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Zetel.

Widrigkeiten erkennen,

Grenzen überschreiten, dafür

kämpfen, woran man glaubt –

der September im Zeli – Zeteler

Lichtspiele e. V. zeigt die Welt,

wie sie sein sollte. Mal humor-

voll, mal tragisch, mal amüsant,

mal spektakulär widmen sich

insgesamt vier Filme dem The-

ma von ihrer ganz persönlichen

Seite. Und Kino wäre nicht Kino,

wenn sich das Engagement der

Protagonisten am Ende nicht

auch auszahlen würde. Hier

kann das echte Leben bestimmt

einiges vom Leben auf der Lein-

wand lernen.

Los geht es mit der deutschen

Tragikomödie „Mein Blind-Date

mit dem Leben“. Sie erzählt die

Geschichte des jungen Saliya,

der unbedingt im Bayerischen

Hof in München arbeiten möch-

te. Sein Problem? Er ist fast

blind, möchte aber auf seinen

Traum nicht verzichten. Über-

raschenderweise

funktioniert

sein Bluff und er bekommt die

Stelle. Nur sein Freund Max er-

kennt bald, was es mit Saliya auf

sich hat. Er hilft ihm aber, jede

noch so schwierige Lage zu

bewältigen. Natürlich kann das

nicht immer gut gehen. Wer die

oft amüsanten, manchmal aber

auch traurigen Verwicklungen

sehen möchte, der hat dazu Ge-

legenheit am

Freitag, 1., und

Montag, 4. September,

jeweils

ab 20 Uhr. Der Eintritt beträgt

5,50 Euro, FSK 6.

Der Verband Wohneigentum/

Gemeinschaft Friesische Weh-

de präsentiert am

Mittwoch, 6.

September

, einen Klassiker des

französischen Films: Ab 19 Uhr

ist im Zeli „Chocolat“ zu sehen.

In diesem mehrfach prämierten

und für den Oscar nominierten

„Märchen für Erwachsene“

zieht Vianne mit ihrer Tochter A-

nouk in ein kleines, verträumtes

Städtchen und eröffnet dort eine

Chocolaterie. Dem Bürgermei-

ster und selbst ernannten Sitten-

wächter der Gemeinde ist diese

Art der himmlischen Verführung

jedoch von Anfang an ein Dorn

im Auge. Und dennoch: Das Ge-

schäft entwickelt sich zum ge-

heimen Mittelpunkt des Ortes,

zu dem jeder seine Hoffnungen

und Träume trägt. Als der Bür-

germeister seine Macht schwin-

den sieht, erklärt er Vianne den

Kampf und ruft die Gemeinde

zum Boykott auf. Der Eintritt ist

frei, FSK 6.

Ebenfalls über Vorurteile und

Toleranz geht es am

Freitag, 15.

und Montag, 18. September

,

jeweils ab 20 Uhr. In „Ein Dorf

sieht schwarz“ geht der junge

Arzt Seyolo Zantoko mit seiner

Familie aus dem Kongo nach

Frankreich ins beschauliche Dorf

Marly-Gomont, um dort eine

Praxis zu übernehmen. Viele der

Einwohner haben noch nie einen

dunkelhäutigen Menschen ge-

sehen und sind gleichermaßen

erstaunt wie verschreckt. Seyolo

bleibt optimistisch und vertraut

darauf, dass seine Familie hier

ein neues Zuhause finden wird

und versucht alles, um mit den

unbegründeten Vorurteilen auf-

zuräumen. Typisch französisch

geschieht dies mit viel Humor

und liebevollen Spitzen. Der Ein-

tritt beträgt 5,50 Euro, FSK 0.

Den Abschluss des Mo-

natsprogramms

bildet

am

Freitag, 29. September, so-

wie am Montag, 2. Oktober,

„Hidden Figures – Unerkannte

Heldinnen“. Der Film bringt die

unglaubliche, noch nie erzähl-

te Geschichte von Katherine

Johnson, Dorothy Vaughn und

Mary Jackson auf die Leinwand.

Diese drei herausragenden afro-

amerikanischen Frauen arbeiten

1963 bei der NASA, also zu einer

Zeit, als Rassendiskriminierung

in den USA noch gang und gäbe

war.

Dennoch sind sie die bril-

lanten Köpfe hinter einer der

größten Unternehmungen in

der Geschichte: Sie haben den

Astronauten John Glenn in die

Umlaufbahn geschickt. Das vi-

sionäre Trio überschreitet dafür

jegliche Geschlechts- und Ras-

sengrenzen. Dieses faszinieren-

de Kleinod des Kinos zeigt das

Zeli im Rahmen des „Frauen-

kinos“, das in Kooperation mit

der Gleichstellungsbeauftragten

der Gemeinde Zetel, Joann Ha-

gen, zweimal im Jahr stattfindet.

