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8. Juli 2017

Varel

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Integration: Miteinander aktiv sein

Weiteres soziales Projekt von „Zusammen in Varel“ gestartet – 10.000 Euro Anschubfinanzierung

Varel.

„Es geht darum, nicht

nur etwas für, sondern in erster

Linie etwas mit den auslän-

dischen Mitbürgern zu tun“, so

heißt es in dem Konzept für das

Sozialkaufhaus in Varel. Auf den

Weg gebracht hat der noch jun-

ge Verein „Zusammen in Varel“

diese Idee. Dieser hat es sich

zur Aufgabe gemacht, Integra-

tionsprojekte zu schaffen, damit

ein gelungenes Zusammen-

wachsen in Varel gelingt.

Wie die SPD-Bundestagsab-

geordneten Karin Evers-Meyer

kürzlichmitteilte, gibt es nun eine

Anschubfinanzierung vom Bund

in Höhe von insgesamt 10.000

Euro. „Neben dem Materiellen

steht hier besonders die soziale

Unterstützung im Vordergrund.

Das unermüdliche Engagement

der Ehrenamtlichen rund um die

Antragstellerin Hildegard Korell

und die große Zahl an Sach-

spenden der Bürgerinnen und

Bürger machen das Sozialkauf-

haus in Varel zu einer echten

Erfolgsgeschichte“, so die Bun-

destagsabgeordnete.

Die Mittel stammen aus dem

Bundesprogramm

Ländliche

Entwicklung (BULE) mit dem

seit 2015 versucht wird, die

ländlichen Regionen durch die

Unterstützung

bedeutsamer

Vorhaben und Initiativen als at-

traktive Lebensräume zu erhal-

ten und weiterzuentwickeln.

Nun also kann es losgehen:

Räumlichkeiten wurden in dem

seit Längerem leerstehenden

Ladenlokal von „Hakuna Mata-

ta“ in der Langen Straße 61 ge-

funden.

Aktuell wird ein einprägsamer

Name für das „Sozialkaufhaus“

gesucht und es werden natür-

lich (Sach)-Spenden benötigt.

In dem Kaufhaus sollen zum

Beispiel kostenlos zur Verfü-

gung gestellte Haushaltswaren,

Textilien, Fahrräder, Kinderwa-

gen oder auch Möbel gegen

ein geringes Entgelt „verkauft“

werden.

Hanns Weweler vom Verein

„Zusammen in Varel“ erklärt:

„Wir nehmen alles an, was in

einem guten Zustand ist. Ab so-

fort ist der Laden jeden Diens-

tag und Donnerstag von 14 bis

18 Uhr geöffnet um Sachspen-

den entgegen zunehmen. Gerne

holen wir größere Gegenstände

und insbesondere Möbel nach

Absprache ab.“

Verkauf ab August

Der Verkauf im Sozialkaufhaus

soll dann im August beginnen.

Die Vereinsvorsitzende Hil-

degard Korell macht aber noch

einmal deutlich, dass es insbe-

sondere darum geht, geflüch-

teten Menschen bei der Inte-

graton Hilfen zu geben. Sie legt

großen Wert darauf, dass die

Begegnungen auf Augenhöhe

erfolgen: „In dieser Einrichtung

ermöglichen wir es, Erfahrungen

zu sammeln, die Sprachkennt-

nisse zu verbessern und das al-

les in einem partnerschaftlichen

Miteinander. Unsere Vereins-

mitglieder unterstützen dabei

und es bieten sich viele Mög-

lichkeiten zu lernen, wie bei der

Warenbeschaffung, Lagerhal-

tung, Auf- und Abbau, Kunden-

gesprächen und auch bei der

Preisgestaltung.“

So könne die Arbeit nicht nur

eine sinnvolle Beschäftigung

sein, sondern auch die Chan-

cen für den Einstieg in den Ar-

beitsmarkt erhöhen. Eine enge

Zusammenarbeit zwischen Ar-

beitsamt/Jobcenter und auch

der Stadt werde gepflegt.

Wer weitere Auskünfte über

das Projekt wünscht, eine krea-

tive Idee für einen Namen oder

Interesse an einer Mitarbeit hat,

erhält weitere Informationen

über die Facebook-Seite „zu-

sammen-in-varel“ oder per E-

Mail: zusammen-in-varel@gmx.

de sowie telefonisch bei Hanns

Weweler

0176/37615100.

Geldspenden können auf

folgendes Konto überwiesen

werden: Deutsche Skatbank,

Zusammen in Varel, IBAN: DE76

8306 5408 0004 9897 16. Die

Mitglieder des Vereins Zusam-

men in Varel treffen sich jeden

zweiten Dienstag im Monat

ab 19.30 Uhr im I-Café in der

Schloßstraße 2. Interessierte

sind herzlich willkommen.

(ak)

Erste Spendenlieferungen sind schon angekommen: Die Ak-

tiven von „Zusammen in Varel“ packen kräftig mit an (v.l.):

Hanns Weweler, Iris Jeuthner, Ludwig Möbius, Hildegard Ko-

rell.

Foto: privat

Neuauflage Radwanderkarte Knotenpunktsystem

Varel.

Seit mittlerweile fast

drei Jahren finden sich an vielen

Stellen im Vareler Stadtbereich

grün-weiß markierte Schilder

des Knotenpunktsystems.

2014 hat die Wirtschaftsförde-

rin Dr. Meike Knop das aus den

Niederlanden und aus Belgien

stammende System für Varel

umgesetzt und neben einer

Beschilderung auch eine erste

Auflage der Radwanderkarte

herausgegeben. In diesem Zu-

sammenhang sind drei thema-

tische Routen entstanden, die

Radtouren für unterschiedliche

Interessen ermöglichen.

Der Vorteil des Knotenpunkt-

systems ist die einfache Planung:

Fahrradfahrer notieren sich im

Vorfeld ihrer Tour die Knoten-

punkte der geplanten Strecken

und „fahren nach Zahlen“. An-

hand von Hinweisschildern an

jedem Knotenpunkt können sich

die Radfahrer neu orientieren

und an jedem beliebigen Punkt

einsteigen. Aus den Erfahrungen

mit dem Radwegeleitsystem

sind Ideen zur Verbesserung

der Wanderkarte entstanden,

die jetzt in einer zweiten Aufla-

ge umgesetzt wurden. Einzelne

Streckenführungen im südlichen

Stadtgebiet, in Winkelsheide

oder auch in Büppel wurden op-

timiert, um landschaftlich attrak-

tivere Routen einzubinden.

Die Veränderungen sind das

Ergebnis von Besprechungen

mit den ehrenamtlichen Radwe-

gebetreuern, die die Strecken

regelmäßig prüfen und Mängel

direkt an die Wirtschaftsförde-

rung melden. Bei Interesse an

der Radwegebetreuung steht

Herr Folkers-Ratajski von der

städtischen Wirtschaftsförde-

rung gerne als Ansprechpart-

ner zur Verfügung.

Zurzeit werden die neuen

Schilder mit Hilfe des Bauhofes

befestigt, die Radwanderkarte

ist ab sofort für 2,90 Euro bei

der Kurverwaltung in Dangast

erhältlich.

Von li.: Damian Folkers-Ratajski (Wirtschaftsförderung Stadt

Varel) und Fritz Schimmelpenning (Leiter Stadtbetrieb Varel)

Foto: privat