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22. Juli 2017

Zum Schluss

39

Heute habe ich drei Stunden

lang den Sommerregen ange-

grübelt. Schließlich hat er ein

Einsehen gezeigt und hat aufge-

hört zu regnen. Ich frage mich:

Kann Regen regnen bzw. aufhö-

ren zu regnen? Ja wie denn. Ein

Regen regnet? Unmöglich, ob-

wohl, der Heidegger, Martin, hat-

te geschlussfolgert: Das Nichts

nichtet. So ein Philosoph ist sich

zu schade für einen Regen. Bei

dem geht es gleich mit Karacho

ins Nichts. Klar: Das Nichts ist

von ganz anderem Holz als Re-

gen, und deshalb kannst du den

Heideggersatz als Beweis für

das Regenregnen in die gelbe

Tüte stopfen. Er nichtet quasi.

Inzwischen: Der Sommerre-

gen hatte wieder eingesetzt und

mit ihm das Grübeln. Vielleicht,

dachte ich, sollte ich rüber zur

fraulichen Frauke und mit ihr ein

Geplänkel auflegen. Bloß, die

Frauke war noch auf Arbeit, und

Sven, ihr Lebensabschnittsmus-

kelpaket tockerte irgendwas an

die Haustür, wahrscheinlich ein

Holzbrett mit reingekokeltem

Haustür-Begrüßungs-Slogan:

»Frauke & Sven an Bord«. Oder:

»Ich bremse auch für Tiere.«

Klingt komisch, aber Sven nimmt

das nicht so genau. Der sagt zum

Beispiel: »Der Regen regnet in

Strömen.« Ein rechter Heidegger

ist der. Gut. Dann habe ich mir

überlegt, dass ich Rauhaar Klop-

stock einen neuen Trick beibrin-

gen könnte, quasi Ferienpass.

Ich hab einen Stock genommen,

und Klopstock flitzte los, um ihn

zu holen. Das macht er immer,

eine Art vorauseilendes Appor-

tieren. Ich rief ihn zurück, hielt

den Stock in Hundeaugenhöhe

und befahl: »Hopp!« Klopstock

lief unter den Stock durch, setzte

sich und erwartete ein Leckerli.

Ohne Leckerli würde er nie wie-

der ein Kunststück vorführen. Ich

gab es ihm und warf den Stock

weg, zum Apportieren. Ich rief

»Such!« Klopstock rannte zum

Gemüsebeet und buddelte die

Socke aus, die ich seit Tagen

vermisste. Hätte Heidegger ei-

nen Hund gehabt, grübelte ich

gegen den Sommerregen an,

dann wäre er nicht auf das Nichts

hereingefallen, das in seinem

Kopf herumnichtete, sondern

er hätte eine Leberwurst in das

Hundemaul geschoben in der

Einsicht, dass das Nichts auch

mal auf den Hund kommt, na, so

ähnlich. Grad ist Frauke heimge-

kommen. Ich geh mal rüber, um

ein Geplänkel mit ihr zu plänkeln.

Voll heideggermäßig.

Tschüs!

Heinzis Zeigefinger

Euer Heinzi

TV-Tipp der Woche

„Ziemlich beste Freunde“

Sonntag, 23. Juli, 21.45 Uhr, ARD

Sie stammen aus verschie-

denen Welten: Der vermögende

Philippe wohnt in einem schi-

cken Pariser Viertel und muss

sich um seinen Lebensstandard

eigentlich keine Sorgen machen.

Doch seit einem verhängnis-

vollen Gleitschirmunfall ist er

querschnittsgelähmt, sitzt im

Rollstuhl und benötigt häusliche

Rundum-Betreuung.

Driss dagegen ist ein Einwan-

dererkind, lebt mit seiner Mutter

und seinem kleinen Stiefbruder

in der Vorstadt und hat gerade

eine Gefängnisstrafe hinter sich.

Als Philippe eine neue Pflege-

kraft sucht, erscheint Driss bei

ihm. Von Driss’ beeindruckt,

bietet Philippe dem unkonven-

tionellen jungen Mann eine Ar-

beitsstelle auf Probe an. Dieser

schafft es, seinen notorisch

kritischen Chef nicht nur richtig

anzufassen, sondern ihn mit fri-

scher Energie und Lebensfreude

aus den depressiven Stimmung-

stiefs zu holen. Mit der Zeit ent-

steht zwischen beiden eine tiefe

Freundschaft.

„Die Kleine“ im Friesländer Boten

Private Gelegenheitsanzeigen

Anzeigenannahme: Elisabethstraße 13, Varel, Tel. 0 44 51 / 9 11 90

Mo.–Fr. 9.00–12.00 Uhr und Mo.–Do. 14.00–17.00 Uhr

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halte in Varel, Bockhorn, Zetel,

Neuenburg, Jade, Spohle usw.

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und Bilder wird keine Gewähr übernom-

men. Anzeigen, die vom Friesländer Bo-

ten gesetzt und gestaltet wurden, dürfen

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aufgrund des Anzeigeninhaltes u./od. der Häufigkeit der Schaltung den regulären Tarif zu berechnen.

Es wird dreckig...

Dangast.

... bei der Deut-

schen Meisterschaft im Schlick-

rutschen. Am

Sonntag, 23. Juli,

gilt es ab 16 Uhr am Kurhaus-

strand wieder darum, den Vor-

jahressiegern den Pokal wieder

abzunehmen.

Wie in den letzten Jahren fin-

det dieses spezielle Sportevent

im Rahmen des Watt en Schlick

Festes statt. Auch diesmal stel-

len sich furchtlose Frauen und

Männer unter eigens gewähltem

Kampfnamen der schmutzigen

Herausforderung:

Es gilt, auf speziellen Schlick-

schlitten eine Strecke von knapp

150 Metern Wattenmeer in kür-

zester Zeit zurückzulegen.