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Zetel/Neuenburg

Friebo 27/2017

Bessere Beleuchtung für Bushaltestellen

CDU-Fraktion verweist auf Einstiegsplätze an der Bohlenberger Straße und Tarbarger Landstraße

Zetel.

Die CDU-Fraktion im

Rat der Gemeinde Zetel setzt

sich für eine Verbesserung der

Beleuchtung an Bushaltestellen

in der Gemeinde ein.

„Die Nachbesserung ist nicht

nur erforderlich um das Sicher-

heitsempfinden und die bessere

Erkennbarkeit Wartender zu er-

höhen, sondern auch um die Un-

fallgefahren durch den fließenden

Verkehr zu minimieren“, heißt es

in einem Antrag. Auch wenn sich

ein Großteil der Bushaltestellen

mittlerweile in einem guten Zu-

stand befänden und ausreichend

beleuchtet seien, gebe es bei ei-

nigen immer noch Handlungsbe-

darf, so der Fraktionsvorsitzende

Jörg Mondorf. Die Bushaltestel-

le an der Bohlenberger Straße

auf Höhe der Siedlung werde

nicht von der dortigen Straßen-

beleuchtung erfasst und stelle

somit für wartende und queren-

de Kinder ein erhöhtes Verunfal-

lungsrisiko dar. Die Haltestelle

Tarbarger Landstraße auf Höhe

der Hausnummer 2 verfügt zu-

dem über gar keine Leuchten.

Handlungsbedarf sieht die

CDU-Fraktion auch beim Bau-

hof der Gemeinde. Durch die

gestiegene Anzahl an Fahrzeu-

gen und Gerätschaften sei in der

derzeitigen Halle und Fläche die

Kapazitätsgrenze erreicht. Des

Weiteren würden die seit Jah-

ren zunehmenden Aufgaben den

Bauhof mehr als früher belasten.

„Der Bauhof braucht Luft oder

mehr Personal, um sich seinen

originären Aufgaben widmen zu

können“, schreibt der Fraktions-

vorsitzende.

Der Bau einer zusätzlichen

Halle sei unerlässlich, um das

Equipment sicher und trocken

unterstellen und große Ran-

giertätigkeiten und Zeitverluste

vermeiden zu können. Eine

Umstrukturierung des Außen-

bereichs sei ebenfalls zwingend

angezeigt. Der Verkauf des

Meinenhofes könne dabei eine

Grundlage zur Finanzierung der

Halle auf dem Gelände des Bau-

hofes sein, so die CDU-Fraktion.

Ein weiteres Ziel der Christdemo-

kraten ist, die Auszeichnung der

Gemeinde Zetel zur Biosphä-

renreservatsgemeinde als Teil

des Nationalparks „Niedersäch-

sisches Wattenmeer“.

Die Klassifizierung als Bio-

sphärenreservatsgemeinde falle

nicht nur zum Nutzen und zum

Wohl der Gemeinde aus, son-

dern diene auch der besonders

schützenswerten Natur und

Landschaft im Nationalpark. Die

Kooperationsvereinbarung soll

auch der Förderung des Frem-

denverkehrs dienen, ohne damit

einen Massentourismus auszu-

lösen.

Eine Zeitreise in die Oldenburger Reformation

Hartwig Ohlenbusch beleuchtet mit dem Buch „De nee bremsche Ungloben“ das Ende des Klosters Hude

Neuenburg.

Als stumme Zeit-

zeugen einer von gesellschaft-

lichen Auf- und Umbrüchen

geprägten Zeit ragen sie noch

heute gen Himmel. Die Rede ist

von den steinernen Überresten

der ehemaligen Zisterzienserab-

tei in Hude. Das Kloster Hude ist

heute ein Ausflugsziel, dass mit

Führungen erschlossen werden

kann. Eine dieser Führungen war

für HartwigOhlenbusch aus Neu-

enburg Anstoß, die Geschichte

des letzten Klosterabts, Liborius

Lippeken, zu recherchieren. Das

Ergebnis liegt nun in Buchform

vor, herausgegeben vom Isen-

see Verlag in Oldenburg.

