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Wesermarsch

Friebo 18/2017

Düngeverordnung elementar für Grundwasserschutz

Tagung des Wasserverbandstages in Varel: Geschäftsführer aus Niedersachsen informieren sich beim OOWV

Varel/Diekmannshausen.

Wie können auch zukünftig Si-

cherheit und Qualität der Trink-

wasserversorgung gewährlei-

stet werden? Was bedeutet die

neue Düngeverordnung für den

Grundwasserschutz? Über Fra-

genwie diesewurde inder letzten

Woche bei einer Tagung des Ta-

gung des Wasserverbandstages

(WVT) diskutiert. Gastgeber

war der Oldenburgisch-Ostfrie-

sische Wasserverband (OOWV),

größter Wasserversorger in

Niedersachsen und gemessen

an der Fläche des Verbandsge-

bietes auch einer der größten

bundesweit. Bei der zweitägigen

Zusammenkunft in Varel und

Diekmannshausen

tauschten

sich etwa 35 Geschäftsführer

von Wasserversorgern aus ganz

Niedersachsen über Entwick-

lungen der Branche aus.

Dabei stand natürlich unter

anderem die neue Düngever-

ordnung im Fokus: „Sie kommt

spät, aber wir sind froh, dass sie

nun da ist“, erklärte OOWV-Vor-

steher Sven Ambrosy, „ein real-

politischer Kompromiss, der von

uns voll mitgetragen wird.“ Kein

Verständnis habe man aber, so

Ambrosy, für Gesprächspartner,

die das Problem der steigenden

Nitratbelastung immer noch ver-

leugnen würden. Man stehe mit

der neuen Gesetzeslage ferner

erst am Anfang eines Prozesses,

den es konsequent fortzusetzen

gelte. Durch strengere Dünge-

regeln soll eine Trendwende bei

den seit Jahren steigenden Ni-

tratwerten im Grundwasser er-

reicht werden. „Der Erfolg hängt

maßgeblich von der Akzeptanz

und somit von der Umsetzung

der neuen Vorgaben, aber auch

von effektiven Kontrollen ab“,

sagte Sven Ambrosy. Weitere

Schritte wie beispielsweise die

Einführung einer Stoffstrombi-

lanz seien erforderlich, um die

Nitrateinträge wirksam zu re-

duzieren, ergänzte OOWV-Ge-

schäftsführer Karsten Specht.

Das Verbandsmodell könne

nach wie vor überzeugen, er-

klärte

WVT-Geschäftsführer

Godehard Hennies aus Hanno-

ver, und die Arbeit des OOWV

sei beispielhaft. Nicht nur, weil

es dem Versorger mit Sitz in

Brake gelungen sei, über nun-

mehr fast 25 Jahre den Wasser-

preis niedrig und stabil zu hal-

ten, sondern auch wegen der

umfangreichen Bemühungen

des OOWV zu Information und

Umweltbildung. Das lasse sich

etwa am Museum Kaskade in

Diekmannshausen

ablesen,

das von den Geschäftsführern

besichtigt worden war. „Die

Ausstellung, die hier zu sehen

ist, ist fantastisch“, zeigte sich

Hennies beeindruckt. Das Info-

haus Wasser mit dem Museum

Kaskade in Diekmannshausen

ist vom OOWV erst unlängst re-

noviert und inhaltlich völlig neu

aufgestellt worden.

„In unserer Region ist die

Welt noch in Ordnung, was das

Grundwasser angeht“, fasste

Sven Ambrosy zusammen. In

anderen Regionen gebe es

durch Nitrat im Boden, aber

auch durch Spurenstoffe aus

Medikamenten, Industriechemi-

kalien und Kosmetika deutlich

größere Probleme. Dennoch

gelte es auch im Nordwesten

wachsam zu bleiben. So be-

reite die von der Küste weiter

landeinwärts

fortschreitende

Versalzung des Grundwassers

Sorgen.

