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17. Juni 2017

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15

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St. Johannes-Hospital: „Eine Ära geht zu Ende“

Heinz Hoffstedde wechselt zum 1. August in den Ruhestand – Millionen Investitionen geplant

Varel.

Heinz Hoffstedde,

wechselt nach fast 30 Jahren

als Klinikchef des St. Johannes-

Hospitals Ende August in den

Ruhestand.

„Wir lassen ihn ungern gehen,

aber bei dieser Lebensleistung

darf man die Entscheidung auch

respektieren. Eine Ära geht zu

Ende,“ betonte Landrat Sven

Ambrosy beim Pressegespräch.

Seine Nachfolge ist bereits

geregelt. Der Aufsichtsrat der

Friesland-Kliniken hat Frank

Germeroth (56) ab dem 1. Sep-

tember einstimmig als alleinigen

Geschäftsführer bestimmt. Bis

dahin üben Germeroth und Hoff-

stedde das Amt weiterhin ge-

meinsam und gleichberechtigt

aus. Das Führungsteam wird

sich den Veränderungen anpas-

sen. Frank Germeroth versprach

beim Pressetermin Kontinuität

und an beiden Standorten prä-

sent zu sein: „Ich muss durch

mein Handeln überzeugen und

möchte den Rest meines beruf-

lichen Lebens in Varel und Sande

verbringen.“

Hoffstedde hat viel bewegt

Seit 1988 leitet Heinz Hoff-

stedde die Geschicke des St.

Johannes-Hospitals in Varel.

In all den Jahren an der Spitze

der Klinik hat Hoffstedde viel

bewegt. Als erfahrener Stratege

und Kaufmann gelang es ihm

immer, den Herausforderungen

des Gesundheitswesens posi-

tiv zu begegnen. Getrieben von

dem Wunsch, das Krankenhaus

aus medizinischer und wirt-

schaftlicher Sicht zukunftsfähig

zu machen, gründete er 1997

die St. Johannes-Hospital ge-

meinnützige GmbH. Damals das

erste Krankenhaus in der Regi-

on Weser-Ems, welches in der

Rechtsform einer gGmbH ge-

führt wurde. Es folgten Einrich-

tungen wie das St. Marien-Stift

mit einer gerontopsychiatrischen

Pflegeabteilung, die Caritas-So-

zialstation-Varel-Wilhelmshaven

gGmbH, der Bau der Seniorenre-

sidenz am St. Johannes-Hospi-

tal mit 57 Eigentumswohnungen,

die Vareler Wirtschaftsdienste

GmbH sowie die Ansiedlung von

inzwischen 37 Facharztpraxen

oder ergänzenden Dienstleistern

im Gesundheitswesen.

Unter Hoffsteddes Ägide ent-

wickelte sich das St. Johannes-

Hospital zu einem regionalen

Zentrum für ambulante und

stationäre

Dienstleistungen

im Gesundheitswesen. Wäh-

rend seiner Amtszeit schloss

sich darüber hinaus das St.

Johannes-Hospital 2005/2006

mit dem St. Willehad-Hospital

aus Wilhelmshaven und dem St.

Bernhard-Hospital aus Brake

zur Hospitalgesellschaft Jade-

Weser mbH (HGJW) zusammen.

Nach der Fusion des städtischen

Reinhard-Nieter-Krankenhauses

mit dem St. Willehad-Hospital im

Juli 2015 prägten die letzten bei-

den Jahre seiner Amtszeit Ver-

handlungen und der Zusammen-

schluss des Nordwest-Kranken-

hauses Sanderbusch und des

St. Johannes-Hospitals zu den

Friesland-Kliniken. Auch in den

verbleibenden Monaten bis zu

seinem Ausscheiden wird sich

der 63-Jährige mit seinem Wis-

sen und seinen Erfahrungen für

die Friesland-Kliniken einsetzen.

Eine feierliche Verabschiedung

wird am 31. August 2017 in Varel

stattfinden.

Den Pressetermin nutzten die

Vertreter der Friesland Kliniken

um auf die gute wirtschaftliche

Lage hinzuweisen. Frank Ger-

meroth: „Die Patienten- und

Belegzahlen sind an beiden

Standorten tüchtig gewachsen.

Wir haben zusätzliches Personal

aufgebaut und sind hochzufrie-

den einen Bilanzgewinn in Höhe

von 700.000 Euro ausweisen zu

können. Davon entfallen 400.000

Euro auf Sande und 300.000

Euro auf Varel.“

Das sei besonders bemer-

kenswert, da nur ein Drittel der

Krankenhäuser in Niedersach-

sen finanziell unauffällig seien.

Wie der Friebo schon im letz-

ten Herbst berichtete stehen

in Varel in den nächsten Jah-

ren erhebliche Investitionen an.

Wie in Sanderbusch – hier sind

17 Millionen an Fördermitteln

vorgesehen – soll auch in Varel

in Millionenhöhe investiert wer-

den. Eine Analyse für ein neues

Raum- und Funktionsprogramm

ist weitgehend fertiggestellt und

erste Signale für eine Förderung

aus Hannover sehen positiv aus,

so der Vorsitzende des Auf-

sichtsrates Sven Ambrosy. „Bis

zum Beginn der Umsetzung wird

es aber sicher noch zwei bis drei

Jahre dauern.“ Geplant sei unter

anderem eine Verbesserung der

Situation in den Zimmern, die alle

mit Bad und Toiletten ausgestat-

tet werden sollen und auch ein

Erweiterungsbau sei möglich.

Sorge bereitet auch den Fries-

landkliniken der Fachkräfteman-

gel. Ambrosy dazu: „Das ist ein

Problem, das sich nicht von heu-

te auf morgen lösen lässt. Aber

wir leben hier in einer attraktiven

Region, das ist ein echter Stand-

ortvorteil.“ Überhaupt sei das Ge-

sundheitswesen in Friesland gut

aufgestellt, wie Frank Germeroth

betonte: „85 bis 90 Prozent der

Versorgung die man im Laufe sei-

nes Lebens braucht können wir

hier qualitativ gut anbieten.“

Und das sieht auch Heinz

Hoffstedde so: „Der Zusammen-

schluss der beiden Krankenhäu-

ser ist eine tolle Lösung für die

Gesundsheitsversorgung

des

Landkreises. Ich bin mit der Ent-

wicklung sehr zufrieden.“

(ak)

Heinz Hoffstedde (rechts) war fast drei Jahrzehnte Klinikchef

des St. Johannes-Hospitals. Sven Ambrosy (mitte) und Frank

Germeroth (links) verabschieden ihn nur ungerne in den Ru-

hestand.

Foto: A. Kück