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Varel

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der Woche

Blutspenden retten Leben

Obenstroher Feuerwehr: Jubiläumsspende war ein großer Erfolg

Varel.

Einen großen Erfolg

konnte die Feuerwehr Obenstro-

he anlässlich ihrer 50jährigen

Blutspende im Juli verbuchen.

Neben 186 Spendern, da-

von 26 Erstspender, wurde das

Rahmenprogramm mit großer

Begeisterung

angenommen.

Durch einen gut organisierten

Ablauf wurde Jung und Alt et-

was geboten. Man konnte sich

die Fahrzeuge anschauen, sich

über andere Organisationen in-

formieren und für die Jugend

gab es verschiedene Spielan-

gebote.

Die Feuerwehr Obenstrohe,

vertreten durch den Ortsbrand-

meister Marc Röseler und der

DRK-Blutspendedienst,

be-

danken sich auf diesem Wege

herzlich für diese große Reso-

nanz: „Ein besonderer Dank gilt

Günter Hilbrink der das Blut-

spenden schon seit Beginn be- gleitet. Ebenfalls einen ganz lie-

ben Dank an die Ehefrauen oder

Partnerinnen, die uns jedesmal

tatkräftig unterstützen. Auf die-

sen Weg möchten wir auf den

neuen Blutspendetermin am 25.

September 2017 hinweisen.“

Zum Hintergrund:

Ob Unfall, Krankheit oder

Operation – jeder kann in eine

Situation kommen, in der er zum

Überleben das Blut eines an-

deren Menschen braucht. Die

Blutspende ist eine einfache Art,

etwas Gutes zu tun. Ein kleiner

Pieks und ein wenig Zeit reichen

dabei aus, um zum Lebensretter

zu werden. Je nach Körperge-

wicht beinhaltet der mensch-

liche Körper sieben bis acht

Liter Blut. Bei einer Blutspende

werden 500 Milliliter entnom-

men. Der Körper baut die feh-

lende Menge im Zeitraum eines

Tages wieder auf. Frauen dürfen

viermal im Jahr zur Blutspende

gehen, Männer sechsmal.

Wer zu einem der zahlreichen

Blutspendetermine geht, sollte

ein bisschen Zeit mitbringen.

Eine gute Stunde dauert das

gesamte Prozedere – von der

Anmeldung bis zum anschlie-

ßenden Imbiss.

Bei der Registrierung muss

man seinen Blutspendeausweis

und seinen Personalausweis

bereithalten. Bei Erstspendern

reicht der Personalausweis, den

Blutspendeausweis erhalten die

Spender anschließend nach Be-

stimmung der Blutgruppe. Die

registrierten Personen erhalten

mit dem Anmeldeformular ei-

nen persönlichen Fragebogen,

den sie wahrheitsgemäß ausfül-

len – natürlich von den anderen

Spendern separiert.

Im Anschluss daran entnimmt

ein Labormitarbeiter aus dem

Ohrläppchen oder der Finger-

kuppe einen Blutstropfen, um

den Eisengehalt und die Tempe-

ratur zu messen. Diese Informa-

tionen werden dann ebenfalls

auf dem persönlichen Fragebo-

gen vermerkt. Es folgt ein Ge-

spräch mit dem leitenden Arzt,

in dem die Angaben des Fra-

gebogens thematisiert werden.

Erst wenn der Arzt sein „Ok“

gegeben hat, geht es weiter

zum eigentlichen Blutspenden.

Dabei werden dem Spender –

ausschließlich bei Verwendung

von Einwegmaterialien, um eine

mögliche Ansteckungsgefahr

auszuschließen – 500 Milliliter

Blut abgenommen.

Nach der Blutentnahme gibt

es einen Imbiss, den die vielen

ehrenamtlichen Helfer liebe-

voll angerichtet haben. Täglich

werden in Niedersachsen etwa

2.300 bis 2.500 Spender benö-

tigt, um den täglichen Bedarf

an Blutkonserven sicherstellen

zu können. Durch den hohen

täglichen Bedarf und die gerin-

gen Haltbarkeiten hat das Rote

Kreuz zum Teil Versorgungska-

pazitäten von nur zwei bis drei

Tagen. Wenn zu wenig Blut-

spender erscheinen, kommt es

unweigerlich zu Engpässen. Da-

her wird jeden Tag diese hohe

Zahl an Spendern benötigt.

35 Prozent der Blutspenden

werden in der Krebs- und Herz-

Kreislauf-Therapie benötigt.

Es gibt zudem viele Patienten,

die auf mehrere Blutkonserven

angewiesen sind. Für jede zu

übertragende

Blutkonserve

wird ein Spender benötigt. In

der Krebstherapie kann es in

Einzelfällen zu einem Bedarf

von über 30 Blutkonserven je

Patient kommen.

Der größte Bedarf besteht

bei den Blutgruppen Null-ne-

gativ und Null-positiv, da diese

blutgruppenübergreifend ver-

wendet werden können.

(ak/jg)

Seit 50 Jahren organisiert die Obenstroher Feuerwehr regelmäßig Blutspendetermine.

Foto: Feuerwehr Obenstrohe