Table of Contents Table of Contents
Previous Page  20 / 56 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 20 / 56 Next Page
Page Background

20

Varel

Friebo 18/2017

Zum Flohmarkt

....für Kinderkleider und Spiel-

zeug lädt der Förderverein

Grundschule Obenstrohe am

Sonntag, 21. Mai,

von 12 bis

15.30 Uhr auf dem Schulhof der

Grundschule ein. Wer selbst

noch etwas verkaufen möch-

te, kann sich täglich ab 14 Uhr

unter

04453/7058174 einen

Stand reservieren lassen. Der

Aufbau (Standgeld fünf Euro) ist

ab 11.30 Uhr möglich.

Zur Stärkung gibt es Brat-

wurst und Kuchen. Bei Regen

fällt der Flohmarkt aus.

„Helfer verdienen Dank, nicht Pöbeleien“

Kreisfeuerwehrverband: Einsatzkräfte sehen sich zunehmend Ärger ausgesetzt – Frauenquote steigt

Friesland.

Angepöbelt, be-

schimpft und sogar geschlagen

– die Angriffe auf Angehörige

von Hilfsorganisationen, Ret-

tungsdiensten und Polizei häu-

fen sich. Deshalb waren sich bei

der Jahreshauptversammlung

des

Kreisfeuerwehrverbands

Friesland unlängst alle Gast-

redner darin einig, dass die

jetzt beschlossene Strafrechts-

verschärfung bei Bedrohung

von Einsatzkräften der richtige

Schritt ist. Polizei, Feuerwehren

und Rettungsdienste „haben

Dank und Anerkennung verdient

und nicht Pöbeleien“, sagte

Sven Ambrosy vor den mehr als

hundert Teilnehmern des Jah-

restreffens im „Grabsteder Hof“.

Was die so genannten „Gaf-

fer“ angeht, sprach der Landrat

sprach von einer „unglaublichen

Unsitte“, die auch im Landkreis

Friesland immer mehr um sich

greife. „Das ist nicht hinnehm-

bar“, so Ambrosy, der für seine

Forderung nach gesellschaft-

licher Ächtung eines solchen

Verhaltens von den Feuerwehr-

leuten spontanen Applaus ern-

tete.

Der Bundestagsabgeordnete

Hans-Werner Kammer weiß

aus Gesprächen mit Helfern

und Rettern, dass im Bereich

Friesland-Wilhelmshaven

die

Attacken und Behinderung zu-

genommen haben. Er begrüßte

deshalb die Strafverschärfung

„für Menschen, die Einsatzkräf-

te im Dienst bedrohen“. Und

weil für Reiner Hajek „Sicher-

heit die Grundlage jeglicher Le-

bensqualität“ ist, findet es auch

der Bockhorner CDU-Bundes-

tagsabgeordnete gut, dass nun

„diejenigen besser geschützt

werden, die uns schützen“.

Leben und Sachwerte „ge-

schützt“ haben die Mitglieder

der friesländischen Wehren

im vergangenen Jahr bei 690

Einsätzen (2015: 816), wobei

346 Einsätze auf das Konto

von Bränden gingen, 291 Mal

mussten die Floriansjünger zu

Hilfeleistungen ausrücken. Vor

allem ärgert sich Gerhard Zun-

ken über die Zunahme von blin-

den und böswillig ausgelösten

Alarmen. Hier sieht der Kreis-

brandmeister Nachbesserungs-

bedarf bei Brandmeldeanlagen,

die die Feuerwehrleute immer

wieder unnötig auf Trab halten.

Nahezu gleich geblieben

ist die Mannschaftsstärke der

Friesland-Wehren mit insgesamt

882 Mitgliedern. Dass diese Zahl

im Vergleich zum Vorjahr nur um

eine Person zurückgegangen

ist, hat laut Zunken damit zu tun,

dass in 2016 zwar elf männliche

Mitglieder aus den Einsatzab-

teilungen austraten, gleichzei-

tig aber zwölf Kameradinnen

für den Dienst gewonnen wer-

den konnten. „Die Frauenquote

steigt“, stellte Frieslands ober-

ster Feuerwehrmann fest. Noch

deutlicher ist diese Entwicklung

bei den 16 Jugendfeuerwehren

spürbar. 2015 waren 47 der ins-

gesamt 262 Mitglieder bei den

Nachwuchs-Wehren Mädchen,

im vergangenen Jahr waren es

61 (von insgesamt 271).

