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22. Juli 2017

Varel

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Lokale Agenda 21: Dank an Marion Borchardt

Förderung durch die Barthel Stiftung – Umorientierung nach 17 Jahren erfolgreicher Arbeit

Varel.

Im Jahr 1999 wurde

die „Lokale Agenda 21“ in Varel

„quasi“ geboren. Bei einer Auf-

taktveranstaltung im Vareler

Tivoli fanden sich zahlreiche

Bürger zusammen, die eine

nachhaltige Entwicklung för-

dern wollten. Vorangegangen

war der Weltgipfel 1992 in Rio

de Janeiro, bei dem über 170

Regierungschefs die „Agenda

21“ unterzeichneten. Darin wer-

den die drängendsten Fragen

des 21. Jahrhunderts benannt,

wie die zunehmende Zerstörung

der natürlichen Lebensgrund-

lagen und die wachsende Kluft

zwischen Arm und Reich.

Im Jahr 2000 eröffnete dann

das Agenda Büro in Varel, das

von Beginn an durch Marion

Borchardt aktiv betreut wurde.

Marion Borchardt wird nun

zum 1. August eine neue beruf-

liche Aufgabe im sozialpädago-

gischen Bereich übernehmen:

„Es ist mir sehr wichtig, mich bei

allen Menschen zu bedanken,

die an unseren gemeinsamen

Zielen mitgearbeitet und so viele

kreative Ideen eingebracht ha-

ben.“ Sie wird der Agenda auch

in Zukunft verbunden sein und

insbesondere die Arbeitsgrup-

pe Umwelt- und Naturschutz,

die künftig im Nationalparkhaus

tagt, unterstützen.

Schon zum Jahresende hatte

Sascha Biebricher, der im Rah-

men des Qualifizierungsnetz-

werkes unter anderem Bewer-

bungstrainings und den Aus-

und Weiterbildungsmarkt ins

Leben gerufen hatte, aus beruf-

lichen Gründen seine Aufgaben

abgegeben.

Hans-Joachim Meyer zum

Felde, Vorsitzender des Träger-

vereins Lokale Agenda 21, sagt:

„Wir bedanken uns ganz herz-

lich bei Marion Borchardt und

Sascha Biebricher für ihre Ar-

beit und ihre Engagement, das

unseren Verein über viele Jahre

geprägt hat.“

Neuausrichtung

Nun sei es an der Zeit, die

Lokale Agenda neu aufzustel-

len: Hatte zunächst die Stadt

Varel das Engagement unter-

stützt, ist es seit über 15 Jahren

die Barthel Stiftung, die die so

zahlreichen Projekte durch ihr

großes Engagement erst mög-

lich gemacht hatte. Auf deren

Initiative arbeitet nun eine Len-

kungsgruppe an einem neuen

Konzept. Die stellvertretende

Vorsitzende des Trägervereins,

Dorothee Evers, erklärt: „Wir

können auf 17 Jahre zurückbli-

cken, in denen tolle Arbeit gelei-

stet wurde. Jetzt aber ist es an

der Zeit sich neu aufzustellen.

Eine Gruppe engagierter Vareler

arbeitet aktiv daran und ich bin

überzeugt, dass wir gute neue

Konzepte finden. Wir würden

uns freuen, wenn sich engagier-

te Menschen, die dabei mitwir-

ken wollen, bei uns melden.“

Sie erinnerte sich gerne an

das zehnjährige Jubiläum im

Jahre 2009, als auch der dama-

lige Wirtschaftsminister Walter

Hirche in Varel zu Gast war und

betonte: „Die Agenda 21 hat den

Namen der Stadt in die Welt ge-

tragen.“

Wie vielfältig die Chancen

durch die Agenda 21 sind, zeigt

ein Blick auf einige der Projekte,

die unter dem Dach des ge-

meinnützigen Vereins erst mög-

lich wurden:

Schulsozialarbeit – dieses

Engagement war ein Modell,

das weit über Varel hinaus

große Beachtung fand.

Landschaftserkundungspfad

Fahrradtage

Bürgerfotovoltaikanlagen

Gestaltung Wasserturm

Hausaufgabenhilfe

Freiwilligenagentur

Mehrgenerationenhaus am

Seilerweg (Rosenhaus)

Schülerfloh

Nicaraguaprojekt

Aktuelle Projekte sind unab-

hängig von der Umorganisati-

on weiter in Arbeit: Die Initiati-

ve Fairtrade Town wird bei der

evangelischen Kirche angesie-

delt und erhält ebenso wie der

Aus- und Weiterbildungsmarkt

künftig Unterstützung von der

Wirtschaftsförderung der Stadt

Varel.

Bei der Initiative „Mobilität im

Südlichen Friesland“ wird das

Kinder- und Servicebüro des

Landkreises Friesland die Fe-

derführung übernehmen und

dieses wird außerdem beim Pro-

jekt „Babysimulatoren“ mit der

Oberschule Varel kooperieren.

Das Nicaraguaprojekt und

die Hausaufgabenhilfe werden

künftig direkt über die Barthel

Stiftung betreut.

Freiwilligenagentur

Im Büro in der Schloßstraße

2 wird weiter die Freiwilligena-

gentur ansprechbar sein. Es ist

an jedem Dienstag (15 bis 17

Uhr) und Donnerstag (10 bis 12

Uhr) geöffnet und Anlaufstelle

für Menschen, die sich ehren-

amtlich engagieren möchten.

Informationen dazu auch unter

04451/9181063.

Wer Interesse an der Mitwir-

kung am Agenda-Prozess hat

oder Ideen einbringen möch-

te, kann sich gerne bei Hans-

Joachim Meyer zum Felde

04451/81760 oder Dorothee

Evers

04451/84349 melden.

(ak)

Nach 17 Jahren geht dieAgendabeauftragteMarionBorchardt

(links) neue berufliche Wege. Dem Verein wird sie aber auch

in Zukunft, insbesondere in der Arbeitsgruppe Umwelt- und

Naturschutz, verbunden bleiben. Hans-Joachim Meyer zum

Felde und Dorothee Evers vom Förderverein dankten ihr

herzlich für die engagierte Arbeit.

Foto: Anke Kück