(tz)

Eine Führung durch das OOWV-Infohaus Wasser mit der Kas-

kade (im Hintergrund) bildete am Mittwoch den Abschluss der

Geschäftsführertagung des Wasserverbandstages. OOWV-

Geschäftsführer Karsten Specht, Verbandsvorsteher Sven

Ambrosy und WVT-Geschäftsführer Godehard Hennies (v.

links) zogen im Anschluss ein positives Fazit nach der zweitä-

gigen Tagung in Varel und Diekmannshausen.

Foto: M. Tietz

Hilke Helmich zeigt Radierungen

Ausstellung in der Galerie Schönhof ab 6. Mai

Diekmannshausen.

In der

Galerie Schönhof in Diek-

mannshausen wird an diesem

Samstag, 6. Mai,

eine neue

Ausstellung eröffnet: Zu sehen

sind dann bis Ende Juni Werke

der Künstlerin Hilke Helmich aus

Oldenburg.

Geboren 1942 in Kassel, ver-

brachte Hilke E. Helmich ihre

Kindheit und Schulzeit in Wi-

helmshaven. Später studier-

te sie an der Pädagogischen

Hochschule, seit 1976 lebt und

arbeitet sie in Oldenburg. Die

Künstlerin betätigt sich in der

Malerei, arbeitet außerdem

mit Grafik, Radierungen und

Holzschnitten. Sie ist Mitglied

im BKK und in der „Sezession

Nordwest“.

Hilke Helmichs Radierungen

zeigen Menschliches und Land-

schaftliches im Dialog von Ab-

straktion und Realismus, wie sie

selbst sagt. Die alte Radiertech-

nik (Tiefdruck) löste bei ihr eine

Faszination aus, die bis heute

geblieben ist. Diese Faszination

geht von der Notwendigkeit aus,

eine Bildidee über den tech-

nischen und handwerklichen

Prozess zu einem Kunstwerk

zu entwickeln – gewissermaßen

die Metamorphose der Idee aus

einem Kokon aus Säure und Me-

tall zur Kunst.

Die Ausstellungseröffnung am

6. Mai beginnt um 17 Uhr, Jür-

gen Weichardt wird die Laudatio

halten. Musikalisch wird die Ver-

nissage von Kathrin Büsing aus

Jade am Flügel begleitet.

Die Ausstellung wird dann auf

dem Schönhof bis zum 25. Juni

gezeigt, geöffnet ist die Galerie

dienstags bis freitags von 15 bis

18 Uhr, sowie an Wochenenden

und Feiertagen jeweils von 11

bis 18 Uhr.

Halbtagesfahrt nach Zw‘ahn

Diekmannshausen.

Der Bür-

gerverein „Rund umDiekmanns-

husen“ führt gemeinsam mit der

Dorfgemeinschaft Schweiburg

am Samstag, 13. Mai, eine Halb-

tagesfahrt nach Bad Zwischen­

ahn durch. Der Bus fährt um

13.30 Uhr in Diekmannshausen

(Infotafel) oder um 13.35 Uhr in

Schweiburg (Gollenstede) ab.

Geplant ist u.a. eine Besichti-

gung der Baumschule Bruns.

Anmeldungen nehmen

bis zum

9. Mai

Ulrike Diekmann,

04455/359 oder Annette Schrö-

der,

04455/440 entgegen.

Familienflohmarkt Ende Mai

Anmeldung für Standplatz noch möglich

Jaderberg.

Ein junges Team

engagierter Jaderberger organi-

siert am

Sonntag, 28. Mai,

von

11 bis 16 Uhr einen Familienfloh-

markt auf dem Schützenplatz in

Jaderberg. Hier können die Be-

sucher entspannt und gemütlich

über den Platz schlendern, an

den Ständen stöbern, fachsim-

peln, feilschen und kaufen. Für

die kleinen Gäste wird es eine

Hüpfburg zum Toben und Spie-

len geben und natürlich ist auch

für das leibliche Wohl aller Be-

sucher gesorgt.

Wer gerne selbst mit einem

Stand dabei sein möchte, muss

sich unter

04454/948479,

04454/979737 oder per E-Mail:

familienflohmarkt@t-online.de

anmelden. Ein Standgeld wird

nicht erhoben. Weitere Infos gibt

es unter www.familienflohmarkt.

com.