„Die Frauen haben uns raus-

gerissen“, sagte auch Dieter

Schnittjer. Nach Angaben des

Regierungsbrandmeisters

ist

die Frauenquote im Bereich

des Oldenburgischen Feuer-

wehrverbands „auf dem Weg zu

zehn Prozent“. Um künftig Per-

sonalengpässe zu vermeiden,

müssten sich die Feuerwehren

nach Meinung des Wesermar-

schers verstärkt auch um das

Thema Migranten und Flücht-

linge kümmern. Auf wenig Ge-

genliebe stößt hingegen der Plan

des Landesfeuerwehrverbands,

die Altersgrenze für Einsatzkräf-

te von derzeit 63 auf 67 Jahre

anzuheben.

Was die Öffentliche Versiche-

rung Oldenburg an den Feuer-

wehren hat, weiß auch Frank

Ziegler. Weil die Kameraden

Werte erhalten und somit die

Ausgaben der Versicherungen

senken, hatte der Firmenberater

für den Landkreis Friesland ein

„Flachgeschenk“ für den Kreis-

feuerwehrverband mitgebracht.

Wie in den Vorjahren bedank-

te sich Sven Ambrosy bei jenen

Unternehmen, die ihre Mitarbei-

ter für Feuerwehr-Einsätze frei-

stellen. Weil es bekanntlich auch

Arbeitgeber gibt, die Probleme

mit dieser Praxis haben, gab

der Landrat zu bedenken: „Es

ist doch toll, dass es Mitarbeiter

gibt, die diesen Gesellschafts-

dienst machen.“ Außerdem, so

Frieslands Verwaltungschef be-

denken, könne auch ein Unter-

nehmen einmal von einem Brand

betroffen sein.

Wahlen & Beförderungen

Bei den Wahlen wurden Kreis-

brandmeister Gerhard Zunken

und sein Stellvertreter Olaf Fian-

ke aus Varel von den 73 Delegier-

ten einstimmig in ihren Ämtern

bestätigt. Um das Führungs-Duo

zu verstärken gibt es – nach ei-

ner entsprechenden Satzungs-

änderung – nun einen zweiten

Stellvertreter, und zwar Matthias

Kruse aus Zetel. Nachfolger vom

bisherigen Kassenwart Stefan

Möhlmann ist André Lammer

(Zetel). Außerdem bestätigte das

Gremium die Wahl von Karl Ad-

den (Sande) zum Kreisjugend-

feuerwehrwart und von Sabine

Stratmann (Cleverns) zur stell-

vertretenden Kreisjugendfeuer-

wehrwartin.

Auf Mitgliederantrag wurden

Hauptbrandmeister

Werner

Asseln (Varel) sowie Ober-

brandmeister Wilfried Büsing

(Borgstede-Winkelsheide) in die

Kreisfeuerwehr-Ehrenabteilung

aufgenommen. Brandschutzer-

zieher Hans-Peter Haß (Schor-

tens) wurde zum Hauptlösch-

meister befördert.

(js)

Die Führungsriege des Kreisfeuerwehrverbands, v. links: Olaf Fianke, Sabine Stratmann,

Matthias Kruse, Gerhard Zunken, André Lammer, Schriftführer Mario Bruns und Karl Adden.

Foto: Jörg Stutz

„Richtungswechsel“ Logistik bei PKV

Varel.

Im Rahmen der Veran-

staltungsreihe „Richtungswech-

sel“ informiert das Jobcenter

des Landkreises Friesland,

diesmal in Kooperation mit der

Papier- und Kartonfabrik Varel

(PKV), zu den Themen „Lager

und Transportlogistik“ und stellt

beim

Berufsinformationstag

am

11. Mai 2017

Ausbildungs-,

Beschäftigungs- sowie Weiter-

bildungsmöglichkeiten dieser

Branche vor.

Interessierte sind eingeladen,

am Donnerstag, 11. Mai, von 9

bis 13 Uhr auf dem Gelände der

Papier- und Kartonfabrik Varel,

Hellmut-Barthel-Straße, Tor 1:

Es werden Informationen über

mögliche Arbeitsfelder im Be-

reich Lager und Transportlogi-

stik sowie praxisnahe Einblicke

geboten. Eine Anmeldung zur

Veranstaltung ist nicht erfor-

derlich.

Für weitere Informationen

steht der Arbeitgeberservice

des Jobcenters Friesland un-

ter Telefon 04451 953-250 oder

04461 919-5294 zur Verfügung.