Von den gesammelten Eindrü-

cken der besichtigten Klosterru-

ine habe ihn vor allen das Ende

der Abtei gereizt, erzählt der

Neuenburger. Er selbst bezeich-

net sich als „sehr heimatverbun-

denen Menschen“ – eine Eigen-

schaft, die sich bei dem ehe-

maligen Diplomingenieur unter

anderem in der Mitgliedschaft im

örtlichen Heimatverein und der

Oldenburgischen

Landschaft

niederschlägt.

Entsprechend

akribisch arbeitete Hartwig Oh-

lenbusch an seinem Werk, das

mit vollem Titel „De nee brem-

sche Ungloben. Globensstriet in

de Tiet van de Reformatschoon“

heißt.

Viele Stunden hat er dafür im

Niedersächsischen Landesar-

chiv Oldenburg verbracht. Für

seine Arbeit zog Hartwig Ohlen-

busch Urkunden, Zeugenaussa-

gen und Chroniken heran, die die

Begebenheiten der damaligen

Zeit um das Kloster nachvoll-

ziehen lassen. 1482 geriet die

Abtei unter die Herrschaft des

Bistums Münster. „Das waren

erzkatholische Menschen, die

den Amtsbereich verwalteten“,

betont Hartwig Ohlenbusch.

Viele, die in Bremen den Markt

besuchten, kamen dort mit der

aufkommenden

lutherischen

Konfession in Berührung. Die

Abtei in Hude unterhielt in Bre-

men eine Niederlassung, in der

sich auch der Huder Abt Libori-

us Lippeken des öfteren aufhielt.

Durch den Prediger Heinrich von

Zütphen ließ sich dieser zum

neuen Glauben bekehren. „Der

Abt war derart überzeugt, dass

er die Mönche in Hude zum Teil

ebenfalls bekehrte“, weiß Hart-

wig Ohlenbusch aus Aufzeich-

nungen. Unentdeckt sollte dies

jedoch nicht bleiben, die Mün-

steraner kamen der Sache auf

die Spur: „Als Folge gab es er-

hebliche Auseinandersetzungen

zwischen dem Kloster, Hude und

Amtskollegen.“

Das Buch erzählt jedoch nicht

nur die Geschichte der Huder

Abtei. „De nee bremsche Unglo-

ben“ öffnet gleichzeitig ein Fen-

ster in die Zeit der Reformation

und beleuchtet Nebenplätze aus

dem Oldenburger Land. Nach

Abschluss der Recherche im

Herbst vergangenen Jahres sei

ihm bewusst geworden, dass

das Reformationsjahr anstehe,

so Hartwig Ohlenbusch, ent-

sprechend hoch sei der Zeit-

druck gewesen, rechtzeitig die

Arbeit abzuschließen. Bis zum

Januar habe er schließlich das

Buch ausgearbeitet und dem

Verlag Isensee angeboten. „Dort

hat man spontan zugesagt, das

Buch zu verlegen“, freut sich der

Neuenburger. Das Thema wird

ihn auch weiterhin begleiten:

„Einige Themen, die es nicht ins

Buch geschafft haben, sind noch

offen.“

„De nee bremsche Unglo-

ben. Globensstriet in de Tiet

van de Reformatschoon“ von

Hartwig Ohlenbusch umfasst

112 Seiten und ist im Verlag

Isensee erschienen. Es kann im

Buchhandel und über den Ver-

lag selbst unter der ISBN 978

3 73 08 1351 5 bestellt werden:

www.isensee.de

Viele Stunden Recherche hat Hartwig Ohlenbusch in sein vor

kurzem erschienenes Buch einfließen lassen.

Foto: Thorsten Soltau