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15. Juli 2017

Bockhorn

25

Lärchenstraße 4 · 26345 Bockhorn

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Alleen – Wege durch Licht und Dunkel

Naturkundliches Thema bei GELB – Klaus Böttcher präsentiert seine Bilder und informiert

Bockhorn.

Der Gesprächs-

kreis für Gesunde Ernährung

und Lebensführung Bockhorn

(GELB) hat es sich zur Gewohn-

heit gemacht, vor der Sommer-

pause naturkundliche Themen

aufzugreifen. So in diesem

Jahr das Thema „Alleen- Wege

durch Licht und Dunkel“ von

Klaus Böttcher. Es geht ihm um

die Bäume. Diesmal im spezi-

ellen um die Alleen beziehungs-

weise deren Fragmente, die in

Bockhorn noch zu sehen sind.

Auf Postern, kunsthandwerk-

lich verändert, hat er sie dru-

cken lassen. Die passenden Es-

says dazu sind auf der Rücksei-

te zu lesen. „Wo ist das denn?“

wird Klaus Böttcher oft gefragt,

wenn er seine Bilder präsen-

tiert. Bei den Menschen sei der

Blick für die Baumschönheiten

nicht so ausgeprägt. „Meine Fo-

tos sind nicht spektakulär, aber

typisch für diese Gegend“, so

Böttcher. Die Informationen zu

den Fotos wurden von Dr. Joa-

chim Hensel, seiner Frau Heide

Hensel und Ingeborg Höcke

vorgelesen.

Alleen wurden früher wegen

ihrer Schutzwirkung und Mar-

kierung angelegt. Einige Bei-

spiele hat Klaus Böttcher doch

noch gefunden, angefangen mit

der Allee am Reindersdamm in

Osterforde. Von Moorsiedlern

angelegt, endet er auch heute

noch im Naturschutzbereich

des Moores. Holz war damals

das bevorzugte Baumaterial:

„Ein Knüppeldamm aus Ästen

und Bohlen.“ Die Robinie ist hier

zu sehen. Ein Exot mit „Migra-

tionshintergrund“. Ursprünglich

heimisch in Nordamerika, wur-

de der Baum zunächst in Eng-

land kultiviert. Die Robinie wird

nicht nur wegen ihrer Schön-

heit geschätzt, sie ist auch gut

nutzbar: rasch nachwachsend,

hart und ausdauernd. Ein wei-

teres Beispiel für eine Allee gibt

es am Sandkrugsweg. Eine Ei-

chen- und Birkenallee als Weg-

weiser für „Durstige“. Hier ging

es auf direktem Weg zum „Bü-

ckelkroog“ und zur Gaststätte

„Sandkrug“, die erst vor kurzem

geschlossen hat. Einst als Wall-

hecke angelegt, wurde auch

hier viel ausgelichtet.

In der Barockzeit wurden die

Straßenränder mit Bäumen glei-

cher Art und möglichst gleicher

Größe bepflanzt. Dies sollte tie-

fen Eindruck machen bei den

anderen Herrschern, die Bäu-

me standen Spalier wie Solda-

ten. „Die heutigen Machthaber

haben hierzu ein eher distan-

ziertes Verhältnis“, so Böttcher.

Verkehrsbürokraten sei jeder

Baum ein Dorn im Auge.

Eine nennenswerte kulturelle

Aufwertung dagegen habe der

Wald beim Klosterhof Grabhorn

erlebt – als Ruheforst für Ur-

nenbestattungen. Klaus Bött-

cher hofft: „Schutz der Wälder

wird hoffentlich nicht nur mit

dem menschlichen Ableben in

Verbindung stehen.“ Weiterhin

als Allee-Fragment zu sehen,

die Platanen am Glockenturm.

Diese Bäume seien viel zu dicht

gepflanzt, hier muss baumpfle-

gerisch geformt werden. Klaus

Böttcher wies auf die Hilgen-

holter Straße hin mit den statt-

lichen Gehölzen. Und immer da-

bei die Buche. Gering geachtet,

in früherer Zeit sogar verteufelt,

finstere Mächte sollen dort ihr

Unwesen getrieben haben. Da-

bei ist die Buche sehr sozial und

gedeiht am besten im Verbund.

„Begreifen wir unser Verhält-

nis zur Natur als Kampf gegen

diese, werden wir verlieren.

Gegen die Natur ist kein Kraut

gewachsen. Bäume wird es

noch geben, wenn es den Men-

schen nicht mehr gibt“, zitiert

Böttcher den Autoren Alexan-

der Demant. Bäume sind stum-

me Lehrmeister und Wunder

der Natur. Herr Böttcher gab zu

bedenken: „Nur 0,3 Prozent der

irdischen Masse sind Lebewe-

sen. 99,7 Prozent sind Pflanzen.

Es ist kein Lebens- und Schutz-

recht für Pflanzen formuliert.

Ich möchte für einen ethischen

Umgang miteinander werben.“

Bäume selbst seien virtuose

Meister des Loslassens. Los-

lassen um Ziele zu erreichen.

Unbekümmert schickten sie

ihre Samen in die Welt. Dieses

Prinzip des Loslassens entbin-

de sie von der Zukunftsplanung.

„Meiner Meinung nach, wird die

Pflanze zu Unrecht vernachläs-

sigt. Wir müssen wieder mehr

Ehrfurcht vor dem Leben, vor

dem großen Ganzen lernen. Die

Bäume können uns hierbei hel-

fen, “ so Böttcher

Die oben genannten Poster

und Essays sind direkt bei

Klaus Böttcher in Bockhorn zu

erwerben.

(ab)

Beispiele für Alleen bzw. deren Fragmente präsentierte

Klaus Böttcher bei der letzten GELB-Veranstaltung vor der

Sommerpause.

Foto: Andrea Bartels

Tagesausflug und Schifffahrt

Bockhorn.

Die Dorfgemein-

schaft Grabstede bietet auch

in diesem Jahr wieder für Mit-

glieder, Freunde und Unterstüt-

zer einen Tagesausflug an. Am

Samstag, 19. August,

geht die

Fahrt um 8 Uhr (ab Meinen),

8.05 Uhr (ab Feuerwehrhaus)

sowie 8.10 Uhr (ab Raiffeisen-

bank) Richtung Bremerhaven.

Dort ist unter anderem um 11

Uhr eine Schifffahrt mit der MS

„Geestemünde“ geplant und

um 13.30 Uhr ein gemeinsames

Mittagessen in der Strandhalle.

Anschließend steht Zeit für Be-

sichtigungen zur freien Verfü-

gung. Die Rückfahrt ist für 17.30

Uhr geplant.

Anmeldungen sind ab sofort

bis zum 5. August bei Helmut

Tetz (

04452/918240) oder

Helga Wengler (

04452/8562)

möglich. Bei Anmeldung ist der

Preis für die Fahrt zu zahlen.