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10. Juni 2017

Varel

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Milchbauern fordern mehr Wertschätzung

Kundgebung der Landwirte zum „Aktionstag Milch“ in Neuenwege

Varel.

Wenn die Landwirte

aus Friesland, Wilhelmshaven

und der Wesermarsch von „Wir“

sprechen, dann meinen sie da-

mit nicht nur die Landwirtschaft

selbst. Beim Massen-Gruppen-

foto am Donnerstagabend auf

dem Hof von Hartmut Seetzen

in Varel-Neuenwege bei einer

Kundgebung zum internationa-

len Tag der Milch machten die

rund 500 Gäste mit 13 Transpa-

renten deutlich, was den Agrar-

sektor ausmacht: von Banken,

Handel und Futtermühlen bis hin

zu Tierärzten, Ausbildung und

Wissenschaft – deshalb auch

das Motto der Veranstaltung,

zu dem das „Aktionsbündnis

Milch“ eingeladen hatte: „Land-

wirtschaft – Das Wir macht uns

stark!“

Dass es zumindest mit der

wirtschaftlichen Stärke der

Landwirte zurzeit nicht gut be-

stellt ist, betonten durchweg alle

Redner. Kurz gingen die bei-

den Kreislandvolk-Vorsitzenden

Hartmut Seetzen (Friesland) und

Dr. Karsten Padeken (Weser-

marsch) sowie Ellen Krommin-

ga-Jabben und Ute Cornelius

von den Landfrauenverbänden

der beiden Landkreise auf die Si-

tuation ihres Berufsstandes ein

und forderten Verbesserungen

nicht nur auf dem Preissektor.

Tradition beim Tag der Milch

ist mittlerweile, dass Jungland-

wirte bei der Kundgebung zu

den Sorgen und Nöten nicht nur

der Milchbauern Stellung neh-

men. Das taten am Donnerstag

Derk Jürgens (Förriesdorf), Flo-

rian Warnken (Heidmühle) und

Marco Hekert (Jade) mit einem

Sechs-Punkte-Forderungska-

talog, in dem es auch um die

„wirtschaftliche Zukunft“ für die

Betriebe ging: „Unsere Familien

sollen von der Landwirtschaft

wieder leben können und das

nicht zu einem Hungerlohn.“

Vom niedersächsischen Land-

wirtschaftsminister

Christian

Meyer wünschen sie sich „ein

deutliches Bekenntnis zu all un-

seren Landwirten mit all unseren

Betriebsformen“.

Vom Verbraucher und von der

Politik gleichermaßen forderte

das Trio mehr Wertschätzung.

Die Junglandwirte beklagten

„Diskriminierungen und Belei-

digungen“ und „Mobbing schon

im Kindergarten“. Damit einher

geht die Forderung nach „objek-

tiver Berichterstattung“. Hart ins

Gericht gingen die Redner mit

„Halbwahrheiten“, die in den so-

zialen Medien sowie von Medien

„in Regionen mit wenig Land-

wirtschaft“ verbreitet werden.

Auf dieses Thema ging auch Dr.

Willi Kremer-Schillings (genannt

„Bauer Willi“) ein, der von den

Landwirten mehr Eigeninitiative

in Sachen Öffentlichkeitsarbeit

forderte.

Erwartungsgemäß gingen die

Jung-Bauern auch auf die Dün-

geverordnung ein, die aus ihrer

Sicht „nicht zu einem bürokra-

tischen Monster verkommen“

darf. Ihrer Ansicht nach gibt es

in der Grünlandregion „nicht

die Probleme mit Nitratauswa-

schungen“, weshalb sie von ei-

ner „Gunstregion für die Milch-

produktion“ sprachen. Deshalb

forderten die drei Redner von

der Politik, „endlich Aussagen

und Entscheidungen zu treffen,

die nicht gerade Meinung in ir-

gendwelchen Großstädten sind“

und die die Landwirte nicht als

Sündenböcke darstellen.

Dass von der Landwirtschaft

nicht nur die Landwirte le-

ben, bestätigte Olaf Lies. Nie-

dersachsen sei vor allem ein

„Agrar- und Ernährungsland“,

der Agrarbereich der zweitgröß-

te Wirtschaftszweig im Bundes-

land, betonte der Wirtschaftsmi-

nister, nach dessen Erfahrungen

Deutschland nicht nur wegen

seiner Autos im Ausland be-

kannt ist, sondern auch wegen

seiner landwirtschaftlichen Pro-

dukte.

(JS)

„Das Wir macht uns stark!“: Mit einem Riesen-Gruppenfoto machten die Teilnehmer auf dem

Hof von Hartmut Seetzen in Neuenwege bei der Kundgebung zum internationalen Tag der

Milch auf die Bedeutung der Landwirtschaft auch für andere Wirtschaftsbereiche aufmerk-

sam. Eingeladen hatte das Aktionsbündnis Milch Wesermarsch – Friesland/Wilhelmshaven.

Fotos: Jörg Stutz

Boßeln, Preisskat, Frühschoppen

12. Diedel-Segger-Gedächtniswochenende

Büppel.

Mit großen Schrit-

ten geht es derzeit auf das 12.

Diedel-Segger-Gedächtnis-

Wochenende zu – genau wie im

letzten Jahr mit kleinen Ände-

rungen im zeitlichen Ablauf:

So findet bereits am

Sams-

tag, 24. Juni,

ab 11 Uhr das be-

liebte Preisboßeln statt. Weiter

geht es dann knapp eine Woche

später, am

Freitag, 30. Juni

, um

19.30 Uhr mit dem Skatturnier.

Wie in jedem Jahr wird hier um

eine Anmeldung gebeten. Am

Sonntag, 2. Juli

, gibt es dann

ab 11 Uhr den Frühschoppen

mit Siegerehrung.

Begleitet wird die Veran-

staltung vom MGV „Einigkeit“

Büppel. Zur Vorbereitung un-

terbrechen die Chormitglieder

ihre Sommerpause und treffen

sich am Dienstag 27. Juni und

Donnerstag 29. Juni jeweils um

20 Uhr im Vereinslokal Büppeler

Krug. Mit einem Strauß bunter

Melodien werden die Sänger am

Sonntag ab 11 Uhr die Gäste wie

gewohnt unterhalten.

Ausführlichere Informationen

finden Sie im nächsten Frieslän-

der Boten.