Table of Contents Table of Contents
Previous Page  10 / 48 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 10 / 48 Next Page
Page Background

10

Varel

Friebo 19/2017

Neue Rekorde beim 2. Vareler Hospizlauf

Enormer Zulauf auf dem Schloßplatz – Mehr als 600 Menschen beteiligten sich am Sponsorenlauf

Varel.

Kein fieser Regen, aber

auch kein schweißtreibender

Sonnenschein: Unter geradezu

optimalen Bedingungen verlief

am vergangenen Samstag der

2. Vareler Hospiztag rund um

den Schloßplatz – und auch

die zweite Auflage der Veran­

staltung, in deren Mittelpunkt

wieder der Hospizlauf durch die

Innenstadt stand, hat die Er­

wartungen der Veranstalter weit

übertroffen.

Versteigerung mit Gerhard

Lambertus

Eine abschließende Berech­

nung steht noch aus, doch

schon ein erster Kassensturz

lässt ahnen, dass erneut mehr

als 60.000 Euro im Rahmen des

Hospiztages zusammengekom­

men sind. Allein 5.300 Euro er­

brachte die Versteigerung von

ganz besonderen gespende­

teten Dingen, die Gerhard Lam­

bertus und sein Team als letztes

Highlight des Tages gekonnt un­

ter die Leute brachten.

Der zweite Hospizlauf hatte

zuvor bereits für reichlich neue

Rekorde gesorgt: Insgesamt

sind mehr als 700 Menschen

für die gute Sache mitgelaufen,

6.293 Runden wurden absol­

viert, allein dadurch konnten

wohl etwa 50.000 Euro erlöst

werden. Eine genaue Summe

kann erst nach Eingang aller

Zahlungen in einigen Wochen

festgestellt werden.

Zunächst war es an den jun­

gen Läufern, beim Kinderlauf

ordentlich Runden vorzulegen:

Knapp 100 Kinder im Alter bis

zu 12 Jahren gingen an den

Start und zeigten Ehrgeiz und

Durchhaltevermögen:

„Mach

mal langsamer, du läufst uns

noch arm“, war da hin und wie­

der als scherzhafter Zuruf am

Streckenrand zu hören. Denn

die meisten Teilnehmer hatte im

Vorfeld eifrig Sponsoren akqui­

riert, die dann für jede gelaufene

Runde einen fixen Betrag zu löh­

nen hatten. Die aktivste Läuferin

Emily Lynn Fricke schaffte mit

Begeisterung 37 Runden!

Einige tausend Menschen

hatten sich in der Zwischenzeit

auf dem Schloßplatz eingefun­

den und erfreuten sich an dem

vielfältigen Programm: Auf einer

riesigen Bühne, die von Fahr­

zeugbau Eilers zur Verfügung

gestellt worden war und bei

der Fußball-WM schon Günter

Jauch und Jürgen Klopp diente,

sorgte zum Auftakt das Moder­

ne Blasorchester Jever mit über

30 Aktiven für Stimmung. Auf­

tritte des Studios Lets Dance,

der Bläserklasse des LMG, der

Superstars Phillip und André so­

wie der Tanzschule von Oehsen

unterhielten die Besucher mit

musikalischen und sportlichen

Darbietungen.

Auf dem inzwischen richtig

vollen Schloßplatz gab es viele

Angebote. Das Team von Syl­

via und Horst Düsberg sowie

die Familie Janssen hatten hier

die Hospizbewegung engagiert

unterstützt, ebenso wie Johan­

niter, Feuerwehr, DLRG und der

TuS Obenstrohe, der professio­

nell die Laufanmeldungen abwi­

ckelte .

Die von der Wirtschaftsför­

derungsgesellschaft gespon­

serten 1000 Regenbogenbe­

nefizarmbänder fanden eben­

so reißenden Absatz wie das

riesige Kuchenangebot. Über

70 selbstgebackene Kuchen­

spenden wurden der Hospiz­

bewegung dafür zur Verfügung

gestellt.

Bürgermeister übergab

die Baugenehmigung

Auf der Bühne gab es schließ­

lich noch zwei Überraschungen:

Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner überreichte die Bau­

genehmigung für das geplante

Haus der Hospiz- und Palliativ­

arbeit „Am Jadebusen“ an die

Vertreter der neugegründeten

gGmbH und Bauherren: Irene

Müller, Anke Kück und Daniel de

Vasconcelos.

15.000 Euro von Aerotec

Anschließend verlas er eine

großartige Nachricht: Premium

Aerotec unterstützt das Projekt

mit einer Spende in Höhe von

15.000 Euro.

„Es ist einfach überwältigend,

wie sich die Region hinter dieses

Projekt gestellt hat. Ich bin sehr

glücklich, dass wir nun in die

Realisierung gehen können.“

Zu Gast auf der Bühne war

auch Ursula Schinsky, die

stellvertretende Landrätin des

Landkreises Wesermarsch –

auch von hier kam eine höchst

willkommene Förderung über

150.000 Euro.

Der Baubeginn des Hospizes

steht nun unmittelbar bevor und

Anke Kück, die Vorsitzende der

Vareler Hospizbewegung, dank­

te von Herzen: „Unser Motto

lautet Hospiz bewegt Varel, aber

ihr alle habt uns bewegt. Wir

versprechen dafür zu arbeiten,

dass wir den Zuspruch und die

Hilfe die wir hier erfahren haben

an die Menschen zurückgeben,

wenn sie diese Hilfe am meisten

brauchen: In den letzten Ta­

gen ihres Lebens. Dieses Haus

ist hier längst nicht mehr ‚das‘

Hospiz – die Menschen haben

es als ‚unser‘ Hospiz in ihr Herz

geschlossen. Ein besseres Fun­

dament für eine solche Aufgabe

kann es nicht geben.“

Viele Eindrücke vom Hospiz­

tag gibt es auf der Facebook­

seite der Hospizbewegung Varel

oder der Homepage: www.hos­

piz-varel.de

.

(tz)

Stolz präsentierten die Kinder nach dem Lauf ihre Runden-

bänder an den Armen: Insgesamt 169 Mal flitzte allein das

Team der „Handball-Minis“ um den 300 Meter langen Rund-

kurs und erlief so 845 Euro, die der Sponsor, Deharde Ma-

schinenbau, vermutlich gerne zahlt. Moderator Rüdiger

Schaarschmidt (re.) und die mehreren tausend Zuschauer

waren beeindruckt.

Foto: Fotodesign Limmer

Groß und Klein laufen gemeinsam für die gute Sache:

Gute Stimmung und viel Spaß am sportlichen Engagement

hatten die Teilnehmer des Hospiztages in Varel.

Foto: Fotodesign Limmer

Voll im Einsatz: Die Feuer-

wehr absolvierte einen ge-

meinschaftlichen Staffellauf.

Foto: Fotodesign Limmer