Der Eintritt an diesen Abenden

beträgt 7 Euro, ein Glas Sekt

inklusive. Männer sind natürlich

ebenfalls herzlich willkommen.

FSK 0. Da die Vorstellungen er-

fahrungsgemäß immer sehr gut

besucht sind, wird das Zeli einen

Vorverkauf anbieten. Ab Anfang

September können Tickets vor-

ab an der Kasse und im MGH

erworben werden.

Weitere Informationen zum

Programm sowie zu allen son-

stigen Veranstaltungen des Zeli

finden sich im Internet unter

http://www.zeli-zetel.de

und in

der kostenlosen Zeli-App.

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Zetel

Friebo 34/2017

Wenn das Kino zeigt, wie es sein sollte …

Der September im Zeli – Zeteler Lichtspiele e.V.

Windpark Herrenmoor: Weiterer Eilantrag

Initiative „Bürger gegen Windpark Herrenmoor“ verweist auf Gegengutachten

Zetel.

Mittlerweile liegt dem

Verwaltungsgericht Oldenburg

auch gegen die dritte Winde-

nergieanlage des Windparks

Herrenmoor ein Eilantrag vor.

Darüber informiert die Initiative

„Bürger gegen Windpark Her-

renmoor“ in einer Pressemittei-

lung.

Somit liegen zu allen drei ge-

nehmigten Windenergieanlagen

Eilanträge vor, die im nächsten

Schritt vom Verwaltungsgericht

Oldenburg zu prüfen sind. Ein

Lärmgegengutachten sei erstellt

worden, teilt die Initiative mit.

Das Ergebnis habe gezeigt, dass

die ermittelte Gesamtbelastung

deutlich über dem zulässigen

Wert nach TA-Lärm liege, heißt

es in dem Schreiben. „Damit ist

jede weitere Zusatzbelastung,

insbesondere durch die Errich-

tung der Windkraftanlagen, un-

zulässig.“

Derweil gingen die Bauarbei-

ten stetig weiter: „Es ist für die

betroffenen Bürger nicht nach-

vollziehbar, dass der Landkreis

Friesland hier nicht auf einen

Baustopp hinwirkt, auch im Hin-

blick auf den Naturschutz. Bis-

lang hat keine Umweltverträg-

lichkeitsprüfung stattgefunden.

Diese ist aus naturschutzrecht-

licher Sicht erforderlich, um eine

Beeinträchtigung des Herren-

moores und der dort lebenden

Vogelwelt – wie die Sumpfohr-

eule und Kraniche – ausschlie-

ßen zu können“, erläutert die

Initiative.

Das Moor sei ein hochsen-

sibler Lebensraum. Die Verän-

derung der Bodenstruktur, eine

Änderung der Fließgewohn-

heiten des Grundwassers oder

eine Absenkung des Grundwas-

serspiegels, ausgelöst durch

den Bau der Windenergieanla-

gen, könne eine Austrocknung

des sensiblen Moores zur Folge

haben: „Dadurch wird das Ha-

bitat zerstört und unter ande-

rem entfällt auch die Nutzung

als Brutplatz für Kraniche.“ Die

Genehmigungen der Windener-

gieanlagen sehen zum Schutz

des Kranichs artspezifische

Maßnahmen vor, heißt es weiter

in der Mitteilung. Um die Leben-

raumqualität der Kraniche zu

verbessern, soll zukünftig süd-

lich des Herrenmoordamms eine

kranichfreundliche Grünlandbe-

wirtschaftung erfolgen.

„Diese vorgesehene Kompen-

sationsfläche ist eine Moorwie-

se, auf der bereits seit Jahren

extensive Grünlandbewirtschaf-

tung erfolgt und somit für den

Kranich keine Verbesserung der

Lebensraumqualität darstellt“,

moniert die Initiative „Bürger ge-

gen Windpark Herrenmoor“.

Bewegungskurs

Zetel.

Das erste Lebens-

jahr eines Kindes ist für Eltern

besonders spannend, weil es

jeden Tag etwas Neues lernt,

erkennt und begreift. Bei zwei

neuen Kursen nach dem DEL-

FI-Konzept für Babys im Alter

ab zwei Monaten werden die

wachsenden Fähigkeiten der

Kinder auf spielerische Weise

gefördert. Unter der Leitung der

Ergotherapeutin Inga Maaß gibt

es dem Entwicklungsstand der

Babys entsprechende Bewe-

gungs- und Wahrnehmungsan-

regungen, Halte- und Tragegriffe

sowie Finger- und Berührungs-

spiele und Lieder. Der erste Kurs

beginnt am

Mittwoch, 30. Au-

gust,

um 9 Uhr, ein zweiter star-

tet am selben Tag um 10.15 Uhr

im Gemeindehaus im Corpo-

ralskamp 2 in Zetel. Information

und Anmeldung bei der evange-

lischen Familien-Bildungsstätte

Friesland-Wilhelmshaven unter

04421/32016 oder

www.efb-friwhv.de