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8. Juli 2017

Wesermarsch

27

Bodenkundliche Wanderung

am Sonntag im Bollenhagenwald

Bollenhagen.

Die spannende

Geschichte der Landschaft im

Gebiet des Bollenhagenwaldes

ist Thema der nächsten Boll-

Werk-Veranstaltung an diesem

Sonntag, 9. Juli,

ab 15 Uhr.

Dr. Martina Karle, Geologin am

Institut für historische Küsten-

forschung in Wilhelmshaven,

und Biologe Rüdiger von Lemm

berichten über die Entwicklung

der Landschaft und zeigen an-

hand von frisch mit dem Bohr-

stock gezogenen Proben die

Bodenstrukturen auf. Aus bis

zu 6 m Tiefe wird das Boden-

material heraufgeholt, um die

Geheimnisse der normalerwei-

se verborgenen Erdschichten

zu ergründen. So kann ein Teil

der wechselvollen Geschichte

des Gebietes mit Moorwachs-

tum und Überschwemmungen

nachempfunden werden. Na-

türlich wird auch über Aktuelles

und Interessantes in der Pflan-

zen- und Tierwelt des Waldes

berichtet. Die Wanderung endet

an der Bollenhagenwald-Erkun-

dungsstation (BollWerk), die

dann geöffnet sein wird. Dort ist

ebenfalls eine Infotafel zum The-

ma Bodenentwicklung zu se-

hen. Treffpunkt ist wie gewohnt

der Parkplatz an der Straße „An

der Dornebbe“.

Die nächste Veranstal-

tung im Bollenhagenwald steht

wieder und dem Thema Leben

im und am Wasser: „Wer ge-

hört zur Wohngemeinschaft am

Teich“ ist Titel der Veranstaltung

am 6. August,

die von Frank

Lorenz geleitet wird. Das voll-

ständige Bollwerk-Programm ist

bei der Jade-Touristik unter

04455/1458 erhältlich und steht

unter www.ruhigundgemuetlich.

de zum Download bereit.

(eb)

Dr. Martina Karle erläutert die

Infotafel mit einem Bodenpro-

fil am Wanderweg im Bollen-

hagen-Wald.

Foto: Dörte Wolff

Ereignisreiche Reise in die Hauptstadt

25 Jugendliche aus deutschen und Flüchtlingsfamilien beim Internationalem Bundesturnfest in Berlin

Jaderberg/Berlin.

Das wäre

doch mal einen Versuch wert,

dachten sich Michael Rettberg

vom Verein für Integrationshilfe

Jade und Tanja Schumacher vom

TuS Jaderberg, mit einer interna-

tional gemischten Gruppe von

Kindern und Jugendlichen aus

deutschen Familien und Flücht-

lingsfamilien zum Bundesturn-

fest nach Berlin zu fahren.

Gemeinsam Sport treiben ist

dabei nichts Neues: Seit über

zwei Jahren nehmen immer

mehr Geflüchtete aller Alters-

stufen das Angebot des Sport-

vereins wahr. Vor allem Fußball,

Leichtathletik, Volksläufe und

Badminton sind gefragt. „Das ist

die beste Art, in Kontakt zu kom-

men mit den Einheimischen“,

beobachtet Michael Rettberg,

der die Integrationshilfe in Jade

koordiniert.

Was den Organisatoren an-

fangs als ein Experiment mit

unsicherem Ausgang erschien,

nahm dann einen sehr gelun-

genen und glücklichen Verlauf.

Schnell und problemlos bildeten

die 25 Kinder und Jugendlichen

zwischen 8 und 18 Jahren, da-

runter fünfzehn junge Geflohene

aus Syrien, Afghanistan und

dem Irak, ein echtes Team.

Gleich am Ankunftstag war-

tete der erste Höhepunkt auf die

muntere Truppe: Ein kilometer-

langer Festumzug auf der Stra-

ße des 17. Juni mit Durchmarsch

durch das Brandenburger Tor.

Zehntausende von Sportlern

und viele Musikzüge waren da-

bei. Die Jaderberger Gruppe

fand viel Beifall, zumal sich die

syrischen und afghanischen

Jungen geradezu drängelten,

auch mal die Vereinsfahne zu

tragen. Als einige müde Beine

bekamen, nahmen Almontazer

und Wael gerne die Jüngsten,

Emma und Jasmin, auf ihre

Schultern.

Für die Jaderberger folgten

dann viele erlebnisreiche Tage,

gefüllt mit Aktivitäten aller Art:

Jeder, auch die Betreuer, absol-

vierte einen leichtathletischen

Vierkampf. Der 14-jährige Azad

mit Rang 3 und der 80-jährige

Otto Bramstedt mit Rang 4 wa-

ren besonders erfolgreich.

Spätestens nach zwei Ta-

gen surften alle so sicher wie

alte Berliner im U- und S-Netz,

dass eine Stadterkundung in

kleinen Gruppen gewagt wer-

den konnte. Auf Einladung

der Bundestagsabgeordneten

Susanne Mittag besuchte die

ganze Gruppe am vorletzten

Tag das Bundestagsgebäude,

verbunden mit einem Aufstieg

in die gläserne Kuppel, einem

Essen im Bundestagsrestau-

rant und einer Führung durch

die Ausstellung „Demokratie

in Deutschland“ im Deutschen

Dom. Der Betreuer, der durch

die Ausstellung führte, bekam

viel Aufmerksamkeit gerade von

den jugendlichen Flüchtlingen:

konnte er doch überzeugend

und verständlich herleiten, dass

das heute geltende Recht auf

Asyl ohne die demokratischen

Bewegungen seit dem 19. Jahr-

hundert und die geschichtlichen

Erfahrungen des 20. Jahrhun-

derts kaum denkbar wäre. Die

11-jährige Khawla hielt den Rei-

seführer für so kompetent, dass

sie von ihm wissen wollte: „Gibt

es Gott oder gibt es ihn nicht?“

Am Ende der Fahrt wären alle

noch gerne länger zusammen

und in Berlin geblieben, aber wie

bemerkte Mohammad so pass-

send: „Mama und Papa warten

doch auf uns.“

(fb)

Beim Bundesturnfest in Berlin: Unter dem Brandenburger Tor

bilden Farhad und Jan eine Brücke über Jasmin.

Foto: privat

Friesländer Bote

Elisabethstr. 13 · 26316 Varel

Telefon 0 44 51 / 91 19 24

E-Mail:

jeannettegalda@friebo.de

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Jaderberg.

Am kommenden

Mittwoch, 12. Juli, findet ab 19

Uhr ein Spieleabend für alle in-

teressierten Bürger im Kulturhus

Jaderberg, Tiergartenstraße 10,

statt. Gerne dürfen Teilnehmer

dazu auch eigene Spiele mit-

bringen werden.

Spieleabend im Kulturhus