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Zetel

Friebo 24/2017

Flexible Termingestaltung

S

0 44 53 / 7 05 80 90

Ernährungs-

bEratung

Marion haEsihus

Am Teich 20 · 26340 Zetel

Kritik am neuen Feuerwehr-Standort

UWG und CDU halten Areal in Zetel für ungeeignet

Zetel.

Die UWG Zetel-Neu-

enburg übt weiterhin Kritik am

Standort des neuen Feuerwehr-

hauses Zetel. Durch die aktuelle

Planung des Architekturbüros

Kapels sei der UWG wieder be-

wusst geworden, dass auf dem

geplanten 4000 Quadratmeter

großen Gelände die Feuerwehr

keine Erweiterungsmöglichkeiten

habe, so die Wählergemeinschaft

in einer Pressemitteilung.

„Für Schwerpunktfeuerweh-

ren dieser Größenordnung wie in

Zetel sollte ein abgeschlossenes

Gelände einschließlich Gebäu-

de, Parkplatz und Übungsfläche

von mindestens 5000 Quadrat-

metern vorgehalten werden“, so

die UWG. Die Ausstattung mit

sechs Toren für Boxen der Fahr-

zeuge sei zu wenig: „Selbst der

Neubau in Neuenburg hat schon

vier Tore.“ Feuerwehren mit die-

ser Größe und deren Aufgaben

benötigten

zukunftsorientiert

acht Tore. Hier verbaue sich die

Zeteler Feuerwehr die Zukunft,

mahnt die UWG. „Vor und wäh-

rend des Zeteler Marktes und

beim Abbau ist keine sichere Zu-

und Abfahrt der Feuerwehrleu-

te, und umgekehrt der Einsatz-

fahrzeuge durch die zu schm-

ale Ausführung gewährleistet, da

kein Begegnungsverkehr stattfin-

den kann“, heißt es in der Mittei-

lung.

Die Wählergemeinschaft stellt

sich für ein neues Feuerwehrge-

bäude folgende vier Standorte

vor: jetziges Wiesengelände an

der L 815 nach Driefel, gemein-

deeigenes Gelände zwischen

Autohaus

Tepe/SE-Werbung

und Tischlerei Müller an der

Neuenburger Straße, Gelän-

de Firma Borchers (ehemaliges

Katastrophenschutzlager)

an

der Jakob-Borchers-Straße ge-

genüber von der Polizei oder an

der Moorstraße gegenüber der

Kläranlage. „Durch den jetzigen

Standort ist unsere Feuerwehr

nicht zukunftsfähig und es ent-

stehen Mehrkosten durch Zukauf

von Flächen für die Zufahrt, einer

Signalanlage und sicherlich auch

durch die zweigeschossige Bau-

weise. Die Gemeinde wünscht

sich eine innerörtliche Verdich-

tung aber die Mehrheitspartei

nutzt nicht die Chance, diese

Fläche mit Wohnraum bebauen

zu lassen“, bemängelt die UWG.

Auch die CDU-Fraktion hält

den Standort für ungeeignet. In

einer Mitteilung listet Fraktions-

vorsitzender Jörg Mondorf et-

liche Punkte auf, die gegen das

geplante Areal sprechen. So sei

die Grundstücksgröße nicht aus-

reichend, um zukünftige Gebäu-

deerweiterungen aufgrund sich

verändernder Bedarfe ausführen

zu können. Das Lager der Ju-

gendfeuerwehr müsse bereits

jetzt als Nebengebäude erbaut

sowie für den Zeteler Markt eine

zusätzliche kostenintensive Zu-

wegung und Ampelanlage ge-

schaffen werden. „Die angesetz-

ten 2,4 Millionen Euro Baukosten

sind nicht gedeckelt und werden

nicht ausreichend sein“, befürch-

tet der Fraktionsvorsitzende. Ein

Standort, an welchem schon jetzt

Nebengebäude errichtet werden

müssen, sei ein Schildbürger-

streich. Die CDU spreche sich für

ein neues Feuerwehrhaus, aber

auch für einen anderen Standort

aus.

FCFW Zetel tagt

Zetel.

