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Varel

Friebo 22/2017

Zweiradfachgeschäft Hegeler

Wir verkaufen nicht nur –

wir reparieren auch!

Gaststr. 17 ∙ 26316 Varel ∙ 04451-4710

Fleißige Hände lassen Geisterschiff auferstehen

Dangast.

Noch ragt die Büh-

ne für das Freilichttheaterstück

„Das Geisterschiff“ als höl-

zernes Skelett in die Landschaft

des Dangaster Seedeichs, doch

auf und abseits des 20 Me-

ter großen Bühnenkreises wird

fleißig gesägt, gehämmert und

geschraubt. „Vorletzte Woche

haben wir mit den Proben an-

gefangen, mit dem Bau müssen

wir bald fertigwerden“, erklärt

Iko Chmielewski vom Trägerver-

ein Gaudium Frisia. Die Darstel-

ler üben direkt auf der Bühne –

nur so lassen sich Schrittfolgen,

Szenenabläufe und Platzzuwei-

sungen unter realistischen Be-

dingungen einstudieren. Bis zur

Generalprobe müssen sämtliche

Arbeiten abgeschlossen sein:

„Der Anstrich kommt kurz vor-

her, ab dem 11. Juni haben wir

ein Zeitfenster von zwei Wochen

für die Technik: Kabelverlegung,

Licht und Ton.“

Stolz ist der Trägerverein vor

allem auf das hohe Engagement,

dass das Bühnenbauteam um

den Technischen Leiter Dieter

Misegaes an den Tag legt. Be-

reits im Winter hat das Team

etliche Teile vorgefertigt und vor-

montiert. Nun erhalten die Büh-

nenbauer zusätzliche Hilfe von

Jugendlichen der Jugendwerk-

statt Schortens. Für Iko Chmie-

lewski liegen die Vorteile der

Zusammenarbeit auf der Hand:

„Auf diese Art können die jungen

Leute sogar noch etwas von den

,alten Hasen‘ lernen.“

Gleichzeitig sei die Arbeit an

einem solchen Projekt etwas,

das lange im Gedächtnis blei-

be. „Viele, die bei vorherigen

Projekten mitgeholfen haben,

erzählen heute noch davon“,

weiß Iko Chmielewski, der aus-

drücklich betont, dass es ohne

die vielen ehrenamtlichen Kräfte

nicht möglich wäre, ein solches

Projekt zu stemmen. Rund ein

Fünftel der anfallenden Kosten

decken jeweils der Trägerverein

durch Eigenkapital sowie Spon-

soren und Förderer.

Das Kostenvolumen für die

Freilichtproduktion liegt bei

525.000 Euro. „Wir möchten

Qualität bieten, deshalb sparen

wir auch nicht an Bühne und

Tontechnik.“ So musste für das

hintere Schiff auf der Bühne

eine Statikprüfung vorgenom-

men werden. Dagegen lässt

sich vieles, wie Container für

die Maske und den Technikstab,

oftmals auf kurzem Wege be-

schaffen: „Das hält die Kosten

gering.“ Wenn die letzte Auffüh-

rung im August über die Bühne

gegangen ist, geht die Arbeit

weiter. Dann verschwindet das

Geisterschiff buchstäblich von

der Erdoberfläche. „Da wir in

einem Landschaftsschutzgebiet

sind, muss hier am Ende alles

wieder abgebaut sein“, erläutert

Iko Chmielewski. Die Bühne las-

se sich jedoch nur begrenzt für

spätere Projekte wiederverwen-

den: „Das beschränkt sich auf

das Geländer und wenige Requi-

siten.“

Die Premiere des Stückes ist

für Freitag, 28. Juli, um 20 Uhr

angesetzt. Gäste können ihr

Auto auf dem Parkplatz beim Au-

tohaus Filmer (Jeringhaver Gast

5, Varel, ab 17.30 Uhr) in Jering-

have abstellen und den Pendel-

bus zum Festspielgelände bei

Dangast nutzen. Die Anfahrt

mit dem Reisebus ist im Eintritt-

spreis enthalten.

Für Vereine oder Gruppen, die

mit einem eigenen Bus anreisen,

hält der Trägerverein ein Kon-

tingent an vergünstigten Grup-

penkarten (22 statt 27 Euro), ab

einer Gruppe von 20 Personen,

vor. Diese Karten und die dazu-

gehörige Anfahrtsgenehmigung

für das Reisebusunternehmen

können nur telefonisch unter

v

04451/803967 oder per E-Mail

an

gaudiumfrisia@ewetel.net

angefordert werden. Für alle 13

geplanten Vorstellungen kön-

nen überdachte Sitzplätze über

Nordwest-Ticket unter

v

0421/

363636 bestellt werden.

(ts)

Das Bühnenbauteam um Dieter Misegaes (vorne l.) mit den Teilnehmern der Jugendwerkstatt

Schortens zeichnet für die Aufbauten verantwortlich.

Foto: Thorsten Soltau

Ehrenamtliche Bühnenbauer und die Jugendwerkstatt Schortens arbeiten an Dangaster Freilichttheater

Zum Streitschlichter ausgebildet

Schüler mit Urkunden ausgezeichnet

Obenstrohe.

Von vergan-

genem August bis April 2017

wurden in einer freiwilligen AG

am Mittwochnachmittag neun

Streitschlichter aus dem 5. und

6. Jahrgang ausgebildet. Mit

Arbeitsblättern und vielen Rol-

lenspielen haben die Schüler

gelernt, wie man konstruktiv

streitet, vermittelt und dadurch

Aggressionen abbaut.

Als Eselsbrücke sollten dabei

die Regeln „Ich-Botschaften äu-

ßern“ – sagen, was und warum

einen etwas stört – , „Aktiv zu-

hören“ und „Win-Win-Lösungen

suchen“ dienen.

Anfang Mai hatten die Schü-

ler alle erfolgreich mit einem

schriftlichen Test abgeschlos-

sen. Nun kümmern sich die

neuen Streitschlichter in den

Pausen um die „Streithähne“

auf dem Schulhof. Unterstützt

werden sie dabei von Schulsozi-

alpädagogin Daniela Linhoff.

(jg)

Die frisch gebackenen Streitschlichter präsentieren ihre Ur-

kunden: (vorne, v.l.) Philipp, Luna, Jamil, Dominic, Shahin,

Milad, (hinten, v.l.) Saphira, Shelly und Alexander – Schulso-

zialpädagogin Daniela Linhoff (li.) ist sichtlich stolz auf ihre

Schützlinge.

Foto: Privat