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26. August 2017

Varel

11

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Algen und Schwämme im Fokus der Wissenschaft

Neue Ausstellung beleuchtet Bedeutung von Meeresorganismen als Quelle für medizinische Wirkstoffe

Dangast.

Medizin vom Meeres-

boden: Welches Potenzial in Tie-

ren und Pflanzen als Lieferanten

für medizinische Wirkstoffe

steckt, darauf weist jetzt eine

neue Ausstellung im Seminar-

raum des Nationalpark-Hauses

Dangast hin. Insbesondere bo-

denbewohnende

Organismen

der Tiefsee stehen hierbei im

Fokus.

„Wir haben uns vorgenommen,

hier im Seminarraum insbe-

sondere Themen der Natur-

wissenschaften aufzugreifen in

Ergänzung zur ohnehin im Haus

omnipräsenten Biologie. Hier

nun geht es vor allem um Che-

mie“, erklärte Lars Klein, Leiter

des Nationalpark-Hauses bei

der Präsentation der drei neuen

Schautafeln. Er freue sich, dass

es gelungen sei, ausgewiesene

Experten für die inhaltliche und

redaktionelle Gestaltung zu ge-

winnen. Allen voran setzten sich

Prof. Dr. Harald Kluge, früher

tätig im Institut für Neurologie

an der Universität Jena, und

der Vareler Apotheker Jandirk

Burchards mit dem Thema aus-

einander. Unterstützt wurden sie

dabei durch den Förderverein für

Kunst und Kultur Varel in perso-

na von Sigrid Busch und Dr. Hei-

ko Scheepker.

Die Aufbereitung des The-

mas schlage eine Brücke auch

zum Vareler Heimatmuseum,

so Lars Klein, und ergänze die

im vergangenen Jahr erstellten

Informationen zu „International

Welche Möglichkeiten bieten Tier- und Pflanzenarten in den Ozeanen für die medizinische

Forschung? Darüber weiß die Wissenschaft bislang erst wenig – eine neue Ausstellung im

Nationalpark-Haus Dangast liefert Infos zum Stand der Dinge. Vorgestellt wurde sie jetzt von

Lars Klein (Nationalpark-Haus), Apotheker Jandirk Burchards, Sigrid Busch, Chemiker Prof.

Dr. Harald Kluge und Malte Winkler (LzO, Sponsoring).

Foto: M. Tietz

bedeutenden Gelehrten mit frie-

sischen Wurzeln“ wie den Che-

miker Lothar Meyer. „So kommen

wir hier im Haus vom Lokalen ins

Globale, von Flora und Fauna

des Weltnaturerbes Wattenmeer

über Biologie und Chemie bis zur

Heimatkunde“, fasste Lars Klein

zusammen.

Prof. Harald Kluge ging dann

auf die Inhalte der Schautafeln

ein und betonte dabei, dass dies

kaum mehr als ein Schlaglicht

sei – viel mehr sei auch derzeit

gar nicht möglich, denn: „Die

Wissenschaft steht mit der Er-

forschung von Meeresorganis-

men als Quelle für Heilstoffe erst

ganz am Anfang.“ Welche Mög-

lichkeiten Tiere und Pflanzen des

Meeres für die Medizin bieten,

darüber weiß die Wissenschaft

also noch vergleichsweise we-

nig. Gerade in der Tiefsee gibt

es vermutlich noch eine Vielzahl

von Spezies, die dem Menschen

bis dato völlig unbekannt sind.

Die neue Ausstellung gibt auf

drei großformatigen Schautafeln

einen Überblick darüber, welche

Möglichkeiten die erst etwa zwei

Jahrzehnte währende Forschung

an Wirkstoffen niederer Organis-

men des Meeresbodens zur Ab-

wehr ihrer natürlichen Feinde für

deren Nutzung insbesondere bei

bislang schwer therapierbaren

Erkrankungen eröffnet. Bis dato

werden drei bereits klinisch ge-

nutzte Medikamente und einige

vorerst in Labor- und Tierversuch

erfolgreich getestete Wirkstoffe

mit vor allem antibakterieller und

zytostatischer (Krebszellen hem-

mender) Wirkung aufgeführt.

Die entsprechenden Quellen

(Schwämme, Algen, Bakterien,

Manteltierchen u.a.) und die Er-

gebnisse werden in der Darstel-

lung umfangreich dokumentiert.

Die drei großformatigen Schau-

tafeln bauen inhaltlich aufeinan-

der auf: Zunächst wird die Frage-

stellung erläutert und bereits ge-

sichertes Wissen dokumentiert.

„Bislang sind genau drei Präpa-

rate bereits im klinischen Ein-

satz“, sagt dazu Harald Kluge.

Auf dem zweiten Blatt wird das

vermutete Potenzial dargelegt

und über derzeit in der Ver-

suchsphase befindliche Stoffe

informiert. Schließlich wird ein

weiterer Ausblick gewagt und

über technische Möglichkeiten

und Herausforderungen im Zu-

sammenhang mit der aufwen-

digen Forschung aufgeklärt.

Eine Herausforderung war es

auch, die komplexe Materie in

aller Kürze und auch für Laien

verständlich aufzubereiten. Das

aber ist gelungen – etwa ein

halbes Jahr Arbeit steckt in den

drei Schautafeln, die reichhaltig

bebildert sind. Die Produktion

der einrollbaren Plakate hat die

LzO Varel mit einer Spende von

rund 600 Euro möglich gemacht.

Die neue Ausstellung „Mee-

resorganismen als Heilstoffquel-

le“ ist während der Öffnungs-

zeiten des Nationalpark-Hauses

Dangast (di. bis so.) zu sehen,

der Eintritt ist frei.

(tz)