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Varel

Friebo 25/2017

Flagge zeigen für die Familie

Vareler Rathaus als stillfreundlicher Ort ausgezeichnet – mit eigenem Ruheraum

Varel.

Nachdem bereits die

Rathäuser in Bockhorn, Zetel,

Hohenkirchen, Jever und San-

de als „stillfreundliche Orte“

ausgezeichnet wurden, bekam

nun auch das Vareler Rathaus

seine Zertifizierung.

Im Oktober 2016 hatte die

kreisdelegierte Hebamme für

Friesland und Wilhelmshaven

Christina Harms-Janssen die

Aktion gemeinsam mit der

Kreishebamme für Leer Elena

Riechert ins Leben gerufen.

Nach Bekanntgabe der Zerti-

fizierungen, konnten sie sich vor

Anmeldungen kaum retten, be-

richtet Christina Harms-Jans-

sen. „Wir wollen der Öffent-

lichkeit zeigen, dass stillende

Mütter und auch Väter, die in

Ruhe das Fläschchen geben

wollen, bei uns willkommen und

gerne gesehen sind“, begründet

Gleichstellungsbeauftragte und

Stadtjugendpflegerin Brigitte

Kückens, die Entscheidung der

Stadt Varel das Rathaus eben-

falls als „stillfreundlichen Ort“

auszeichnen zu lassen.

Doch wie kommt es, dass

man sich das „offiziell auf die

Fahne schreiben muss“ – wo

das Stillen doch das Natür-

lichste der Welt ist? Durch den

akuten Hebammenmangel: Die

Hebamme begleitet die Frauen

zumeist bereits zu Beginn der

Schwangerschaft und bestär-

kt sie auch darin, ihr Kind in

der Öffentlichkeit zu stillen.

Dadurch, dass es derzeit nur

wenige Hebammen gibt, die die

Schwangere beratend beglei-

ten, seien die jungen Mütter in

diesem Punkt oft unsicher, er-

klärt die Kreishebamme.

„Wir wollen die Frauen also

darin bestärken selbstbewusst

in die Stillzeit zu gehen.“ Die-

se Idee findet nicht nur bei

den öffentlichen Institutionen

großen Anklang – auch bei der

Facebook-Gemeinschaft ist die

Resonanz weitreichend und

durchweg positiv.

Das Vareler Rathaus hat zu

diesem Zweck eigens einen ei-

genen Ruheraum eingerichtet.

„Von meiner Frau weiß ich, dass

Stillen sehr anstrengend sein

kann – deswegen wollten wir

den Frauen ein ruhiges Plätz-

chen anbieten, wo sie sich auch

ein wenig erholen können“, so

der Erste Stadtrat Dirk Heise.

An der Zertifizierung können

alle Unternehmen und Einrich-

tungen in Friesland, Wilhelms-

haven und Umgebung teilneh-

men, die in ihren Räumen eine

(still-)freundliche

Atmosphä-

re bieten können. Besondere

räumliche Vorgaben gibt es da-

bei nicht. Für die Zertifizierung

ist bereits ausreichend, wenn

Anforderungen wie eine Sitz-

möglichkeit zum Stillen, Toilet-

ten, Unterstützung und Schutz

bei unhöflichem Verhalten Drit-

ter, ein kostenloses Getränk wie

Leitungswasser für die Stillende

und optional eine Möglichkeit

zum Wickeln angeboten wird.

Erfolgreich teilnehmende Un-

ternehmen und Einrichtungen

erhalten eine Urkunde sowie

eine Plakette und einen Eintrag

als stillfreundliche Einrichtung

auf einer Karte im Internet, auf

der alle stillfreundlichen Orte in

Leer, Friesland und Wilhelms-

haven gekennzeichnet und auf-

geführt sind.

Bewerbungen sind unter still-

freundlich@gmail.com

möglich.

Weitere Informationen sind auf

Facebook und der Google-Kar-

te unter dem Stichwort „Still-

freundliche Orte“ hinterlegt.

(jg)

Es ist an der Zeit ein Zeichen zu setzen: die kreisdelegier-

te Hebamme Christina Harms-Janssen (re.) übergibt voller

Freude das Zertifikat für das „stillfreundliche Rathaus“ an

die stellvertretende Fachbereichsleitung Marion Groß, den

stellvertretenden Bürgermeister und 1. Stadtrat Dirk Heise

und die Gleichstellungsbeauftragte und Stadtjugendpflege-

rin Brigitte Kückens (v.l.n.r.).

Foto: J. Guthardt

Klassen- und schulübergreifendes Lernen

Präsentationstag: Angebote für Kinder mit besonderen Begabungen

Varel.

Poetry Slam, eng-

lisches Theater, 3-D gedruckte

Murmelbahnen oder selbstge-

baute Roboter:

Beim Präsentationstag kurz

vor den Ferien in der Oberschule

Varel konnten spannende Ange-

bote des Begabtenförderungs-

verbund erlebt werden.

Zu Beginn gab es ein kurzes

englisches Theaterstück und

einen beigeisternden Poetry-

Slam Vortrag.

Der

Begabtenförderungs-

verbund hält spannende Kurse

und Arbeitsgemeinschaften für

Mädchen und Jungen mit be-

sonderen Begabungen bereit.

Jeweils zu Beginn des Schul-

jahres werden die Angebote

schulübergreifend aufgestellt.

Meist sprechen die Lehrer ihre

Schüler an, um eine besondere

Begabung zu fördern. Mit da-

bei sind die Grundschulen in

Langendamm, Büppel und aus

der Osterstraße, außerdem die

Oberschulen Obenstrohe und

Varel sowie das Lothar-Meyer-

Gymnasium. An den einzelnen

Kursen nehmen Schüler der

dritten bis achten Klassen teil.

Grundsätzlich ist das Angebot

für alle Schüler offen – sofern

ausreichend Plätze vorhanden

sind.

Betreut wird das Angebot von

Nadine Henze-Diettrich: „Es ist

für alle eine schöne Erfahrung,

dass Kinder unterschiedlicher

Altersgruppen und verschie-

dener Schulen zusammen ar-

beiten und ihre Begabungen

teilen können.“

Annika Blanke berichtet von

ihren Erfahrungen beim Poetry

Slam-Angebot: „Bei uns kommt

es auch darauf an, miteinander

zu arbeiten, konstruktive Kritik

zu geben und auch auszuhalten.

Es ist eine schöne Erfahrung,

wie auch die Großen von den

Jüngeren lernen können.“

(ak)

Mathe macht Spaß, besonders wenn es so wie hier span-

nende Knobelaufgaben zu lösen gibt.

Foto: Anke Kück