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6. Mai 2017

Wesermarsch

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Offizieller Saisonstart im Bollenhagenwald

Station „Bollwerk“ wieder geöffnet: Wanderung und Pflanzenbörse am 7. Mai

Jade.

Passend zum mitt-

lerweile eingekehrten Frühling

startet auch das Bollwerk, die

Bollenhagenwald-Erkundungs-

station, an diesem

Sonntag, 7.

Mai,

in das Programm für 2017.

Traditionell steht am Anfang

der Saison eine Wanderung, auf

der allen Interessierten der Wald

mit seinen Pflanzen und Tieren

und weiteren Besonderheiten

gezeigt wird. Auch das Pro-

gramm und neue Projekte für

die Saison werden vorgestellt.

Zum Abschluss der Wanderung

wird natürlich der Baumkronen-

turm bestiegen. Am Nachmittag

ab 16 Uhr findet rund ums Boll-

werk auch in diesem Jahr die

Pflanzentauschbörse statt, auf

der Pflanzen für den Garten an-

geboten werden.

Im Verlauf der Saison sind

eine Reihe unterschiedlicher

Veranstaltungen rund um die

Station und im Gelände geplant,

die vom Bollwerker-Team orga-

nisiert werden. Am

Sonntag,

14. Mai,

findet das Frühlingssin-

gen im Wald mit Elke Krämer-

Wilhelms von der Musikschule

Südmentzhausen statt. Am glei-

chen Tag ist auch zum ersten

Mal in dieser Saison das „Wald-

café“ am Bollwerk geöffnet, so

dass sich die Sänger anschlie-

ßend stärken können. Bereits

am 21. Mai

geht es dann im

Rahmen der Gewässerwoche

Jaderegion um die Wassertiere

im Teich und in den Gräben.

Weitere Veranstaltungen unter

dem Motto „Der Natur auf der

Spur“ finden im Juni statt.

Treffpunkt für die Wande-

rung am 7. Mai ist um 15 Uhr

am Parkplatz an der Dornebbe

zwischen Südbollenhagen und

Mentzhausen. Ab sofort ist die

Station wieder immer sonntags

von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Das

ausführliche Programm liegt in

den Infokästen an den Parkplät-

zen am Bollenhagenwald aus

und ist unter www.ruhigundge-

muetlich.de

zu finden.

Am 7. Mai startet die Saison im Naturpark Bollenhagenwald,

auch wieder mit einer Pflanzenbörse an der Infostation „Boll-

werk“. Zuvor wird eine geführte Wanderung durch das Gelän-

de angeboten.

Foto: R. von Lemm

Anwohner hadern mit Vorzugsvariante der Politik

Verkehrskonzept Jaderberg: Neue Anbindung an Georgstraße soll her – Künftige Siedlung berücksichtigen

Jaderberg.

Um ein neues

Verkehrskonzept zur zukünf-

tigen, verbesserten Erschlie-

ßung des weiter wachsenden

Wohnquartiers nördlich der

Georgstraße in Jaderberg wur-

de jetzt im Jader Gemeinderat

diskutiert. Dabei meldeten sich

besorgte Anwohner zu Wort,

die den aktuellen Überlegungen

zur Schaffung einer neuen Ver-

bindung zwischen der Georg-

und der Gewerbestraße so gar

nichts abgewinnen können, da

diese Straße direkt an ihren

Grundstücken

vorbeiführen

würde.

Hintergrund für die Überle-

gungen ist die Tatsache, dass

durch die Erschließung weiterer

Wohnbauflächen an der Mozart-

straße der Verkehr in der be-

sagten Siedlung weiter zuneh-

men wird. Insbesondere die jet-

zige Durchfahrt von der Georg­

straße in die Gewerbestraße

wird als Problem betrachtet. Es

handelt sich um eine schmale,

gepflasterte Fahrbahn ohne

echte Nebenanlage, wegen des

scharfen Winkels unübersicht-

lich – ein potenzieller Gefahren-

punkt, insbesondere bei steige-

nen Verkehrszahlen, da war man

sich im Rathaus einig.

So war ein Planungsbüro be-

auftragt worden, ein Verkehrs-

konzept zu erstellen, das Lö-

sungen für das Problem aufzei-

gen soll. Im Februar waren die

Vorschläge der Ingenieure im

Bauausschuss vorgestellt wor-

den – die nunmehr von der Poli-

tik präferierte Variante „1C“ war

nicht darunter. Dafür die Opti-

on, weiter westlich eine neue

Verbindung direkt zwischen der

Georgstraße und der Raiffei-

senstraße (L 862) zu schaffen,

so dass mit der Einmündung

„Am Esch“ eine Kreuzung oder,

noch besser, ein Kreisverkehr

entstehen könnte. Das hätte

den Vorteil, dass der bislang

teils recht rasant in den Ort ein-

rauschende Kfz-Verkehr hier

eingebremst werden könnte.

Aber das wäre einerseits sehr

aufwendig und teuer, zudem

müssten

landwirtschaftliche

Flächen durchschnitten wer-

den. Letztlich konnte keine der

vom Planer erarbeiteten Mög-

lichkeiten im Ausschuss über-

zeugen. Ein Aspekt ist bei den

Überlegungen zudem die An-

bindung einer möglichen neuen

Wohnbausiedlung östlich der

Gewerbestraße, die ebenfalls

über die vom Bauausschuss

nun ausgetüftelten Variante

„1C“ möglich wäre.

Zentraler Kritikpunkt der

Anwohner, die sich im Rat zu

Wort meldeten: Diese Variante

würde die in Rede stehenden

Probleme gar nicht lösen, bes-

ser wäre es, Fahrzeuge aus der

Siedlung rund um die Mozart-

straße könnten weiter westlich

auf die Landesstraße gelangen.

Ohnehin sei insbesondere

die nördliche Georgstraße auf-

grund ihrer Bauausführung gar

nicht geeignet, weiteren Verkehr

aufzunehmen. Das hatte zuvor

schon der Fachplaner bestätigt:

Als Sammelstraße tauge die

schmale Straße nicht, sie zumin-

dest abschnittsweise auszubau-

en, sei zusätzlich zu überlegen.

Einfach die Georgstraße (wie

früher schon) ganz im Westen

wieder an die L 862 anzubin-

den, sei keine gute Lösung,

hieß es im Ausschuss: Man

dürfe die Durchfahrt von der

Raiffeisen- zur Vareler Stra-

ße nicht zu attraktiv machen

sonst würde die Georgstraße

– mehr als womöglich schon

jetzt – zur Abkürzung, auf der

immerhin eine Ampelkreuzung

und zwei Bahnübergänge um-

fahren werden können. Auf die

vielstimmige Kritik reagierte

Bürgermeister Henning Kaars

schließlich mit dem Hinweis,

dass noch keine Entscheidung

für den Bau der einen oder an-

deren Variante getroffen sei.

Vielmehr gehe es nun zunächst

darum, Kosten und Realisier-

barkeit der zunächst Lösung 1C

zu prüfen. Den entsprechenden

Beschluss fasste der Gemein-

derat dann einstimmig – schließ-

lich seien die übrigen Varianten

im Planungsausschuss bereits

ausgeschlossen worden.

(tz)

Diese Verbindung von Gewerbe- und Georgstraße soll für

Kraftfahrzeuge nach Möglichkeit geschlossen werden –

sie ist sehr schmal, unübersichtlich und auf 5 Tonnen last-

beschränkt. Als Ersatz müsste indes ein neuer Bypass zur

Georgstraße geschaffen werden.

Foto: M. Tietz