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Bockhorn

Friebo 18/2017

Von riesigen Landmaschinen und begeisterten Kindern

Ein Besuch im Landtechnischen Lohnbetrieb Enno Brunken

Grabstederfeld.

Ein mehr

als einstündiger Spaziergang

ist für drei- bis fünfjährige Kin-

der zumeist eine große Heraus-

forderung. Doch wenn als Ziel

die Fahrt mit riesigen landwirt-

schaftlichen Geräten winkt, wird

der Weg dorthin begeistert be-

schritten.

Über genau dieses Erleb-

nis konnten sich kürzlich die

Mädchen und Jungen des

Kommunalen Kindergartens in

Grabstede freuen: Sie hatten

die Möglichkeit, einmal in den

Landtechnischen Lohnbetrieb

Enno Brunken in Grabstederfeld

„hineinzuschnuppern“. Dabei

besichtigten sie zunächst das

Büro, durften hier etwas trinken

und Fragen stellen. In der Werk-

statt konnten sie anschließend

einen auseinandergenommenen

Häcksler bestaunen. Fasziniert

seien sie dabei insbesondere

von der großen Fahrzeuggrube

gewesen, berichtet Agrarservi-

cemeisterin Nina-Kristin Brun-

ken. Bilder von den landwirt-

schaftlichen Fahrzeugen konn-

ten sich die Kinder ebenfalls

anschauen − doch das Highlight

für die Mädchen und Jungen war

natürlich das Mitfahren auf dem

Häcksler „Jaguar 960“, dem Big

M Grasmäher und einem Radla-

der. Und auch wenn bei einigen

Mädchen und Jungen zunächst

ein wenig Skepsis angesichts

der riesigen Maschinen herrsch-

te („Wie schnell fährt der denn?

Nee, das ist mir zu schnell!“),

waren doch rasch alle Kinder

begeistert von der Fahrt. Einige

der Kinder wussten zu erzählen,

dass das Unternehmen Enno

Brunken schon für den elter-

lichen landwirtschaftlichen Be-

trieb gearbeitet habe: „Bei uns

wart ihr auch schon zum Mais-

häckseln!“

Nicht zuletzt aufgrund des

großen Fachkräftemangels wird

der Beruf „Fachkraft Agrarser-

vice“ seit vier Jahren im Betrieb

ausgebildet, berichtet Nina-Kri-

stin Brunken, die sich extra für

die Umsetzung dieses Ange-

bots zur Meisterin hat ausbilden

lassen. Derzeit sind zwei Auszu-

bildende im ersten Lehrjahr im

Unternehmen, im August wird

ein weiterer Lehrling eingestellt.

Ausgerüstet mit einem klei-

nen Präsent wurden die Mäd-

chen und Jungen des Grab-

steder Kindergartens nach dem

Aufenthalt im Unternehmen

Enno Brunken mittags von ihren

Eltern wieder abgeholt.

(asg)

Das war ein aufregender Tag für die Kinder des Kommunalen Kindergartens Grabstede und

ihre Erzieherinnen. Die Mitarbeiter des Unternehmens Enno Brunken − auf dem Bild: Nina-

Kristin Brunken (hi., 4. v. r.), Christoph Luttmann (hi., 5. v. r.) und Hendrik Menke (hi., r.) −

machten es möglich.

(Foto: Anja Süßmuth-Gerdes)

Fliegerbombe in Ellenserdammersiel gefunden?

Bei Bauarbeiten „Anomalie“ festgestellt: Klärung erfolgt noch – Etwaige Evakuierung am Sonntag, 14. Mai

Ellenserdammersiel.

Bei

Vermessungsarbeiten im Zuge

der Sanierung der Bahnstrecke

sind am Donnerstag in Ellenser-

dammersiel sogenannte „An-

omalien“ im Boden festgestellt

worden – möglicherweise han-

delt es sich dabei um eine Flie-

gerbombe, wie der Bockhorner

Bürgermeister Andreas Meinen

und Ordnungsamtsleiterin Anke

Emken am Nachmittag mitteil-

ten. Um was es sich genau han-

delt, muss noch geklärt werden,

aber: Steckt dort am Bahnüber-

gang tatsächlich eine Bombe

aus dem Zweiten Weltkrieg im

Boden, wäre eine Entschärfung

und damit die vorherige Evaku-

ierung aller Wohngebäude im

Umkreis von rund 1.000 Metern

verbunden. Diese würde, sollte

das nötig sein, voraussichtlich

am nächsten

Sonntag, 14. Mai,

ab 9 Uhr stattfinden.

Der Fund liegt in einem Be-

reich unmittelbar an Autobahn

und Bahnstrecke, weiträumige

Sperrungen könnten hier also

am

Muttertagswochenende

notwendig sein. Die betroffenen

Einwohner sind durch den Be-

zirksvorsteher Hans Rautenberg

und den Vorsitzenden der Dorf-

gemeinschaft, Jörg Steinker,

bereits vorgewarnt worden. Wer

im Evakuierungsfall nicht bei

Verwandten oder Freunden un-

terkommen kann, wird von der

Gemeinde ins Bürgerhuus an

der Kirchstraße eingeladen.

Das Rathaus ist jetzt Gefah-

renabwehrbehörde, hier laufen

Meinen zufolge alle Informa-

tionsstränge zusammen, der

Einsatz von Feuerwehr, Polizei

und Rettungsdienst muss koor-

diniert werden. Einen ähnlichen

Fall hat es in Bockhorn in jün-

gerer Zeit nicht gegeben.

Die „Anomalien“ liegen in

drei und in sechs Meter Tiefe

im Schwarzen Brack im Be-

reich des Bahnüberganges. Das

Land schickt den Kampfmit-

telbeseitungsdienst. Sollten es

tatsächlich Bomben sein – die

Vermutung liegt nahe wegen

der Nähe zu Wilhelmshaven, im

Krieg häufiges Ziel von Flieger-

Angriffen – sollen Spundwände

errichtet und mit Wasser geflu-

tet werden, um sicher entschär-

fen zu können.

Rund 120 Bürger im Umkreis

von 1000 Metern müssen sich

in Sicherheit bringen, wenn es

zur Sprengung kommt; Land-

wirte müssen sehen, wie sie in

der Zeit ihre Tiere versorgen

können. Im Rathaus wird am

13. und 14. Mai eine Informati-

onsstelle eingerichtet unter

04453/708-44.

(hip)

Unter dem Bahnübergang in Ellenserdammersiel werden

Bomben vermutet.

Bild: Kai Hippen