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Varel

Friebo 19/2017

Ansturm auf Kreißsaal und ärztlichen Bereitschaftsdienst

Im Jahr nach der Fusion informiert sich Kreis-CDU zum Stand der Dinge bei den Friesland-Kliniken

Varel.

Zu einem Informations-

gespräch trafen sich Mitglieder

des CDU-Kreisvorstandes, der

Kreistagsfraktion, der Stadt-

ratsfraktion in Varel sowie MdB

Hans-Werner Kammer mit den

Geschäftsführern der Friesland

Kliniken, Frank Germeroth und

Heinz Hoffstedde im Vareler St.

Johannes-Hospital.

Unter dem Dach der Fries-

land Kliniken sind seit dem

letzten Jahr das Vareler Kran-

kenhaus sowie das Nordwest-

Krankenhaus Sanderbusch

neben weiteren Gesellschaften

wie den Vareler Wirtschafts-

betrieben vereinigt. Durch den

Zusammenschluss entstand der

größte Arbeitgeber in Friesland:

1.500 Mitarbeiter, davon ca. 200

Ärzte, 800 Pflegekräfte und 160

Auszubildende sind in den bei-

den Einrichtungen beschäftigt.

Die Kliniken verfügen über mehr

als 500 Betten und versorgen

jährlich 25.000 stationäre und

100.000 ambulante Patienten.

Sie sind wirtschaftlich gesund,

durchaus keine Selbstverständ-

lichkeit in der heutigen Zeit,

wie auch die CDU-Mitglieder

bei ihrem Besuch anerkennend

feststellten. Beim Zusammen-

wachsen der beiden Einrich-

tungen gehe Gründlichkeit vor

Schnelligkeit, erläuterte Frank

Germeroth. In den Kliniken

seien gleiche Überzeugungen

und Ziele vorhanden, die Nähe

zum Menschen stehe im Mittel-

punkt allen Handels. Natürlich

gälte es, Ängste zu überwinden

und auch die Wirtschaftlichkeit

durch die Nutzung von Syner-

gien zu verbessern.

Durch den Zusammenschluss

der zwei Häuser ergäben sich

auch qualitative Vorteile. So sei

mit dem Alters-Trauma-Zentrum

ein erstes großes Projekt ent-

standen, das die chirurgischen

Kompetenzen aus Sande mit

den geriatrischen Kompetenzen

aus Varel verbinde.

In vielen Regionen schließen

die Geburtshilfe- und Gynäkolo-

gie-Abteilungen, in Varel platzt

sie hingegen geradezu aus allen

Nähten. Heinz Hoffstedde sieht

hier weiteren Handlungsbedarf,

auch bei der Versorgung mit

Hebammen.

Beide Geschäftsführer beo-

bachten mit Sorge die zuneh-

mende Anzahl an Patienten, die

direkt ins Krankenhaus gehen,

statt zum Hausarzt oder Fach-

arzt. Varel hat dabei gute Erfah-

rungen mit der im Krankenhaus

angesiedelten Hausärztlichen

Notfallpraxis gemacht. Kosten-

träger und Politik seien aber ge-

fragt, Lösungen zu finden, um

die Krankenhäuser von diesen

Fällen zu entlasten, da selbst

durch die Aufnahme der Patien-

tendaten und die Erstuntersu-

chung zur Einstufung des Krank-

heitsbildes viele Kapazitäten

gebunden würden. Abrechnen

kann das Krankenhaus dafür le-

diglich 4,74 Euro pro Patient.

Die

CDU-Kreisvorsitzende

Christel Bartelmei aus Bockhorn

sieht beide Krankenhäuser auf

einem guten Weg. „Die ärztliche

Versorgung im ländlichen Raum

ist keine leichte Aufgabe. Hier

wird sie mit klugen Strategien

und viel Herzblut gelöst.“

(fb)

Wie sind die Friesland-Kliniken aufgestellt? Neben der Kreisvorsitzenden Christel Bartelmei

und dem Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer informierten sich darüber kürz-

lich unter anderem auch Peter Tischer, Dr. Susanne Engstler, Lars Kühne und Hergen Ei-

lers vom CDU-Stadtverband Varel im St. Johannes-Hospital bei den Geschäftsführern Heinz

Hoffstedde und Frank Germeroth.

Foto: CDU Friesland

Hilfe für verwaiste Eltern

Varel.

Wenn ein Kind stirbt,

bricht für Eltern und Geschwi-

ster oft eine Welt zusammen. Es

fehlen einem die Worte. Außen-

stehende Mitmenschen können

diese Situation kaum in vollem

Umfang begreifen und stehen

betroffenen Eltern häufig hilflos

und sprachlos gegenüber. Ge-

meinsam mit anderen Betrof-

fenen wird es oftmals leichter,

über diese Situation zu spre-

chen. In einem geschützten Rah-

men bieten wir die Möglichkeit

an, der Trauer Raum zu geben,

gemeinsam über die Bedeutung

des schmerzlichen Verlustes

und über das Leben nach einer

solchen Erfahrung zu sprechen.

Das Angebot findet jeden ersten,

dritten und fünften Mittwoch im

Monat von 10 bis 11.30 Uhr in

den Räumen der Hospizbewe-

gung Varel, Windallee 15 statt.

Der nächste Termin ist am

17.

Mai.

Eine Kinderbetreuung kann

angeboten werden, Anmeldung

unter

v

04451/804733.