Traditionell findet nach

Abschluss der Saison beim

FCFW Zetel die Jahreshaupt-

versammlung statt. Der Vor-

stand und die Mitglieder tagen

am

Montag, 26. Juni,

um 19.30

Uhr im Vereinsheim beim Esch-

stadion. Zurückgeblickt wird

auf die Saison, es stehen die

Großveranstaltungen „Klinker-

Cup 2017“ und „Kinder kicken

für Kinder 2017“ beim Rückblick

auf der Tagesordnung. Neben

den Berichten der Vorstands-

mitglieder stehen Wahlen ei-

niger Vorstandsmitglieder an.

Die vollständige Tagesordnung

ist auf der Homepage des FCFW

Zetel unter

www.fc-zetel.de

hin-

terlegt.

Spielerisch die deutsche Sprache lernen

Sprachförderprogramm Känguru für Kinder mit Migrationshintergrund gestartet

Zetel.

In Kooperation mit

der evangelischen Familien-

Bildungsstätte Friesland-Wil-

helmshaven, dem Diakonischen

Werk Friesland-Wilhelmshaven,

dem Lions-Club Zetel-Frie-

sische Wehde und der Gemein-

de Zetel entstand zu Beginn des

Jahres das Sprachprojekt „Kän-

guru“. Die ehemalige Schullei-

terin der Grundschule Horsten,

Karin Asmus, hilft Kindern mit

Migrationshintergrund

dabei

beim Erwerb der deutschen

Sprache.

Das Känguru-Programm ist

für Kinder im Alter von 18 bis

36 Monaten ausgelegt, die von

einem Elternteil oder einer Be-

zugsperson begleitet werden.

„Sprache ist der Schlüssel

zur Integration“, findet Dr. Rolf

Bruns, Vorsitzender des Li-

ons Club, „deshalb fördern wir

dieses Projekt sehr gerne. Es

profitieren nicht nur die Kinder,

sondern auch die Eltern, die in

ein deutschsprachiges Umfeld

gelangen“. Der Sprachunterricht

erfolgt über kleine Spiele durch

Reime und Lieder. Diese wer-

den durch Gesten unterstützt,

sodass die Sprachmelodie, die

in jeder Sprache anders ist, den

Kindern vertraut wird. „Das Kän-

guru-Programm und auch ich

haben die Erfahrung gemacht,

dass Kinder in diesem frühen

Alter die Möglichkeit haben,

mehrere Sprachen nebeneinan-

der zu lernen ohne diese zu ver-

mischen“, so Karin Asmus.

„Über die Sprache erobern wir

die Welt, deshalb ist es so wich-

tig, die Landessprache spre-

chen zu können“, sagt Asmus.

Seit diesem Jahr bietet Karin

Asmus einen Kurs in Zetel und

zwei Kurse in Wilhelmshaven an.

Der Kurs in Zetel findet einmal

die Woche im Mehrgeneratio-

nenhaus statt. Da die Gruppen-

größen bewusst klein gehalten

werden sollen, würde sie sich

über weitere Kursleiter freuen.

Um Känguru-Trainer zu wer-

den, benötigt man eine mehr-

tägige Fortbildung in Bonn, die

von den Kooperationspartnern

komplett finanziert wird. Das

Ziel ist es diese Kurse häufiger

und flächendeckender anbieten

zu können. Familien mit Migrati-

onshintergrund zu erreichen ist

nicht immer einfach, weshalb

die Zusammenarbeit mit der

Gemeinde Zetel sehr wichtig ist.

Denn die Gemeinde kennt die

Umstände in den Familien und

kann Kontakte vermitteln. Doch

nicht Kinder mit Migrationshin-

tergrund haben Probleme beim

Erwerb der deutschen Spra-

che. Auch etwa 10 Prozent der

deutschen Kinder weisen man-

gelnde Sprachfähigkeiten auf.

„Wer Interesse hat und im Ide-

alfall über eine pädagogische

Vorbildung verfügt, kann sich

gerne melden“, so Asmus. An-

sprechpartner für Interessenten

sind die Bildungsstätte unter

Tel. 04421/32016 oder bei die

Diakonie in Person von Migra-

tionsberaterin Ina Krix unter

04451/860629.

(sb)

(v.l.) Dr. Rolf Bruns, Theo Suhren (beide Lions-Club), Karin

Asmus und Ina Krix (Diakonie) fördern das Känguru-Sprach-

projekt.

Foto: Svea Bücker