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Varel

Friebo 18/2017

Karl Schiller

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Vareler Hafen hat ein Leck: Neue Dichtung muss her

Deichschau: Arbeiten in Wapelersiel gehen voran – Deicherhöhung dauert noch über Jahre an

Wapelersiel/Varel.

Fries-

lands Landrat Sven Ambrosy

begrüßte den Kreis von Exper-

ten und Lokalpolitikern Ende

April zur turnusgemäßen Deich-

schau im Frühling am Schöpf-

werk in Wapelersiel mit einer po-

sitiven Einleitung, die allerdings

mit nachdenklichen Worten

endete. „Ich möchte betonen,

dass die Zusammenarbeit mit

dem Landkreis Wesermarsch

hervorragend funktioniert“, be-

gann er und stellte nicht infrage,

dass die Erhöhung der Deiche

dort Vorrang habe.

Schließlich sei der sogenann-

te Unterbestick, also die Diffe-

renz zwischen dem Ist-Zustand

und den errechneten notwen-

digen Höhen im Wesermarsch

auch mit Blick auf die anstehen-

de Weservertiefung größer als

in Friesland. Dennoch müsse

die Deicherhöhung insgesamt

schneller angegangen werden.

Immerhin seien die die Deicht

mit durchschnittlich 7,40 Metern

Höhe durchweg einen Meter zu

niedrig.

Doch bis die Deiche die zur-

zeit erforderliche Höhe haben,

werden noch viele Jahre ins

Land ziehen und Finanzmittel

in zweistelliger Millionenhöhe in

Anspruch genommen werden.

Zudem gelte es, die Kapazitäten

des Niedersächsischen Landes-

betriebs für Wasserwirtschaft,

Küsten- und Naturschutz (NWL-

KN) zu erhöhen, arbeite man

doch inzwischen auch schon

mit privaten Ingenieur-Büros

zusammen. Vor allem aber, so

Ambrosy schließlich, benötige

man vor allem mehr Geld für den

II. Oldenburgischen Deichband.

„Da werde ich dran festhalten

wie der Terrier an der Hose.“

Zügig voran geht derweil der

Bau am Schöpfwerk in Wape-

lersiel. Auch wenn die Arbeiten

nicht ganz unkompliziert sind.

Schließlich müssen stets zwei

der vier Kammern, die buten

und binnen Ebbe und Flut aus-

gleichen, funktionstüchtig blei-

ben. Das mache, so Jochen

Meier vom Fachbereich Umwelt

des Landkreises Friesland, die

Arbeiten vergleichsweise auf-

wendig.

Eine weitere Baustelle tat sich

für die Gruppe der Deichbe-

schauer im Vareler Hafen auf.

Der verliert bei Ebbe permanent

an Wasser. Ursache sind po-

röse Dichtungen am westlichen

Ebbtor. Die Auswechslung der

Dichtungen ist kein Problem,

auch wenn es noch ein paar Wo-

chen dauert, bis die Dichtungen

geliefert werden können. Zuvor

aber muss das gesamte Hafen-

becken trockengelegt werden.

Dann gilt es, das Tor auszubau-

en und die frische Dichtung zu

platzieren. Das alles aber wird

im Laufe des Sommers gesche-

hen.

(off)

Am Vareler Hafen besteht Handlungsbedarf. Die Dichtung

eines der Ebbtore ist porös. Foto: Albert Rohloff

„Hähnchenmaststall ist eine unzumutbare Beeinträchtigung“

BBV: Standort in unmittelbarer Nähe des Kurortes hat hohe Brisanz

Varel.

Zu unserem Bericht

über den geplanten Hähnchen-

maststall in Dangast erreichte

uns eine Stellungnahme des

Bürgerbündnis Varel (BBV).

Ratsmitglied Rudi Böcker sagt

zu den Plänen: „In letzter Zeit

ging es in Dangast um die Fra-

ge, ob man dort auf ehemals

städtischem Gelände eine

große Zahl von Ferienwoh-

nungen und das Weltnaturer-

beportal bauen sollte. Diese

Frage ist weitgehend entschie-

den, aber Einigkeit darüber, ob

diese Entscheidung richtig war,

konnte bisher nicht erzielt wer-

den. Die Gemüter haben sich

bis jetzt noch nicht beruhigt.“ In

der Zukunft werde es nötig sein,

auf dieser politischen Baustelle

noch eine Menge Schutt bei-

seite zu räumen und sich dabei

wieder anzunähern.

Jetzt liege aber eine Frage

von ähnlicher Brisanz zur Ent-

scheidung auf dem Tisch: „Soll

in unmittelbarer Nähe des Kur-

ortes Dangast ein Hähnchen-

maststall gebaut werden? Ich

habe versucht, die berechtigten

Wünsche der Bevölkerung nach

einer möglichst natürlich be-

lassenen Landschaft und die

geschäftlichen Interessen eines

einzelnen Bürgers abzuwägen.

Dabei bin ich zu dem Entschluss

gekommen, den Bau eines sol-

chen Maststalls in Dangast ab-

zulehnen.“

Ganz gleich, wie das Pro-

jekt betrieben werden solle,

sei doch zu erwarten, dass die

Lebensweise der Bevölkerung

unzumutbar beeinträchtigt und

die Attraktivität des Seebades

für die auswärtigen Gäste unwi-

derruflich beschädigt werde.

„Unabhängig von der Frage,

ob über die Genehmigung zum

Bau des Maststalles allein nach

dem Baurecht oder aber durch

einen förmlichen Ratsbeschluss

entschieden werden wird, wer-

de ich mich deutlich gegen die-

ses Bauvorhaben stellen.“

Bis jetzt hätten noch nicht alle

Ratsmitglieder eine eindeutige

Stellung zu diesem wichtigen

Projekt bezogen, beklagt Rudi

Böcker: „Ich fordere alle, die in

der Vareler Politik an Entschei-

dungen für die Bürgerinnen und

Bürger beteiligt sind, auf, eine

eindeutige Stellung zu bezie-

hen und klar und deutlich ihre

Meinung zu äußern, damit die

Zukunft Varels in die richtigen

Bahnen gelenkt werden kann.“

(eb)