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Varel

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Ausstellung „Yard Art“ vom 18. bis 20. August – Verschiedene Künstler zeigen ausgefallene Werke

Varel/Rallenbüschen.

„Ist

das Kunst oder kann das weg?“

– diese flapsige Frage ist in der

Werkstatt von Diedel Klöver im

Zweifel nicht immer ganz ein-

deutig zu beantworten. Tatsäch-

lich sieht es hier auf den ersten

Blick aus wie auf einem Schrott-

platz: Schrauben, Rohre, Stan-

gen, Bolzen, Zangen, Haken,

Schaufeln, Federn, Zündkerzen

und Mistgabeln finden sich hier

scheinbar wahllos verteilt, Alt-

metallverwerter dürften ange-

sichts der Menge und Vielfalt

der zumeist rostigen Teile in

Verzückung geraten.

Doch Diedel Klöver hat für

jedes dieser Teile noch Ver-

wendung, vielleicht zumindest,

irgendwann. Und dann haucht

er dem alten Eisen beinahe

buchstäblich neues Leben ein.

Mit Feile, Flex und Schweißge-

rät formt Klöver aus Altmetall

Skulpturen, Tiere zumeist, ger-

ne in Lebensgröße.

Besucher sollten schon ein

wenig Zeit mitbringen und vor

allem genau hinschauen, wenn

sie bei der Yard Art alle Ausstel-

lungsstücke entdecken möch-

ten, die am nächsten Wochen-

ende im großen Garten hinter

der „Linde“ in Rallenbüschen

zu finden sind: Wie immer Mitte

August laden Gastgeber Diedel

Klöver und einige seiner krea-

tiven Kollegen auch in diesem

Jahr zur Garten-Ausstellung

„Yard Art“ – mithin zum 14. Mal,

Termin ist heuer das Wochen-

ende

vom 18. bis 20. August.

Skurrile Kreaturen, eisenhar-

te Spitzensportler und vor allem

eine Vielzahl von faszinierenden

Tierskulpturen gibt es zu sehen,

allesamt gefertigt in Handar-

beit von Diedel Klöver: Löwen,

Elefanten, Geparden, Kroko-

dile, Affen, Pelikane – sogar ein

Nashorn und eine Giraffe hat

der ehrgeizige Kunsthandwer-

ker schon aus Schrottteilen zu-

sammengesetzt. Immer wieder

verblüffend ist es zu sehen, wie

originalgetreu und detailverliebt

die Exponate daherkommen,

obgleich sie doch aus schrof-

fem, harten Material gefertigt

sind.

Neben Diedel Klöver mit sei-

ner Kunst aus altem Eisen stel-

len im „Yard“ auch anno 2017

wieder befreundete Künstler

aus – Hilke und Willy Büsing aus

Bollenhagen,

Schmuckdesi-

gnerin Alexandra Strudthoff und

Fotograf Gunnar Voigt gehören

seit Jahren zum festen „Ensem-

ble“ der Yard Art. Peer Oliver

Nau mit seinen Holzfiguren so-

wie Schmied Alfred Bullermann

sind zum zweiten Mal dabei.

Premiere in Rallenbüschen ha-

ben diesmal Holger Mühlbauer,

Fotograf und Grafikdesigner

aus Wilhelmshaven und Karin

Weißenbacher, Tonbildhauerin

aus Barmstedt.

Geöffnet ist die Ausstel-

lung am Freitag von 16 bis 21

Uhr, am Sonnabend von 10 bis

21 Uhr und am Sonntag von 10

bis 18 Uhr. Mehr Infos im Inter-

net unter

www.yard-art.de .

(tz)

Viel Arbeit an Flex und Schweißgerät für Schrottkünstler Diedel Klöver: Eine Kolonie Kai­

serpinguine soll noch fertig werden bis zur Yard Art 2017. Dutzende faszinierende Tier­

skulpturen aus Altmetall sind bei der Gartenausstellung am nächsten Wochenende zu ent­

decken.

Foto: Michael Tietz