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24. Juni 2017

Zetel

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Projekt Schulhoferweiterung

Neue Spielgeräte auf dem Pausenhof der Zeteler Grundschule eingeweiht

Zetel.

Das Projekt Schulhofer-

weiterung ist – zumindest am

Hauptstandort der Grundschule

Zetel – vorerst abgeschlossen.

Stolz präsentierten das Kollegi-

um, der Schulelternrat und der

Förderverein die Ergebnisse ih-

rer gemeinsamen Bemühungen.

Mit Kinderflohmarkt und im

Beisein zahlreicher Gäste und

Sponsoren wurde auf der offi-

ziellen Schulhofeinweihung ge-

plaudert und gefeiert.

Dazu gab es auch guten

Grund: Nach monatelangen

Planungen hatte am Anfang

des Schuljahrs im Rahmen

eines großen Sommerfestes der

Sponsorenlauf stattgefunden,

bei dem die Rekordsumme von

16.000 Euro zusammenkamen.

Parallel dazu hatte die Gemein-

de einen fast gleichgroßen Be-

trag bereitgestellt, wodurch der

Schulhof um eine ganze Para-

de neuer Spielgeräte erweitert

werden konnte. Weitere Gelder

des Fördervereins ermöglichten

obendrein unter anderem das

Anlegen eines Schulgartens,

der sich zur Einweihung bereits

in bester Verfassung zeigte.

Weitere Arbeiten sollen nun

noch auf dem Schulhof der Au-

ßenstelle Bohlenberge erfolgen,

versprach Schulleiterin Tanja

Müller-Urban. „Toll zu sehen,

was man erreichen kann, wenn

man zusammenrückt, miteinan-

der spricht und gemeinsam mit

anpackt“, freute sich die Schu-

lelternratsvorsitzende Nadine

Dittrich. Bürgermeister Heiner

Lauxtermann ergänzte freund-

schaftlich: „Wenn Sie und Ihre

Schulleiterin kommen, weiß ich

schon, ich muss wieder aktiv

werden. Die brauche ich auch

nicht rauszuschmeißen, die

kommen immer wieder!“ Dass

es weitere Um- und Anbauten

geben wird, deutete er für die

nahe Zukunft an.

Denn: „Nachdem wir schon

über die Schließung der Außen-

stelle nachgedacht haben, sieht

es jetzt so aus, dass wir in der

Schulstraße erweitern müssen“.

Um die Zukunft der Grund-

schule ist es also gut bestellt,

die Rahmenbedingungen dafür

sind, was den Schulhof angeht,

schon geschaffen.

(rk)

Einige der Förderer und Sponsoren ließen sich die Einweihung der neuen Geräte nicht ent-

gehen.

Fotos: R. Koch

Zahlreiche Kinder (und ihre Eltern) säumten den Schulhof

während der Einweihung mit ihren Flohmarktständen.

Ganztagsbetreuung immer häufiger nachgefragt

Eltern wenden sich an die Gemeinde und hoffen auf Unterstützung

Zetel.

Zur letzten öffentlichen

Sitzung des Schul-, Jugend- und

Sozialausschusses sind einige

Bürgerinnen gekommen, die zum

Thema Kinderbetreuung Fragen

stellten und die Gemeinde um

Hilfe baten. Angeschoben hatte

das Thema Sonja Jansen, deren

Kind nach den Sommerferien in

die Schule kommt. Als alleiner-

ziehende Mutter, die ganztags

arbeitet, hat sie nun ein Problem:

An der Grundschule gibt es vor

allem freitags kein Betreuungs-

angebot. Zusammen mit den

Elternvertretern des Kindergar-

tens stellte sie bereits eine Li-

ste zusammen mit Eltern, die im

nächsten Jahr eine Betreuung

nach der Schule für ihre Kinder

benötigen.

Ausschussvorsitzender Jörg

Mondorf machte den Vorschlag

eine Bedarfserhebung zu ma-

chen und diese auch auf die Kin-

der auszuweiten, die bereits in

der Schule sind. Wer Bedarf an

einem Betreuungsplatz nach of-

fiziellem Schulschluss hat, kann

sich bei Sabine Ronken vom So-

zialamt unter

04453/935251

melden.

Ein weiterer Punkt sind die

unterschiedlichen Betreuungs-

zeiten an den verschiedenen Ein-

richtungen. „Ich habe drei Kinder,

eins in der Krippe, eins im Kin-

dergarten Regenbogenfisch und

eins in der Grundschule Zetel“,

so ein Bürgerin. Effektiv könne

sie nur bis 14 Uhr arbeiten, da die

Betreuungszeiten ihrer Kinder

unterschiedlich lang sind. „Die

Grundschule betreut bis 15 Uhr,

der Kindergarten bis 16 Uhr und

die Krippe bis 17 Uhr. Wieso ist

das nicht einheitlich?“, stellt sie

dem Ausschuss die Frage. Bür-

germeister Lauxtermann weist

zunächst auf das Problem hin,

dass die verschiedenen Einrich-

tungen unterschiedliche Träger

haben. So läuft die Grundschule

über das Land Niedersachsen

und Kindergärten sowie Krippen

werden von der Gemeinde un-

terhalten. „Wir müssen hier eine

Lösung finden, die für alle Betei-

ligten passt“, sagt Lauxtermann,

„denkbar wäre zum Beispiel ein

Betreuungsangebot im Jugend-

zentrum Steps“.

Lauxtermann berichtet so auch

gleich vom aktuellen Stand der

Krippenplätze: „Wir bemerken je-

desJahreinenAnstieganbenötig-

ten Krippenplätzen.“ Die beiden

Krippen Zetels, Emkenburg und

Südenburg, werden in Zukunft

den Bedarf nicht mehr decken.

„Wir müssen uns der Aufgabe

stellen und in die Zukunft finan-

zieren“, so Lauxtermann. Es wird

mit ca. 90 Geburten pro Jahr für

Zetel gerechnet, hinzukommt eine

nicht kalkulierbare Zahl von Zu-

wanderungen. Demnächst wird

die Verwaltung einen Vorschlag

mit eventuellem Neu- oder Aus-

bau der Krippen machen. Dabei

muss auch das Thema Inklusion

beachtet werden. „Im Moment

reichen die Plätze für Integrati-

onskinder aus, das müssen wir

allerdings von Jahr zu Jahr neu

entscheiden“, berichtet Sabrina

Ronken.

In einem weiteren Tagesord-

nungspunkt stimmte der Aus-

schuss darüber ab, ob die Ge-

bühren für die Betreuung von

Grundschülern im Anschluss an

den Ganztagsschulbetrieb an

den Grundschulen aufgehoben

werden. Der Antrag wurde ein-

stimmig angenommen.

(sb)