“. Einfach gesagt:

Einen solchen landwirtschaft-

lichen Geflügelstall im Außen-

bereich hätte die Kommune fast

zwangsläufig zu genehmigen.

Etwas anders sieht es bei

gewerblich betriebener Geflü-

gelmast aus, wie sie hier zu-

nächst beantragt wurde: dafür

kann die Stadt sogenannte Vor-

ranggebiete ausweisen, auf die

Antragsteller dann verwiesen

werden können, für das übrige

Stadtgebiet ergäbe sich daraus

zunächst eine Ausschlusswir-

kung. Den Antrag, ein Sonder-

gebiet „Geflügel-Mastställe“ im

Flächennutzungsplan der Stadt

auszuweisen, hatte die Fraktion

der Menschenmüll-Wählerakti-

on im Herbst 2014 gestellt. Um-

gesetzt wurde er bislang nicht.

Ob und wo solch ein Son-

dergebiet ausgewiesen werden

könnte, ist bis dato auch völlig

offen geblieben, mit Vorschlä-

gen dazu hielt man sich seiner-

zeit im Ausschuss geflissentlich

bedeckt – wohl wissend, dass

man sich diesem emotional auf-

geladenen Thema immer den

Unmut der jeweils betroffenen

Nachbarschaft zuziehen wird.

Das weiß auch der jetzige An-

tragsteller: Der hatte seine Bau-

voranfrage vor gut zwei Jahren

zunächst zurückgezogen, ob-

wohl dem Projekt an dem vor-

gesehenen Standort planerisch

und rechtlich nichts im Wege

gestanden hätte. Es sei aber

nachzuvollziehen, dass einige

Menschen sensibel auf diese

Thematik reagieren, so der Un-

ternehmer damals. Viele Be-

denken seien dabei allerdings

„eher emotionaler Natur“ denn

durch sachliche Abwägung be-

gründet.

Das Vorhaben hatte in den

Gremien für lebhafte Debat-

ten gesorgt. Die Mehrheit der

Fraktionen hatte es seinerzeit

kritisch gesehen, auch im Kom-

munalwahlkampf 2016 spielte

das Thema eine Rolle. Ein Ge-

flügelmaststall ausgerechnet in

der Nähe des Tourismuszen-

trums und Kurortes Dangast sei

abzulehnen, so der Tenor.

Doch das Planungsrecht bie-

tet für eine solche politische

Ablehnung im Grunde kaum

Spielraum. Dennoch wird der

Bescheid der Stadt zu diesem

Bauantrag zunächst wohl noch

auf sich warten lassen: Vor dem

Hintergrund des im Raume ste-

henden MMW-Antrages zur

Ausweisung eines Sonderge-

bietes soll den Ratsgremien

Gelegenheit zur Stellungnahme

gegeben werden. Der städ-

tische Planungsausschuss wird

sich des Themas annehmen,

die nächste Sitzung findet vo-

raussichtlich statt am

Montag,

15. Mai

.

(tz)

Fahrradhaus REINERS

26316 Varel-Seghorn

Altjührdener Straße 2a

Telefon 0 44 51 - 9 79 00 52

www.fahrradhaus-reiners.de